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Flüchtlingskinder im Kindernothilfe-Projekt (Quelle: Jakob Studnar)

Kindernothilfe bietet Schulungen in Deutschland an

Geflüchtete Kinder besser in den Blick nehmen

(Duisburg, 19.06.2017) Kinder und Jugendliche, die auch in diesen Wochen weiterhin zu Tausenden vor allem aus dem Nahen Osten und Afrika nach Deutschland flüchten, brauchen einen besseren Schutz und weitaus mehr Unterstützung. Darauf weist die Kindernothilfe als inter-national tätiges Kinderrechtswerk aus Anlass des Weltflüchtlingstags (20. Juni) hin. Um Ehrenamtliche und Hauptamtliche, die sich in der Arbeit mit Geflüchteten engagieren, besser auf ihre Aufgaben vorzubereiten, bietet die Kindernothilfe Kindesschutz-Schulungen für Organisationen und Institutionen an.

 „Mädchen und Jungen, die als Geflüchtete zu uns kommen, haben meist extrem dramatische Erfahrungen gemacht und sind besonders verletzlich“, sagt Jörg Lichtenberg, Initiator und Leiter des bundesweiten Trainingsangebots. „Mit unseren Schulungen wollen wir die Helfer für die besondere Situation von geflüchteten Kindern sensibilisieren“, so Lichtenberg. Das finde zurzeit noch viel zu selten und leider nicht flächendeckend statt. „Dabei wäre der richtige Umgang mit Traumatisierungen und kulturellen Unterschieden eigentlich unabdingbar“, meint der Kindesschutz-Experte.

 Das Schulungskonzept der Kindernothilfe – die weltweit Projekte zur Verwirklichung der Kinderrechtskonvention fördert – stärkt die Kompetenzen für die Arbeit mit geflüchteten Minderjährigen, gerade mit Blick auf Misshandlungen, Missbrauch und traumatischen Störungen. In ein- bis dreitägigen Veranstaltungen klären die Coaches auf und stärken das Wissen für einen angemessenen Umgang mit den betroffenen Mädchen und Jungen. „Die vielen Erfahrung aus unseren Projekten wollen wir auch an Helferinnen und Helfer in Deutschland weitergeben“, erläutert Lichtenberg das Engagement der Kindernothilfe hierzulande. Bei den interkulturellen Unterschieden im Verständnis von Kindheit kann die Kindernothilfe ebenso auf ihre Erfahrungen in den Auslandsprojekten zurückgreifen, wie beispielsweise bei der Arbeit mit syrischen Geflüchteten im Libanon. Auch dort werden die Mitarbeitenden mit Blick auf das Kindeswohl intensiv geschult. Jörg Lichtenberg: „Erwachsene, die in Deutschland mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen arbeiten, müssten eigentlich immer auch angemessene Verhaltensgrundsätze und verschiedenste Präventivmaßnahmen kennen.“

Bei Interesse an den Schulungsmodulen, die gerne individuell an die jeweiligen Bedürfnisse der Organisationen und Institutionen angepasst werden, können sich Interessierte an die Kindernothilfe wenden.

Kontakt:
Christian Herrmanny, stellv. Pressesprecher
Christian.Herrmanny@Kindernothilfe.deTel. 0203.7789-242; mobil 0178.2329667