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Sambia

In Sambia unterstützen wir rund 36.700 Kinder und Jugendliche in 13 Projekten. Wir sind seit 1998 in diesem Land südlich der Sahara aktiv. Unsere Projekte liegen hauptsächlich in der Central, Southern and Eastern Province und werden von einheimischen Partnerorganisationen umgesetzt.

Sambia

Wenig Chancen auf ein langes Leben

In Sambia ist die Chance, alt zu werden, sehr gering. Die Lebenserwartung ist hier so niedrig wie in kaum einem anderen Land. Zu den größten Problemen gehören die Ausbreitung von HIV und die immense Arbeitslosigkeit unter Erwachsenen. Dafür müssen eine Million Kinder arbeiten. Viele gehen nicht zur Schule, leiden an Unterernährung und vermeidbaren Krankheiten.

Wir engagieren uns in unseren Projekten und Programmen besonders in der HIV-Aufklärungsarbeit und in der Armutsbekämpfung. Gemeinsam mit unseren Partnern bauen wir zudem ein einheitliches und effektives Kindesschutzsystem auf.

Die Herausforderungen

Ein Junge hat Altkleider auf dem Boden ausgebreitet, die eine Frau und ein Mann begutachten. (Quelle: Ralf Krämer)
Eine Million Kinder in Sambia müssen arbeiten - Jonathan (r.) verkauft Altkleider. 

Politisch ist Sambia ein stabiles Land. Der Staatshaushalt zeigt allerdings steigende und unverhältnismäßig hohe Ausgaben für den Verwaltungsapparat. Die Abhängigkeit vom weltweiten Kupferpreis und ausländische Investitionen erschweren trotz reichhaltiger Bodenschätze den wirtschaftlichen Aufschwung, die Landwirtschaft wird durch Überflutungen und Dürreperioden beeinträchtigt. Daher gelten zwei Drittel der Einwohner als arm.

Das Gesundheitswesen ist ausgesprochen schwach entwickelt. 86 von 1.000 Kindern sterben im Kindesalter. Mangelernährung, Durchfallerkrankungen und HIV sind die Hauptursachen.

Sambia gehört zu den am schwersten von HIV und Aids betroffenen Ländern der Welt. 13 Prozent der Bevölkerung sind HIV-positiv, nur wenige junge Menschen haben ein umfassendes Wissen über die Krankheit. Die Zahl der Aidswaisen ist 2014 auf mehr als 700.000 gestiegen. Diese Kinder müssen sich ohne die Hilfe ihrer Eltern versorgen – die Wahrscheinlichkeit, dass viele von ihnen auf der Straße landen werden und arbeiten müssen, ist groß.

Das Schulsystem ist immer noch mangelhaft. Besonders Schulen in ländlichen Gebieten haben große Probleme, qualifizierte Bildung anzubieten. Wegen der hohen Schulgebühren können sich nur wenige junge Menschen den Besuch einer weiterführenden Schule leisten.

Gewalt in der Familie und in der Schule ist ein großes Problem: Schläge sind ein gängiges Mittel der Bestrafung. Die Verheiratung von Minderjährigen ist noch immer weit verbreitet, besonders im ländlichen Raum.

  • Unser Einsatz im Land

    Wir machen uns für Kinder stark, die unter Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch leiden. Gemeinsam mit unseren Partnern bauen wir in den Projekten ein einheitliches und effektives Kindesschutzsystem auf. Wir fördern Projekte gegen Kinderarbeit und Reha-Programme für Kinder mit Behinderungen. Durch Radioschulen bekommen Mädchen und Jungen in abgelegenen Gebieten eine gute Grundbildung und lernen nachhaltige Landwirtschaft.

    Unsere sehr erfolgreichen Selbsthilfegruppen befähigen Frauen, Probleme gemeinsam zu lösen, Geld zu sparen, Kredite in Anspruch zu nehmen und ihre Familien damit selbst aus der Armut zu befreien. Verbesserung der hygienischen Verhältnisse, HIV- und Malaria-Prophylaxe sind unsere Hauptaufgaben im Gesundheitsbereich.

    Unsere Partner haben ein Netzwerk gegründet, damit ihre Stimme bei bundesweiten Entscheidungen mehr Gewicht hat – z. B. wenn es um die Ausgaben für das Bildungssystem geht oder darum, das Heiratsmindestalter für Mädchen heraufzusetzen.

    Zahlen zu Sambia

    • 14,6 Mio. Menschen leben in Sambia
    • 46 % sind jünger als 15 Jahre
    • 52 Jahre werden Sambier im Durchschnitt alt (weltweit Platz 217 von 224)
    • 13 % der Bevölkerung infizieren sich jedes Jahr mit HIV (weltweit siebthöchste Rate)
    • 1,4 Mio. Kinder sind Waisen, davon 0,7 Mio. durch Aids*
    • 61 % aller Sambier gelten als arm
    • 37 % aller Sambier ab 15 können nicht lesen und schreiben
    • 1 Mio. Kinder zwischen 7 und 14 Jahren müssen arbeiten (41 %)

    Quellen: World Factbook, Vereinte Nationen*

  • Unsere Partner in Sambia

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