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25 Jahre Kinderrechte (Quelle: Ralf Krämer)

Kinder, lasst uns feiern:
25 Jahre Kinderrechte

Von Josephine Herschel

Die Kinderrechtskonvention wurde am 20. November vor 25 Jahren verabschiedet – viel hat sie schon bewirkt, um Kindern weltweit ein besseres Leben zu ermöglichen. Bis zur konsequenten Umsetzung ist es aber noch ein weiter Weg.

Das wollen wir mit allen Kleinen weltweit und Aktionen in Deutschland ganz groß feiern: Vor 25 Jahren hat die Weltgemeinschaft sich darauf geeinigt, was Kinder benötigen, um ein gutes Leben aufbauen zu können. Bildung, gewaltfreie Erziehung, Freizeit gehören dazu und noch vieles, vieles Weitere, das sie schützt, stärkt und beteiligt. Und mehr noch: Alle Kinder haben ein Recht darauf, überall und auf alle Zeit. Das haben die Vereinten Nationen am 20. November 1989 mit ihrer Kinderrechtskonvention festgeschrieben, und 193 Staaten der Welt haben sich verpflichtet, die Rechte umzusetzen – also alle Länder der Welt, bis auf die USA, Somalia und Südsudan.

Weltweit müssen die selben Kinderrechte gelten

WAZ Weihnachtsreise 2010 Kooperation KNH - WAZ in Malawi (Quelle: Strauch, Bastian)
Kinder in Malawi haben das Recht auf Freizeit - genau wie alle anderen Jungen und Mädchen.

Vor 1989 wurde die Frage nach dem Wohl des Kindes, nach seinem besonderen Status, weltweit noch sehr unterschiedlich beantwortet und rechtlich bewertet – je nachdem, ob man sie etwa in einem Dorf in Malawi, einer Megametropole Asiens oder im Westerwald gestellt hat. Und das war ein großes Problem: Mancherorts ließ die große Armut vieler Familien etwa Kinderarbeit als selbstverständlich und sozial akzeptabel erscheinen, und in Gesellschaften mit hohem Gewaltpotenzial litten Kinder als schwächste Glieder am meisten und wurden nicht auf besondere Weise vom Staat geschützt.

Die Kinderrechtskonvention ist in den vergangenen 25 Jahren zu einem starken völkerrechtlichen Rahmen geworden, um die Lebenssituation von Jungen und Mädchen weltweit zu verbessern. Und vieles hat sie auch bereits bewirkt: etwa, dass eklatante Rechtverletzungen wie der Einsatz von Kindersoldaten weltweit gesellschaftlich geächtet und rechtlich verfolgt werden. Bis zur konsequenten Verwirklichung und Wahrung der Kinderrechte ist es aber noch ein weiter Weg: Immer noch leben eine Milliarde Mädchen und Jungen in Armut. Mehr als 171 Millionen werden ausgebeutet, über 200.000 in Kriegen und Konflikten eingesetzt.

Und während einige Rechte für Kinder an einem Ende der Welt als selbstverständlich erscheinen, sind sie für Kinder am anderen Ende der Welt kaum greifbar: „Bei dem Recht auf Bildung geht es darum, was ich jeden Tag in der Schule machen kann“, beschreibt etwa Tim aus Duisburg. „Dass ich da Lesen und Schreiben lernen kann. Und Rechnen.“ Für viele andere Kinder, etwa in Peru, Indonesien oder Äthiopien, ist Bildung etwas, für das sie kämpfen müssen. Denn sie müssen stattdessen zum Beispiel arbeiten, damit ihre Familie überleben kann.

Angelika Böhling spricht mit philipinischen Mädchen.  (Quelle: Jakob Studnar)
Mit unseren Partnern setzten wir uns weltweit für die Umsetzung der Kinderrechte ein.

Die Kindernothilfe hat es sich mit ihren Projekten zur Aufgabe gemacht, die Umsetzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen weltweit mit voranzutreiben. Für die Verwirklichung von Kinderrechten beseitigen wir mit unseren lokalen Partnerorganisationen nicht nur akute Kinderrechtsverletzungen wie etwa Missbrauch. Wir wirken auch auf die gesellschaftlichen und politischen Strukturen ein, damit diese langfristig gerechter werden und die Menschen und Institutionen Kinderrechte wahren und verwirklichen.

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Kinder als die schutzbedürftigsten Mitglieder der Gesellschaft müssen mit allen verfügbaren Mitteln in der Ausübung ihrer Rechte gestärkt werden.

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Die Kinderrechtskonvention wurde vor 25 Jahren verabschiedet – viel hat sie erreicht, bis zur konsequenten Umsetzung ist es aber noch ein weiter Weg. Helfen Sie mit, damit Kinderrechte Wirklichkeit werden.

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