Hintergrund: Schutz vor Ausbeutung

Die Schuldknechtschaft

In der Landwirtschaft ist Kinderarbeit sehr häufig mit der so genannten Schuldknechtschaft verbunden. Eltern in besonders armen Regionen haben oft nicht die Möglichkeit, ihre Kinder ausreichend zu versorgen. Deshalb verkaufen sie sie gegen ein geringes Darlehen. Kinder müssen dann so lange unentgeltlich schuften, bis die Schulden beglichen sind.

Natal, Kinder auf der MüllkippeArbeitender Junge auf einer Müllkippe in Brasilien. Foto: Christoph Engel Meistens steigen die Schulden sogar noch, weil die Betreiber zusätzliche Kosten für Nahrung und Unterkunft berechnen. Die Arbeit, die von den Schuldknechten verrichtet wird, wird somit nicht angemessen für die Tilgung der Schulden angerechnet. Angeblich schlechte Arbeit wird mit weiterem Lohnabzug bestraft. Durch Wucherzinsen wächst der Schuldenberg weiter und in den meisten Fällen kann weder das Kind die Schuld abarbeiten, noch kann die Familie genug Geld aufbringen, um das Kind zurückzukaufen. Die Schulden werden nicht selten von den Eltern auf die Kinder übertragen, so dass das Arbeitsverhältnis manchmal Generationen überspannt.


Copyright © 2010 Kindernothilfe e.V. - Alle Rechte vorbehalten.