Suche
Jetzt spenden Pate werden
Straßenkinder auf einer Mauer. Quelle: Roland Brockmann

Geldauflagen sinnvoll einsetzen:
Straßenkinder schützen und stärken

Millionenfach zieht es Kinder vom Land in die großen Städte, wo sie auf ein besseres Leben hoffen. Manche laufen von zu Hause weg, weil ihnen Schlimmes angetan wurde, andere werden von ihren Eltern in die Stadt geschickt, um Geld zu verdienen. Doch ihre Hoffnungen werden häufig bitter enttäuscht – wie bei den Straßenkindern in Nairobi. Bitte unterstützen Sie unsere so wichtige Arbeit mit Zuweisung einer Geldauflage.

»Wenn ich Kleber geschnüffelt hatte, spürte ich nichts. Selbst wenn ich geschlagen wurde, spürte ich nichts.« Titus, 8 Jahre, über seine Zeit auf der Straße in Nairobi, Kenia.

Überlebenskampf in der Großstadt

Titus war eines von schätzungsweise 70.000 Straßenkindern in Nairobi. Dort wurde er oft geschlagen und schnüffelte Klebstoff, um die Hölle in den Straßen der Großstadt zu vergessen. Die kenianische Hauptstadt steht für Aufschwung und Wohlstand. Bettelnde, zerlumpte Straßenkinder passen da nicht ins Bild. Die Polizei ist angehalten, sie zu vertreiben – notfalls mit Gewalt.

Das Leben auf der Straße ist hart. Straßenjunge in Nairobi (Quelle: Roland Brockmann)
Das Leben auf der Straße ist hart. Straßenjunge in Nairobi.

Aber Polizisten sind nicht die einzige Bedrohung für Straßenkinder. Passanten lassen ihren Frust an ihnen aus, für Sexualstraftäter sind sie leichte Opfer, ebenso wie für Kinderhändler, die sie in Bordelle verschleppen. Wen kümmert schon, was mit einem Straßenkind passiert?

Ständige Begleiter: Klebstoff, Hunger, Angst

Der Hunger ist das größte Problem. Das Leben auf der Straße ist ein täglicher Überlebenskampf. Mit Betteln, Müllsammeln oder dem Waschen von Autoscheiben im Verkehr versuchen die Kinder, ein bisschen Geld zu verdienen. Wenn es nicht zum Überleben reicht, stehlen sie, um an etwas zu essen zu kommen. Jeder Tag dreht sich um Hunger, Betteln, Einsamkeit und die Angst vor Gewalt.

Als Ausweg sehen viele nur eines: das Schnüffeln von Klebstoff. Kleber ist die billigste Droge, die es auf der Straße gibt, und extrem schädlich. Das Einatmen der giftigen Dämpfe betäubt Hunger und Traurigkeit – und zerstört Lungen und Gehirn. Der gesundheitliche Zustand vieler Straßenkinder ist erschreckend.

Nairobi: Kinder auf der Straße mit einem Streetworker im Gespräch (Quelle: Roland Brockmann)
Straßenjungen in Nairobi mit einem Streetworker im Gespräch.

Kindernothilfe vor Ort

Wir engagieren uns im Rahmen unserer aktuellen Kampagne „Das Leben in der Stadt ist kein Kinderspiel“ für die vielen Kinder in den Großstädten der Entwicklungsländer und verbessern die  höllischen Lebensbedingungen. In Schutzhäusern finden die Kinder eine Umgebung, in der sie sich geborgen fühlen, spielen können, Mahlzeiten erhalten und medizinisch und psychologisch betreut werden. So vielen Kindern wie möglich wird eine Schulbildung zugänglich gemacht. Gleichzeitig bauen wir unsere Arbeit im Umland der Städte aus. Menschen werden über die Gefahren aufgeklärt, die sie in der Stadt erwarten. Am wichtigsten ist es, die Lebensbedingungen auf dem Land zu verbessern, damit nicht noch mehr Kinder den riskanten Weg Richtung Großstadt einschlagen. Mithilfe von landwirtschaftlichen Projekten und durch den Aufbau von Selbsthilfegruppen kann das Einkommen der Menschen verbessert werden.

Resozialisieren in mehreren Stufen

Titus fand Hilfe im Schutzhaus unsere Partners KWETU („Unser Zuhause“, Projekt Nr. 65131). Das Zentrum ist eine Anlaufstelle für Straßenjungen:

  • Sie erhalten Mahlzeiten, Hygieneartikel, Schlafplätze und werden ärztlich untersucht.
  • Ziel ist es, die Jungen langfristig von der Straße zu holen. Nicht immer leicht, denn die Straße übt einen Sog auf die Kinder aus. Über ein mehrstufiges Resozialisierungsprogramm werden werden sie ganz langsam vom Leben auf der Straße entwöhnt.

Aus der Hölle ins Leben

Sobald die Jungen stabil genug sind, ziehen sie ins Rehabilitationszentrum außerhalb der Stadt. Hier finden sie Ruhe und Zeit, die Erlebnisse der Vergangenheit zu verarbeiten, und besuchen regelmäßig den Schulunterricht. Doch das Rehazentrum ist nur eine Zwischenstation. Langfristig sollen die Kinder zurück in ihre Familien. Manchmal gelingt dies nicht und die Mitarbeiter suchen nach einer Pflegefamilie.

Auch Titus träumt davon, bald wieder in einer Familie zu leben. Bis dahin freut er sich über das Fußballspielen mit den anderen Jungen auf dem Campus und den Schulunterricht. Das größte Glück für ihn ist es jedoch, in Sicherheit zu sein und jeden Abend ungefährdet einschlafen zu können.

Bitte helfen Sie mit einer Geldzuweisung

Das Projekt benötigt u. a. 14.600 Euro pro Jahr, um die Kinder zu rehabilitieren (Life-Skills-Training, Beratung, Wiedereingliederung ins Schulsystem). Herzlichen Dank.

Unser separates Konto für Geldauflagen (Postbank Essen):

  • IBAN: DE60 3601 0043 0001 9204 32

 

Aktuelle Kampagne: Kein Kinderspiel

Aktuelle Kampagne: Kein Kinderspiel

Städte wirken überall auf der Welt wie Magnete: Menschen hoffen auf gute Jobs, bessere medizinische Versorgung und das große Glück. Doch nicht selten erleben sie das Gegenteil.

Mehr zur Kampagne
Themenblock: Straßenkinder

Straßenkinder sind Ausbeutung und Gewalt ausgesetzt, leiden unter Missbrauch und Mangelernährung und erhalten keine Fürsorge und keine Schulbildung.

Mehr erfahren
Aktuelle Projekte

Als Strafrichter und Staatsanwalt können Sie dazu beitragen, Kindern in Not ein besseres Leben zu ermöglichen. Hier finden Sie aktuelle Projekte. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Geldzuweisung.

Mehr erfahren