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Eine Frauen-Selbsthilfegruppe in Äthiopien. (Quelle: Antje Weber)

„Menschen helfen, sich selbst zu helfen“ - die Manfred Lautenschläger-Stiftung 

Dr. h.c. Manfred Lautenschläger, Gründer des Finanzdienstleisters MLP AG, engagiert sich seit 2002 mit seiner Stiftung für die Verbesserung der Lebensumstände von Menschen und für eine bessere Gesellschaft durch Wissenschaft und Innovation. Insbesondere setzt sich die Stiftung für die Verständigung zwischen Völkern, die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen und den Forschungsstandort Deutschland ein. Der Stifter möchte etwas bewegen: Voraussetzungen für positive Veränderungen schaffen. Und zwar getreu seiner persönlichen Werte: Ehrlichkeit, Menschlichkeit, Freiheit, Anständigkeit und Solidarität. Derzeit unterstützt die Stiftung zusammen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein Selbsthilfegruppen-Projekt der Kindernothilfe in Äthiopien.

 

Welche Themen und Schwerpunkte liegen Ihnen bei der Stiftungsarbeit besonders am Herzen – derzeit und in Zukunft?

Meine Stiftung ist sehr breit aufgestellt. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen liegt mir ganz besonders am Herzen. Einen Schwerpunkt bildet die Völkerverständigung. Ich unterstütze zum Beispiel die vergessene verfolgte Minderheit der Sinti und Roma, habe auf der Krim ein Haus für ehemalige Zwangsarbeiterinnen gebaut, die als Kinder von den Nazis nach Deutschland deportiert wurden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung der Wissenschaft. Hier kooperiere ich sehr eng mit dem Universitätsklinikum Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum, wo ich einige sehr vielversprechende Projekte unterstütze.

Ich unterstütze zudem Initiativen im sportlichen Sektor, wie die Ballschule der Universität Heidelberg oder „Schwimmfix“ – Schwimmen lernen für Zweitklässler, aber auch Initiativen wie die Stiftung Lesen, um Kinder weg vom Computer hin zu sportlicher Betätigung oder zum Lesen zu bringen. Letztendlich kooperiere ich im Bildungsbereich auch mit der Kindernothilfe.

Dr. hc. Manfred Lautenschläger
Dr. h.c. Manfred Lautenschläger

Gibt es Erfolgsgeschichten aus Ihrer Stiftungsarbeit, die Sie persönlich bewegen?

Um an obige Antwort anzuschließen: Mit der Kindernothilfe gemeinsam konnten in Äthiopien 80 neue Schulen gebaut werden, wobei unter Schulgebäuden Hütten zu verstehen sind, die aber durchaus ihren Zweck erfüllen. In den letzten acht Jahren wurden 30.000 Schüler gewonnen, die von 200 Lehrern unterrichtet werden. Dies ist in einem Land wie Äthiopien, das zu den ärmsten der Welt gehört, sicherlich ein ganz wichtiger Aspekt, nämlich Kindern zu Bildung und damit zu einer besseren Zukunft zu verhelfen.

Was überzeugt Sie am Selbsthilfegruppen-Ansatz der Kindernothilfe, der dem von Ihrer Stiftung geförderten Projekt zur Stärkung der Selbsthilfefähigkeiten in von Dürre betroffenen Gemeinden in Äthiopien zugrunde liegt?

Aufgrund der guten Erfahrungen mit der Kindernothilfe war ich sehr offen dafür, dieses neue Projekt zu fördern. Es war schon immer meine Überzeugung, dass Entwicklungszusammenarbeit nicht mit Geldern, die oft genug in den falschen Kanälen versiegen, gestaltet werden soll. Man sollte vielmehr die Selbsthilfekräfte der Menschen fördern. Ich bin sicher, dass dies mit diesem Projekt gelingen kann.

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