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Kindernothilfe startet Nothilfe für verfolgte Rohingya-Familien und stellt 250.000 Euro bereit

(Duisburg, 30.10.2017) Die Kindernothilfe unterstützt die geflüchteten Rohingya-Familien im Süden von Bangladesch mit zunächst 250.000 Euro. „Viele geflüchtete Familien kommen inzwischen nicht mehr in den Camps unter, sondern errichten Unterkünfte dort, wo es vorübergehend möglich ist“, so Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. „Vor allem die Kinder brauchen sauberes Trinkwasser, Nahrung, Hygieneartikel und medizinische Versorgung.“

Unter den mehr als eine halbe Million Geflüchteten, die der Gewalt und dem Terror in Myanmar entkommen konnten, befinden sich schätzungsweise 60 Prozent Kinder und Jugendliche. Die Jungen und Mädchen sind teils schwer traumatisiert, viele haben brutale Gewalttaten miterlebt. Den Geflüchteten fehlt es an psychologischer Betreuung, an Nahrungsmitteln und sanitären Einrichtungen, für die die Kindernothilfe mit zwei lokalen Partnerorganisationen im Süden Bangladeschs sorgen will. Neben mehreren Kinderzentren, in denen die Mädchen und Jungen psychosozial betreut werden, werden auch Latrinen und Waschplätze gebaut.

Die verfolgten Rohingya erfahren im überforderten und bitterarmen Bangladesch wenig Unterstützung. Die Zustände in den Flüchtlingslagern gelten als chaotisch: Es drohen Cholera und andere Infektionen. „Vor allem die Situation der unbegleiteten Kinder sorgt uns sehr“, so Katrin Weidemann am Montag in Duisburg. „Hier setzt unsere Unterstützung zuerst an – bei den verwundbarsten Mädchen und Jungen.“ Die Kindernothilfe bittet für die Soforthilfemaßnahmen um Spenden.

Konto:
Kindernothilfe e.V.
Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank)
Stichwort: Rohingya
IBAN: DE92 350 60 190 0000 45 45 40

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert 741 Projekte und leistet Humanitäre Hilfe. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe fast zwei Millionen Kinder und ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 31 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa, um ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Kontakt:
Christian Herrmanny, stellv. Pressesprecher
Christian.Herrmanny@Kindernothilfe.de
Telefon: 0203.7789-242; mobil: 0178.2329667