
Foto: Christoph Engel
Ohne Ausbildung kein guter Arbeitsplatz – dieser Satz gilt überall auf der Welt. In Entwicklungsländern sind immer mehr Menschen auf Erwerbsarbeit angewiesen. Denn die Landwirtschaft bringt nicht mehr genug ein, um sie zu ernähren. Deshalb fördert die Kindernothilfe berufliche Ausbildungsangebote für Kinder und Jugendliche.
Vom Land in die Stadt
In den Ländern des Südens ziehen mehr Menschen vom Land in die Städte. Von den Erträgen in der Landwirtschaft können sie nicht mehr leben. Noch arbeiten knapp 60 Prozent aller Erwerbstätigen in diesem Sektor. Doch das wird sich ändern: In Zukunft werden die Menschen vor allem in der Industrie und in der Dienstleistungsbranche Arbeit finden. Niedrige Löhne in den Entwicklungsländern begünstigen die Landflucht. Die Folge: Die schon heute hohe Arbeitslosigkeit und die prekäre Armut in vielen Städten nehmen weiter zu.
Berufliche Qualifizierung bereits in der Grundschule?
Der größte Teil der Jugendlichen kann nur rund sechs Jahre zur Schule gehen. Weltweit erreichen rund 66 Prozent der Mädchen und 68 Prozent der Jungen eine weiterführende Schule. In den ärmsten Regionen schafft es nicht einmal jedes dritte Kind soweit. Außerdem ist der Schulbesuch oft die einzi-ge Bildungsmöglichkeit. In den Schulsystemen vieler Länder wurde dies schon in den Lehrplänen der Grundschulen berücksichtigt: Berufliche Bildung soll schon früh auf dem Stundenplan stehen. Doch in den Schulen fehlen Lehrer, Geld und Ausrüstung.
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Was tut die Kindernothilfe?
Eine Lösung der Misere kann sein, nicht eine einzelne Person, sondern ein gesamtes Gemeinwesen zu fördern. Mögliche Potenziale des lokalen Gemeinwesens müssen identifiziert und Inhalt der Programme bestimmt werden. Also: Was können Menschen in einem Dorf gemeinsam unternehmen, um neue Perspektiven für alle zu schaffen? Selbsthilfegruppen, die Geld sparen und sich gegenseitig kleine Kredite gewähren, sind ein Beispiel dafür, wie solche Projekte funktionieren können. Auch Weiterbildungen für alle oder gezielte Förderung von Handwerkern können helfen, ein Dorf zu stärken.
In den letzten Jahren finden auch Absolventen von Berufsausbildungs-Programmen nur schwer Arbeit. Deswegen fördert die Kindernothilfe kleine, auf lokale Bedürfnisse zugeschnittene Programme statt großer Ausbildungszentren. So können die Partner vor Ort auf Marktnischen schnell reagieren und eng mit lokalen Handwerkern und Kleinbetrieben zusammen arbeiten.
Für folgende Ausbildungs-Projekte brauchen wir dringend Unterstützung. Herzlichen Dank!