Aktuelle Nachrichten aus der Kindernothilfe-Lobbyarbeit

Über 14.000 Unterschriften für Recht auf Nahrung

Ilse Aigner nimmt Unterschriften entgegenzoom

"Deine Stimme gegen Armut" konnte am 22. Februar mehr als 14.000 Unterschriften an Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner übergeben. Die Kampagne fordert anlässlich der anstehenden Reform der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union (EU), dass das Recht auf Nahrung angemessen berücksichtigt wird. Auch die Kindernothilfe hat sich an der Aktion beteiligt und dankt allen Aktiven für ihr Engagement! Es kommt zur rechten Zeit, da im Moment die Weichen für die Zukunft der EU-Agrarpolitik nach 2014 gestellt werden.

Die Verankerung des Rechts auf Nahrung in den Gesetzen ist notwendig, denn es gibt Beispiele, bei denen sich die EU-Agrarpolitik derzeit negativ auf die Ernährungssituation im globalen Süden auswirkt: Armut und Hunger entstehen auch, weil die EU gezielt die Preise auf den regionalen und lokalen Märkten armer Länder unterbietet. Produkte aus der EU werden zu günstigeren Preisen in Entwicklungsländern verkauft als im EU-Land selbst. Dadurch werden in Entwicklungsländern die Bäuerinnen und Bauern ihrer Lebensgrundlage beraubt und können sich nicht mehr selbst ernähren - ihr Recht auf Nahrung wird verletzt. Als größte Akteurin im internationalen Agrarhandel ist die EU eindeutig in der Pflicht, dem Einhalt zu gebieten und so ihre internationale Verantwortung wahrzunehmen. Damit sie diesen Ansprüchen gerecht wird, muss die EU den Menschen in Entwicklungsländern garantieren, dass ihr Menschenrecht auf angemessene Ernährung zukünftig berücksichtigt wird. Menschenrechte müssen Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben.


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