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Kindernothilfe-Partner verteilt Hilfsgüter nach Taifun Haiyan auf den Philippinen. (Quelle: Jakob Studnar)
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19.8.2018: Internationaler Tag der Humanitären Hilfe

Brief der Unterzeichner der Charter 4 Change

Wie der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, erklärt, soll dieser Tag den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zivilgesellschaft, der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, der Vereinten Nationen und der Regierungen gewidmet sein, die ihr Leben dafür riskieren, humanitäre Unterstützung und Schutz zu leisten.

Leider müssen wir feststellen, dass der Respekt für das Humanitäre Völkerrecht weiter abnimmt, und somit auch die Sicherheit für Helferinnen und Helfer immer mehr gefährdet ist. Allein in 2017 wurden 313 Helferinnen und Helfer bei ihrem Einsatz Opfer von gewalttätigen Angriffen, darunter 154 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einheimischer humanitärer Organisationen – berücksichtigt man zusätzlich das einheimische Personal internationaler Organisationen, steigt diese Zahl noch einmal.

Die Einschränkung der Handlungsfreiheit, die humanitäre Helferinnen und Helfer täglich durch Gewalt erleben, ist Zeichen einer negativen Entwicklung für die gesamte Zivilgesellschaft und für alle, die einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass weltweit alle Menschen in Würde leben können und kein Mensch zurückgelassen wird.

Wenn wir als internationale Organisationen in der Charter for Change die lokale Zivilgesellschaft bei der Übernahme von mehr Verantwortung unterstützen, dann müssen wir uns ihrer besonderen Sicherheitsrisiken bewusst sein. Wir müssen deshalb konsequent zu ihrem Schutz beitragen und uns auch gegenüber anderen dafür einsetzen. Aus diesem Grund wollen wir als Unterzeichner der Charter for Change diesen Tag dazu nutzen,

  • alle Konfliktparteien dazu aufzurufen, ihre Verpflichtungen im Rahmen des Humanitären Völkerrechts einzuhalten, und einen sicheren und ungehinderten Zugang für alle humanitären Helferinnen und Helfer zu den Menschen, die auf humanitären Schutz und Unterstützung angewiesen sind, zu gewährleisten;
  • alle relevanten Akteure für fortlaufende Anstrengungen zur Unterstützung, Stärkung, Umsetzung und Durchsetzung des Schutzes aller humanitären Helferinnen und Helfer aufzurufen;
  • Regierungen dazu zu drängen, mehr dafür zu tun, Einzelpersonen oder Gruppen, die humanitäre Helferinnen und Helfer einschüchtern, bedrohen oder Gewalt auf sie ausüben, zur Rechenschaft zu ziehen;
  • Geber dazu aufzurufen, mehr finanzielle Mittel zur Förderung der Sicherheitskapazitäten von lokalen und nationalen Akteuren in gefährlichen Gebieten bereitzustellen.

Wir hoffen auf den Tag, an dem wir keine weiteren humanitären Helferinnen und Helfer in den Kreis derer aufnehmen müssen, die ihr Leben für ihren Einsatz in der Humanitären Hilfe gegeben haben.

Die Unterzeichner der Charter for Change, 16 August 2018, repräsentiert in Deutschland durch:

Charta for Chance - Mitgliedsorganisationen