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Mädchen in Sambia kehrt mit einem Besen. (Quelle: Ralf Krämer)

Im Teufelskreis

Sambia: Viele Kinder hier müssen arbeiten - tagein, tagaus. Armut und fehlende Alternativen zwingen sie dazu. Von der Schule können sie nur träumen. Unterstützen Sie unser Projekt mit einer Spende!

Keine Arbeit führt zu Kinderarbeit

In Kapiri Mposhi hatten einmal viele Menschen Arbeit. Die Glasfabrik war der wirtschaftliche Motor der Stadt. Als sie geschlossen wurde, ging es mit der Stadt bergab. Heute ist die Arbeitslosigkeit sehr hoch, die Familien haben nicht genug zu essen und HIV/Aids breitet sich aus. Damit die Familien eine Chance zum Überleben haben, müssen die Kinder arbeiten gehen. So wie Judith*. Die Zehnjährige hat ihre Eltern verloren und lebt nun mit ihren drei Geschwistern bei ihrer Großmutter. Judith arbeitet im Haushalt reicherer Nachbarn. Ihr Tag beginnt schon früh am Morgen. Dann bereitet sie das Frühstück für die Familie vor. Danach heißt es Wasser aus dem Brunnen ziehen, schwere Kanister schleppen, fegen, putzen, spülen, kochen - bis zu zwölf Stunden täglich. Für Schule hat Judith keine Zeit, Geld für Bücher und Uniform sowieso nicht.

Keine Zeit für Schule

Nur etwa die Hälfte der Kinder in Kapiri Mposhi geht in die Schule. Von ihnen wiederum besucht nur jedes zweite Kind täglich den Unterricht. Die Mädchen und Jungen sind wichtige Arbeitskräfte für die Familie. Sie arbeiten als Straßenhändler, schleppen kiloweise schwere Steine, um sie danach zu bearbeiten, oder schuften wie Judith im Haushalt. Viele Mädchen müssen sich ihren Lebensunterhalt als Prostituierte verdienen. Die Familien sind so arm, dass sie am Tag nicht mehr als 1,50 Euro zur Verfügung haben. Da bleibt nichts über für Schulhefte und Uniformen. Die Eltern und Betreuer der Kinder haben meist selbst nie eine Schule besucht. Lesen und Schreiben können sie nicht. Wie wichtig eine gute Bildung für die Zukunft ist, können sie oft nicht ermessen.

Endlich lernen

Junge schreibt in ein Heft. (Quelle: Raf Krämer)
Auch dieser Junge darf endlich lernen anstatt zu arbeiten.

Die Kindernothilfe hat mit den Einwohnern gemeinsam eine Gemeindeschule gebaut. Hier sollen nun 250 Mädchen und Jungen pro Jahr auf den Wechsel an eine staatliche Schule vorbereitet werden. Zusätzlich bekommen die Kinder Bücher, Hefte, Stifte und die Schuluniform gestellt. In der Schule lernen sie nicht nur, sie können auch Sport treiben, spielen, basteln, musizieren und lernen lebenspraktische Fertigkeiten. Doch auch die Eltern und großen Geschwister sollen die verpasste Schulbildung nachholen können. 200 Erwachsene nehmen daher an Alphabetisierungskursen teil. Nachholbedarf gibt es in Kapiri Mposhi auch beim Thema Kinderrechte. Jungen und Mädchen werden geschult, damit sie ihr Wissen an Gleichaltrige weitergeben können und sie darin bestärken, ihre Rechte einzufordern.

Mehr verdienen

Damit die Kinder nicht mehr arbeiten müssen, muss sich die Verdienstsituation für die Eltern und Betreuer verbessern. Darum absolvieren Erwachsene und Jugendliche Ausbildungskurse in schneidern, schreinern oder kellnern. Darüber hinaus nehmen sie an Kursen zur Existenzgründung und Unternehmensführung teil. In Selbsthilfegruppen sparen Männer und Frauen gemeinsam Geld und können so kleine Geschäftsideen in die Praxis umsetzen.

Gute Aussichten

Auch Judith kann bald zur Schule gehen. Ihre große Schwester hat eine Ausbildung zur Schneiderin begonnen. „Ich möchte bald genug Geld verdienen, dass meine kleine Schwester nicht mehr arbeiten muss", sagt die junge Frau. Judith strahlt. Die Tage, an denen sie für fremde Leute kochen, putzen und Wasser schleppen muss, sind gezählt.

*Name geändert

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Projekt Nr. 61231

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