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Graffiti gegen Aids: Studierenden-Arbeitskreis Duisburg sprüht ein riesiges Afrika-Bild

Studierenden-Arbeitskreis Duisburg startet Graffiti-AktionzoomDer Studierenden-Arbeitskreis Duisburg mit dem Graffiti-Künstler Aleks (2.v.l.). Foto: Lennart Wallrich/KNH (Duisburg, 22. Juli 2008) Der Studierenden-Arbeitskreis Duisburg der Kindernothilfe hat am Montag, 21.Juli eine Graffiti-Aktion in der Duisburger Innenstadt gestartet. Jugendliche und Erwachsene konnten mit dem Künstler Aleks von der Sprühergruppe „Pleasuregang" ein Afrika-Bild aufsprühen. Mit der Aktion machte der Arbeitskreis vor allem auf die Aids-Problematik in Afrika und die fehlende Gesundheitsversorgung aufmerksam. Wer mitmachte lernte, in welchen Staaten Afrikas besonders viele HIV-Infizierte leben und welche Probleme mit einer Infektion einhergehen.

Außerdem konnten die meist jugendlichen Teilnehmer Postkarten ausfüllen und Wünsche in Bezug auf die Aids-Bekämpfung aufschreiben. Die Postkarten sowie Unterschriften, die gesammelt werden, sind Teil der Kampagne „Leben vor Pharmaprofit! Patente können tödlich sein", mit der das Duisburger Aktionsbündnis gegen Aids drei Pharmafirmen auffordert, ihre Patentanträge gegen Aids-Medikamente zurückzuziehen, um eine günstige Herstellung von Nachahmerprodukten (Generika) zu ermöglichen.

Ein Rätselparcours zur Aids-Problematik, insbesondere in Afrika, verdeutlichte spielerisch, welche Infektionswege die Krankheit nimmt und zeigte, wie schwierig es für infizierte Menschen in Afrika ist, an Medikamente zu gelangen.

Studierenden-Arbeitskreis Duisburg startet Graffiti-AktionzoomDer Graffiti-Künstler Aleks sprüht das Kindernothilfe-Logo. Foto: Lennart Wallrich/KNH Hintergrund: Südliches Afrika am schwersten von Aids betroffen

Jeden Tag sterben 1400 Mädchen und Jungen an Aids. Weltweit hat die Pandemie rund 15 Millionen Kinder zu Waisen gemacht. Die am meisten betroffene Region der Welt liegt südlich der Sahara in Afrika. Dort leben 90 Prozent aller Kinder, die sich mit dem Virus angesteckt haben. Moderne Medikamente verlängern das Leben infizierter Menschen. Doch die Arzneien sind für Bewohner der Entwicklungsländer viel zu teuer. Für Kinder fehlen noch einfach anzuwendende, auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Medikamente. Obwohl 660.000 Kinder auf die Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten angewiesen sind, erhalten weniger als 30.000 Zugang zu einer solchen Behandlung.

Kontakt:
Studierenden-Arbeitskreis Duisburg

Anna-Lena Wilde
Tel.: 0176/96194396
Judith Klose
Tel.: 0172/9393734

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