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Der Medienpreis-Award. (Quelle: Bastian Strauch)

 Nach Betrug durch SPIEGEL-Journalisten:
 Kindernothilfe erkennt Medienpreis ab

(Duisburg, 20.12.2018) Nachdem bekannt wurde, dass der Redakteur Claas Relotius diverse Aspekte seiner vielfach ausgezeichneten Reportagen frei erfunden hat, erkennt die Kindernothilfe dem Reporter den Medienpreis „Kinderrechte in der Einen Welt“ ab. Die Auszeichnung hatte Relotius im November 2018 für seinen Artikel „Löwenjungen“ in der Kategorie „Print / Online“ gewonnen.

„Wir sind geschockt und schwer enttäuscht, dass wir mit Claas Relotius ganz offenbar einem Betrüger aufgesessen sind“, sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. „So viel offensichtliche Manipulation lässt uns fassungslos zurück – sowohl als Kinderrechtswerk, das dazu beitragen will, die Stimme benachteiligter und unterdrückter Mädchen und Jungen einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen, als auch ganz persönlich: als Leserin und Leser“, so Katrin Weidemann weiter. „Wir stehen mit der Geschäftsführung des SPIEGEL in Kontakt und hoffen darauf, bald weitere Informationen und Erklärungen zu erhalten.“ Auch mit dem Journalisten selbst, der die Redaktion des SPIEGEL inzwischen verlassen hat, suchte die Kindernothilfe den Dialog – bislang ohne Erfolg.

Claas Relotius hatte über Jahre seinen Reportagen frei erfundene Personen und Zitate zugefügt und dies gegenüber seiner Redaktion nun auch zugegeben. DER SPIEGEL kündigte weitere gründliche Untersuchungen an. Neben der Auszeichnung der Kindernothilfe hatte Relotius viele weitere Journalistenpreise gewonnen. Das von Unterstützern der Kindernothilfe für den Medienpreis zur Verfügung gestellte Preisgeld wird nicht ausgezahlt.

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert 697 Projekte und leistet Humanitäre Hilfe. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe rund 1,9 Millionen Kinder und ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 33 Ländern, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Kontakt:
Christian Herrmanny, stellv. Pressesprecher
Christian.Herrmanny@Kindernothilfe.de
Telefon: 0203.7789-242; mobil: 0178.2329667

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