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Traurige syrische Flüchtlingskinder. (Quelle: Jakob Studnar)

Siebter Jahrestag des Bürgerkrieges in Syrien

Kindernothilfe prangert Krieg gegen Kinder an

(Duisburg, 14.03.2017) Die Kindernothilfe warnt davor, dass sich die Weltöffentlichkeit an massive Kindesrechtsverletzungen wie in Syrien gewöhnt: Seit inzwischen sieben Jahren tobt dort ein äußerst brutaler Bürgerkrieg. Hunderttausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben ihr Leben verloren, Millionen Menschen sind auf der Flucht oder auf Hilfe von außen angewiesen. „Wir dürfen vor Tod und Leid nicht die Augen verschließen und müssen in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen auch weiterhin Druck auf die Politik ausüben, damit das Sterben und Leiden aufhört“, so Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe.

Die verschiedenen Konfliktparteien in Syrien missachten ganz offensichtlich das Völkerrecht, das die am meisten verwundbaren Bevölkerungsgruppen schützen soll: Kinder werden als menschliche Schutzschilde eingesetzt, Schulen und Krankenhäuser werden gezielt angegriffen, Mädchen und Jungen sind häufig schwer traumatisiert. „Dieser grauenhafte Krieg verstößt seit nunmehr sieben Jahren gegen jede internationale Konvention“, so Katrin Weidemann. „Er verletzt das elementarste Recht jedes Menschen auf ein Leben in Sicherheit.“ Bislang haben die Bemühungen auf politischer Ebene nicht zum gewünschten Ende der Kriegshandlungen geführt. „Als Zivilgesellschaft müssen wir den Druck auf die politisch Verantwortlichen noch mehr verstärken. Wir können nicht akzeptieren, dass Kinder durch Angriffe und aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung Hunger leiden oder sogar sterben“, macht Katrin Weidemann klar.

Kinder, die mit Kriegserfahrungen aufgewachsen sind und oft keine formalen Bildungsmöglichkeiten haben, bilden die Zukunft des arabischen Landes. „Wir dürfen diese Generation mit ihren schrecklichen Erlebnissen nicht allein lassen und aufgeben“, fordert Katrin Weidemann. Im Libanon fördert die Kindernothilfe Bildungsangebote für geflüchtete syrische Kinder: Um die durch den Syrienkonflikt entstandenen Bildungslücken aufzufangen, finanziert das Kinderrechtswerk aus Deutschland Projekte von der frühkindlichen Bildung über Schulen bis hin zur beruflichen Bildung.

Kontakt:
Christian Herrmanny, stellv. Pressesprecher
Christian.Herrmanny@Kindernothilfe.de
Telefon: 0203.7789-242; mobil: 0178.2329667