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Äthiopien: Starke Mütter, starke Kinder. Quelle: Frank Peterschröder

Geldauflagen sinnvoll einsetzen:
Starke Mütter, starke Kinder

Selbsthilfe statt Almosen: Nach diesem Prinzip stärkt die Kindernothilfe seit 2002 Mütter und ihre Kinder in Afrika. Die Idee: Die Frauen schließen sich zusammen, um sich gemeinsam eine bessere Existenzgrundlage zu schaffen. Mittlerweile profitieren mehr als 1,3 Millionen Kinder von den erfolgreichen Selbsthilfegruppen. Bitte unterstützen Sie unsere so wichtige Arbeit mit Zuweisung einer Geldauflage.

Kampf ums Überleben

Eine gesunde Ernährung, Bildung, medizinische Versorgung: Für die elfjährige Elena aus Kenia war all das lange nur ein Traum. Weil ihre Mutter Eunice kein Geld hatte, lebte das Mädchen in bitterer Armut: kaum etwas zu essen, Lumpen am Leib, ein Bett auf dem blanken Fußboden. Tagsüber kümmerte sich Elena um Haushalt und Geschwister. Eunice lebte mit ihren Kindern von der Hand in den Mund, jeden Tag kämpften sie aufs Neue ums Überleben.

Selbsthilfegruppe bei der Geldverabe. Quelle: Kindernothilfe
Eine Selbsthilfegruppe bei der Arbeit.Quelle: Kindernothilfe.

Gemeinschaft erfahren

Eines Tages lud eine Partnerorganisation der Kindernothilfe Eunice ein, Mitglied einer neuen Selbsthilfegruppe zu werden. So schloss sich Eunice mit anderen Frauen aus ihrem Dorf zusammen. Alle waren in einer ganz ähnlichen, aussichtslosen Situation: Sie gehörten zu den Ärmsten der Armen und lebten als alleinstehende Witwen, Alleinerziehende, ungewollt Schwangere oder HIV-Positive, unbeachtet am Rand ihrer Dorfgemeinschaft. Niemand schenkte ihnen und ihren Nöten Gehör. In der Gruppe erfuhren sie nun zum ersten Mal Gemeinschaft und spürten, dass sie mit ihren Nöten nicht allein sind.

Eintrittskarte in eine bessere Zukunft

Gemeinsam fingen sie an, Kapital aufzubauen. Das Prinzip ist einfach: Jede Frau spart und liefert regelmäßig einen kleinen Geldbetrag an die Gruppe. Dieser Prozess wird anfangs durch die Kindernothilfe begleitet. Ist der angesparte Betrag groß genug, entscheidet die Gruppe eigenständig, was sie mit dem Geld macht. Im ersten Schritt nutzten und die anderen Frauen es, um beispielsweise einen großen Kochtopf und Aluminiumgeschirr anzuschaffen, das sie für Feste vermieteten. Von den Erlösen konnten sie Schuluniformen für ihre Kinder kaufen und ihnen so den Schulbesuch ermöglichen – für die Kinder die Eintrittskarte in eine bessere Zukunft.

Mädchen aus Äthiopien beim Hände waschen. Quelle: Dietmar Roller
Mädchen beim Händewaschen. Quelle: Kindernothilfe

Den Kindern geht es viel besser

Eunice und ihre Selbsthilfegruppe haben auch dafür gesorgt, dass einmal im Monat ein Arzt und eine Krankenschwester in das Dorf kommen – so hat Elena wichtige Impfungen erhalten. Von der kleinen Krankenstation profitieren aber alle im Dorf: „Es war wichtig, die medizinische Versorgung näher zu den Menschen zu bringen. Vorher mussten alle weit laufen bis zur Klinik“, erzählt Eunice. „Das war besonders für die Kinder und die schwangeren Frauen sehr anstrengend. Jetzt werden die Kranken an einem Tag im Monat hier behandelt. Vielen Kindern im Dorf geht es jetzt besser.“

Politisch wirken

Auch in Zukunft will Eunice sich mit ihrer Gruppe politisch engagieren. Durch die Unterstützung der Kindernothilfe wollen sie sich mit anderen Selbsthilfegruppen in ihrer Region vernetzen. Gemeinsam werden sie ausreichend Geld und Ressourcen mobilisieren, um auch größere Missstände zu lösen, zum Beispiel die schlechte Wasserversorgung für die gesamte Region verbessern. Elena hat die positive Kraft der Selbsthilfegruppe bereits zu spüren bekommen. Sie kann inzwischen endlich Kind sein. „Ich habe jetzt genug zu essen und sogar ein Bett zum Schlafen, wie die anderen Kinder. Ich bin jetzt sehr glücklich.“

* Namen geändert

Hilfe zur Selbsthilfe

„Die Frauen bekommen Wissen, mit dem sie sich eigenständig aus größter Armut befreien, ihren Kindern ein besseres Leben ermöglichen und die Entwicklung ganzer Regionen vorantreiben.“

Gudrun Steiner, Referentin Selbsthilfegruppen-Programm der Kindernothilfe

Bitte stärken Sie unsere Projektarbeit mit Zuweisung einer Geldauflage. Herzlichen Dank.

Unser separates Konto für Geldauflagen (Postbank Essen):

  • IBAN: DE60 3601 0043 0001 9204 32

 

Mit eigenen Augen

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Die freie Autorin Kirsten Milhahn ist in Kenia unterwegs und will wissen: Wie funktioniert eigentlich Hilfe zur Selbsthilfe genau, wie wirkt sie, was sind die Herausforderungen? In ihrem Blog gibt sie die Antworten.

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