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Jörg Denker, Head of Asia & Eastern Europe Department

Jörg Denker - Referatsleiter Asien und Osteurpa

Herr Denker, ich hörte, Ihr Berufsleben begann in der Erwachsenen-Bildung. Wie wird man denn da zum Kindernothelfer?

So riesig war der Sprung eigentlich gar nicht. Ich lehrte damals Deutsch als Fremdsprache, unter anderem in China. Zumindest die Auseinandersetzung mit Bildung und mit fremden Kulturen habe ich also auch dort schon gesucht. Zudem hatte ich noch ein weiteres Studienfach absolviert, dass ebenfalls hilfreich ist für meine heutige Tätigkeit: Politikwissenschaften.

Wann und warum sind Sie dann abgebogen in Richtung Entwicklungszusammenarbeit?

Den Wunsch hegte ich schon seit meiner Studienzeit, entstanden ist er in Namibia. Eine Stipendienreise führte mich dorthin und brachte mich unter anderem mit einem großartigen Selbsthilfeprojekt in Berührung. Als ich sah, wie man Menschen effektiv aus der Krise helfen kann – da habe ich zum ersten Mal so etwas wie eine Berufung empfunden.

Wie wurde aus dem Wunsch Wirklichkeit?

Nach einer gewissen Zeit als Sprachlehrer entschied ich mich für einen Neustart und studierte Humanitäre Hilfe.

Das heißt, Sie haben direkt die ganz großen Krisen ins Visier genommen?

In der Tat folgten nach dem Studium schnell recht heikle Hilfseinsätze mit verschiedenen Organisationen: etwa im Bürgerkrieg in Sri Lanka, im Kosovo-Krieg und im Afghanistan-Krieg. Und ganz ehrlich: Vor meinem ersten Einsatz wusste ich nicht, ob ich das überhaupt schaffen würde.

Offensichtlich haben Sie es geschafft...

Das stimmt schon, aber ich habe auch schnell gemerkt, dass mein Interesse nicht allein der kurzfristigen Soforthilfe gilt, sondern vielmehr noch der langfristigen Verbesserung der Lebensumstände. Denn nur so kann man dazu beitragen, dass Krisen erst gar nicht entstehen.

Und das können Sie nun mit der Kindernothilfe?

Ja, und zwar sehr gut. Zum einen natürlich mit unseren langfristigen Entwicklungsprojekten wie etwa den Selbsthilfegruppen. Zum anderen sind all unsere Humanitären Einsätze wie etwa bei der Flut in Pakistan darauf ausgerichtet, dass die Menschen nicht nur das Nötigste zum Überleben bekommen, sondern dass wir sie dabei begleiten, ihr Leben neu aufzubauen. Und zwar so, dass sie sich künftig viel besser vor Krisen schützen können.

Als Referatsleiter Asien sind sie für viele Länder zuständig. Haben Sie auch so etwas wie ein Lieblingsland?

Afghanistan und Pakistan liegen mir sehr am Herzen. Nicht nur, weil die Region atemberaubend schön sind, ich dort einige Zeit gelebt und sehr viel Gastfreundschaft erlebt habe. Es ist so wichtig, einen differenzierten Dialog mit den Ländern und seinen Menschen aufrecht zu erhalten – nur leider wird genau dieser immer mehr erstickt durch Klischees und Feindbilder.

Können Sie bei so viel Krisen-Arbeit auch mal abschalten?

Auch das muss sein. Am besten mit Musik – und die darf auch gerne laut sein.

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