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35 Jahren: Lehrerin fördert Bildung weltweit

Bildung war für Ulrike Becher-Sauerbrey immer ein Herzensanliegen. Die Lehrerin am Gymnasium Marienstatt engagierte sich fast 35 Jahre lang im Kindernothilfe-Patenschaftsteam ihrer Schule, damit Kinder in armen Ländern eine Chance bekommen. Im Juli ging sie in den Ruhestand.

Die Lehrerin zeigt zwei Kindern und ihrer Mutter etwas vom Basar. (Quelle: privat)
Die Lehrerin bestückte die Schulbasare auch mit vielen Reiseandenken.

Mit einer Postkarte des Schülersprechers begann im Juli 1979 die Zusammenarbeit des Gymnasiums Marienstatt mit der Kindernothilfe. Damals übernahm die Schülervertretung vier Patenschaften. Schon bald holten die Schüler Ulrike Becher-Sauerbrey, Lehrerin für Chemie und Erdkunde und später auch Oberstufenleiterin, mit ins Boot. Gemeinsam koordinierten sie den reibungslosen Verlauf der Patenschaften, organisierten Basare und Benefizkonzerte, um die monatlichen Beträge zusammenzubekommen. Unzählige Stunden ihrer freien Zeit stellte Ulrike Becher-Sauerbrey in den Dienst der guten Sache. Zusammen mit den Schülern baute sie die Zahl der Patenkinder auf 22 aus, so dass heute jede Klasse, jede Jahrgangsstufe und das Lehrerkollegium ein Patenkind unterstützen.

Die Lehrerin überricht dem indischen Patenkind ihrer Klasse Geschenke und Briefe. (Quelle: privat)
Ulrike Becher-Sauerbrey besucht auf ihren Reisen auch Patenkinder der Schule.
Lehrerin Ulrike Becher-Sauerbrey in Äthiopien (Quelle: privat)
Von ihren Reisen bringt sie schöne Verkaufsgegenstände fürie Schulbasare mit.

Ein Hobby der engagierten Lehrerin ist das Reisen, und so besuchte sie mit ihrem Mann auch einige der Schulpatenkinder in Indien, Brasilien und Äthiopien. Von dem 19-jährigen Tedla aus Äthiopien zum Beispiel brachte sie die Nachricht mit, dass er wegen seiner hervorragenden Noten nach dem Schulabschluss im nächsten Jahr ein Medizinstudium beginnen kann. Er dankte den Marienstättern für die Unterstützung, ohne die er diese Chance nie bekommen hätte.

Am 25. Juli 2014 hatte sie ihren letzten Schultag als Lehrerin. „Das Kindernothilfe-Motto ‚Gemeinsam wirken‘ war auch das Motto von Ulrike Becher-Sauerbreys außerordentlichem Einsatz für Kinder und Jugendliche – in Marienstatt und weit darüber hinaus“, sagte Schulleiter Pater Jakob Schwinde bei ihrer Verabschiedung. Sie mobilisierte Schüler für die Kampagnen wie die Action!Kidz oder Deine Stimme gegen Armut. Für das Aktionsbündnis gegen Aids sammelte sie mit den Schülern Unterschriften, organisierte Graffiti-Aktionen oder schockte mit einem Flashmob zum Thema Armut Passanten in der Innenstadt.

Das Kindernothilfe-Engagement vertraute sie ihrer Nachfolgerin Hannelore Thomas an. Allerdings kann sich niemand am Gymnasium Marienstatt vorstellen, dass die 61-Jährige die Hände in den Schoß legen wird. Auch in Zukunft wird sie auf ihren Reisen Schulpatenkinder besuchen und attraktive Artikel beschaffen, die auf den von ihr auch weiterhin veranstalteten Schulbasaren zugunsten der Patenkinder verkauft werden.

Die Kindernothilfe dankt Frau Becher-Sauerbrey für die großartige Unterstützung. Das Erich-Kästner-Zitat aus ihrer letzten Abiturrede bringt ihre Motivation auf den Punkt: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

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