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Michaela Gerritzen, Programme Manager

Michaela Dacken- Gruppenleitung HAG

Frau Gerritzen, wann und wie haben Sie Haiti kennengelernt?

Erst 2006. Zuvor war es wegen der schwierigen Sicherheitslage einige Jahre nicht möglich, ins Land zu reisen. Ich war damals Referentin für Mittelamerika, Peru und die Karibik und schon lange gespannt auf das Land, und wie unsere Partner vor Ort arbeiten. Ich hatte bereits viele Gegenden Lateinamerikas bereist, doch Haiti war eine völlig neue Erfahrung. Als ich ankam, hat mich das Land vom ersten Moment so fasziniert wir kein anderes.

Was hat Sie denn fasziniert?

Ich hatte das Gefühl, mitten in der Karibik einen Hauch Afrika zu spüren. Die unglaubliche Ruhe und Zuversicht der Menschen, ihre zurückhaltende und freundliche Ausstrahlung und das geschäftige Treiben auf den Straßen - all das, obwohl Haiti das ärmste Land der westlichen Hemisphäre ist. Selbst heute, da es den Menschen nach dem Beben noch schlechter geht, lassen sie sich nicht unterkriegen. Das beeindruckt mich sehr.

Was sind die größten Herausforderungen bei Ihrer Arbeit?

Das Ausmaß der Katastrophe ist unvorstellbar riesig, ebenso die Komplexität der Folgen. Da kann man sehr viel richtig machen, aber auch sehr viel falsch. Wir sind mit unserer Arbeitsgruppe hier in Duisburg fast 5000 Kilometer vom Geschehen entfernt - da kann es schon mal kniffelig werden, mit unserem Team in Haiti schwerwiegende Entscheidungen zu treffen. Deshalb ist mir auch während der Schreibtischarbeit enorm wichtig, mich immer wieder daran zu erinnern, für wen ich letztendlich meine Kräfte einsetze: Für die Kinder, Jugendlichen und ihre Familien in Haiti, deren Leben so stark erschüttert wurde.

Wie sind Sie eigentlich zur Kindernothilfe gekommen?

Ich kann es manchmal selbst kaum glauben: Mittlerweile bin ich schon die Hälfte meines bisherigen Lebens hier. Vor 20 Jahren habe ich bei der Kindernothilfe begonnen. Ich war damals Französisch-Studentin und habe bei der Korrespondenz mit den Paten und Spendern ausgeholfen. Geblieben bin ich dann, als eine Stelle für den Arbeitsbereich Mittelamerika frei wurde. Ich wusste sofort: Der Bereich ist genau das Richtige für mich. Die kommenden zwei Jahre werde ich mich ausschließlich mit der Wiederaufbauhilfe für Haiti beschäftigen.

Verbringen Sie denn auch ihre Freizeit lateinamerikanisch?

Allerdings! Ich tanze zum Beispiel mit großer Leidenschaft argentinischen Tango.

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