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Ehemaliges Patenkind und ehemalige Patin. (Quelle: Bastian Strauch)

Wie oft wird aus Patenschaft Freundschaft?

Vor 38 Jahren übernahm Lisa Dobrin eine Patenschaft für den damals 13-jährigen Jesudoss Manalan aus Indien. Kürzlich trafen sich beiden in unserer Geschäftstelle und berichteten, was aus ihnen und der Patenschaft wurde – nämlich eine enge Freundschaft. Etliche Male besuchten sie sich gegenseitig, beim letzten Mal hatte Dobrin die Ehre, dem neuen Haus von Manalan einen Namen zu geben.

Herr Heidchen, wie häufig kommt es vor, dass Patenschaft zur richtigen Freundschaft wird?

Porträt Gerd Heidchen. (Quelle: Jakob Studnar)
Gerd Heidchen, Leiter des Spenderservice

Eine Geschichte wie die von Lisa Dobrin und Jesudoss Manalan ist natürlich wunderschön. Und wir freuen uns, dass eine Patenschaft der Kindernothilfe sogar zu so einer engen Bindung zwischen Menschen führen kann, die sich vielleicht ansonsten nie im Leben kennengelernt hätten. Diese Fälle sind aber eine große Ausnahme.


Finden Sie es bedauerlich, dass so etwas nicht häufiger geschieht?

Ganz und gar nicht! Eine Patenschaft birgt so viele weitere wertvolle und wichtige Potenziale für beide Seiten.

Welche zum Beispiel?

Das Wichtigste ist und bleibt natürlich: dass das Patenkind und sein ganzes Umfeld durch die Förderung die Möglichkeit bekommen, Wege aus der Armut und vielen weiteren Problemen zu finden und ein Leben in Würde aufzubauen. Und der Pate erlebt auf der anderen Seite, wie das genau passiert. Durch Berichte und Briefe erfährt er, wie seine Unterstützung konkret die Lebensbedingungen für ein bestimmtes Kind verbessert und zudem langfristig und in der Breite wirkt.

Und wie verbindet eine Patenschaft noch darüber hinaus?

Das Patenkind hat plötzlich eine Bezugsperson in einer bislang fremden Welt. Dass da jemand ist, der so weit weg ist, aber dennoch an einen denkt und einen unterstützt – das gibt vielen Kindern große Kraft und Selbstbewusstsein. Und sie lernen schon früh über den Tellerrand ihrer eigenen Welt hinauszublicken, was auch sehr wichtig für die Entwicklung ist.

Und für den Paten?

Auch für ihn füllt sich eine fremde Welt mit einem konkreten Gesicht, einem ganz konkreten Leben und einer ganz konkreten Entwicklung. Viele Paten sagen uns, dass sie nun zum Beispiel Nachrichten oder Reportagen über die Lage in Entwicklungsländer ganz anders wahrnehmen. Und genau das ist ganz wichtig in der sich immer weiter globalisierenden Welt. Denn viele Probleme haben globale Ursachen und können nur global gelöst werden. Und die wichtigste Grundlage, damit das funktionieren kann, ist globales Bewusstsein und globale Empathie. Und genau die, so hat uns Frau Dobrin gesagt, machen ihr Leben so reichhaltig.

Werden Sie Pate!

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Mit der Übernahme einer Kinder- oder Projektpatenschaft tragen Sie dazu bei, dass Kinder zu ihrem Recht auf Schutz, Geborgenheit und ausreichende Versorgung kommen.

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Unsere Projekte und Länder im Überblick

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Derzeit fördern wir 1,5 Millionen Kinder in 29 Ländern. Hier finden Sie eine Auswahl unserer Projekte.

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Wie wir helfen

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Alle unsere Projekte führen wir mit einheimischen Partnern durch. Christliche Nächstenliebe und Kinderrechte sind die Grundlagen unserer Arbeit, Hilfe zur Selbsthilfe und Partizipation die leitenden Prinzipien.

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