Suche
Jetzt spenden Pate werden

Schattenbericht Kindersoldaten 2013

Schattenbericht im Rahmen des Staatenberichtsverfahrens zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes und zum Fakultativprotokoll betreffend die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten - von Dr. Hendrik Cremer

Dieser Bericht ist unserer Kollegin Barbara Dünnweller gewidmet, die sich über 20 Jahre lang unermüdlich für die Umsetzung der Kinderrechte eingesetzt hat und Sprecherin des Deutschen Bündnisses Kindersoldaten war.

Schattenbericht Kindersoldaten 2013. (Quelle: KNH)

Am 20. November 2012 wurde das im Jahr 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedete Übereinkommen über die Rechte des Kindes, auch UN-Kinderrechtskonvention genannt, 23 Jahre alt. Eine Erfolgsgeschichte: Es ist der am meisten ratifizierte Menschenrechtsvertrag. 193 Staaten haben sich zur Umsetzung verpflichtet. Ergänzt wurde die Konvention um drei Zusatzprotokolle (sogenannte Fakultativprotokolle). Eines bezieht sich auf die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten und soll ihren Schutz wirksam verbessern. Es trat am 12. Februar 2002 in Kraft und wurde inzwischen von 150 Staaten ratifiziert, darunter Deutschland.

 

Beim Thema Kindersoldaten gab es seit 2002 einige Erfolge: So ist das Bewusstsein darüber, dass die Ausbeutung von Mädchen und Jungen als Soldaten ein Verbrechen ist, weltweit deutlich gestiegen. Regierungen und Oppositionsgruppen, die Kinder für militärische Zwecke einsetzen, stehen weltweit am Pranger, in den Medien und auch in Berichten von UN-Organen wie dem UN-Sicherheitsrat und dem UN-Generalsekretär. Auch bei der Strafverfolgung gab es bedeutende Fortschritte: Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag sprach 2012 die ersten Verurteilungen wegen des Einsatzes von Kindern als Soldaten aus, weitere Verfahren laufen.

Doch trotz dieser Erfolge gibt es groben Schätzungen zufolge nach wie vor etwa 250.000 Kindersoldaten weltweit. Sie müssen sich an Kampfhandlungen beteiligen, sie übernehmen Boten- und Kochdienste, müssen schwere Lasten tragen, viele von ihnen werden sexuell missbraucht, gefoltert und ermordet. Manche Regierungen sind auch dazu übergegangen, den militärischen Missbrauch der Kinder besser zu verstecken, indem ihre Armeen Minderjährige ohne Uniform als Spione anwerben oder verbündeten paramilitärischen Gruppen die Anwerbung überlassen, wie beispielsweise in Kolumbien oder den Philippinen.

Einzelne Themen

  • Rekrutierung von 17-Jährigen in die Bundeswehr
  • Möglichkeit für Minderjährige, ihren Dienst bei den Streitkräften aus freien Stücken einzustellen
  • Stärkung der Menschenrechts- und Friedenserziehung
  • Werbung für den Einsatz der Bundeswehr im Ausland (Afghanistan) durch die Bundeswehr an deutschen Schulen
  • Kooperation der Bundeswehr mit Grundschülern
  • Werbung für die Bundeswehr als Arbeitgeber im schulischen und außerschulischen Bereich
  • Waffenexporte
  • Beachtung eingegangener Verpflichtungen gegenüber ehemaligen, nach Deutschland geflohener, Kindersoldaten
  • Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention betreffend die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten
  • Forderungen des Deutschen Bündnisses Kindersoldaten

Herausgeber:
Kindernothilfe, Plan International Deutschland, terre des hommes, Deutsches Komitee für UNICEF e.V., World Vision Deutschland e.V.

Umfang: 40 Seiten

Artikel bestellen: E-Mail info@knh.de oder Telefon +49 203.7789-111


Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen. Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Alle Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.