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Michaela Dacken (KNH) und Alinx Jean-Baptiste berichten über die aktuelle Situation in Haiti (Quelle: Ralf Krämer).

Haitis Kinder haben wieder eine Chance auf Bildung

(Duisburg, 18. August 2011) „Haitis Kinder haben wieder eine Chance auf Bildung", berichtet Alinx Jean-Baptiste, Direktor der Kindernothilfe Haiti, anderthalb Jahre nach dem verheerenden Beben, das auch einen Großteil der Schulen zerstört hatte. Durch die gemeinsamen Anstrengungen von Haitis Staat und Bevölkerung, Nichtregierungsorganisationen sowie internationaler Staatengemeinschaft bekommen fast genauso viele Kinder Unterricht wie vor der Katastrophe. „Zwar sind noch längst nicht alle Schulen wieder aufgebaut", so Jean-Baptiste, „doch das Netz von Übergangsschulen ist so dicht, dass sich der chronische Bildungsnotstand im Land nicht verschärft."

Mit 28 Projekten begleitet die Kindernothilfe 11.000 haitianische Kinder in eine bessere Zukunft. „Viele unserer Kinderzentren, in denen Mädchen und Jungen seit dem Beben Schutz, Essen und Unterricht bekommen, werden wir langfristig in Schulen umwandeln", erklärt der Direktor der Kindernothilfe Haiti. Zudem baut das Hilfswerk neun zerstörte Schulen wieder auf. Die erste ist bereits fertig gestellt, die größte wird 1.500 Mädchen und Jungen Platz zum Lernen geben.

Der gesamte Wiederaufbau in Haiti ist weiterhin enorm schwierig, daran konnte auch der Regierungswechsel nicht viel ändern. „Der neue Präsident Michel Martelly hat zwar den Rückhalt der Bevölkerungsmehrheit, bekommt aber leider kaum Unterstützung aus politischen Kreisen - denn er ist parteilos angetreten", sagt Jean-Baptiste. „Das kann zu weiteren Verzögerungen im Wiederaufbau führen." Ein Großprojekt der Kindernothilfe steht derweil kurz vor dem Baubeginn. Jean-Baptiste: „Die Schule der Ordenschwestern Petites Soeurs für 1.200 Kinder wird von einer haitianischen Baufirma errichtet - das ist uns wichtig, um auch die lokale Wirtschaft anzukurbeln."

Die Kindernothilfe ist seit 30 Jahren als Organisation für Entwicklungszusammenarbeit in Haiti tätig. Im Zusammenhang mit der Erdbebenkatastrophe hat das Hilfswerk 15,14 Millionen Euro erhalten, von denen bislang 10 Millionen Euro ausgegeben und verplant sind.

Kontakt:
Angelika Böhling
Pressesprecherin Kindernothilfe e.V.

Tel.: +49. 203. 7789-230
Mobil:+49.178.880.8013
Angelika.Boehling@knh.de

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