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Bangladesch

In Bangladesch unterstützen wir rund 6.500 Kinder in 9 Projekten. Seit 1971 sind wir vor Ort aktiv, also schon seit fast 50 Jahren. Unsere Projekte sind über das ganze Land verteilt und werden von unseren einheimischen Partnern betreut, die die Situation vor Ort genau einschätzen können.

Bangladesch

Zwischen Überschwemmung und Dürre:
Frauen fördern und Kinder stärken

Bangladesch gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Fast die Hälfte der Menschen lebt unterhalb der Armutsgrenze. Viele Kinder sind unterernährt, die Kindersterblichkeit ist hoch. Zahlreiche Mädchen und Jungen müssen arbeiten, statt zur Schule zu gehen. Durch den Klimawandel leidet das Land unter häufigen Überschwemmungen und Dürreperioden. Im Süden wird die Landwirtschaft durch die zunehmende Versalzung der Böden erschwert.

Wir fördern vor allem benachteiligte Kinder und helfen, die Familien vor Naturkatastrophen zu schützen, Kinderrechte umzusetzen und die Zivilgesellschaft zu stärken.

Die Herausforderungen

Zwei Kinder stehen im Regen unter einem Schirm. (Quelle: Jens Großmann)
Wenn der Regen zur Flut wird, werden Kinder in Bangladesch schnell obdachlos.

Viele Menschen in Bangladesch sind sehr arm. Oftmals arbeiten sie als Tagelöhner für Hungerlöhne – einen Weg aus der Armut finden sie so kaum. Außerdem behindert eine unzureichende Infrastruktur, aber auch die weit verbreitete Korruption, dass sich das Land voll entwickeln kann. Darunter leiden vor allem die Kinder und Jugendlichen: über 35 Prozent der unter Fünfjährigen sind unterernährt.

Der Süden Bangladeschs liegt direkt am Meer. Bedingt durch den Klimawandel und die Regenzeit stehen jedes Jahr Teile des Landes unter Wasser. Der steigende Meeresspiegel bringt Salzwasser in die Wasserressourcen des Landes und zerstört damit die Trinkwasservorräte. Die Böden versalzen vor allem im Süden von Bangladesch. Dadurch können sie nicht mehr ausreichend bewirtschaftet werden. Besonders hart trifft das die Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten.

Die Bildungssituation in Bangladesch ist prekär: Wegen schlechter und nicht ausreichender Schulen und zu wenig guten Lehrkräften sind viele Menschen in Bangladesch Analphabeten. Von den 15- bis 24-Jährigen kann fast jeder Vierte weder lesen noch schreiben. Stattdessen müssen Mädchen und Jungen wegen der starken Armut häufig frühzeitig anfangen zu arbeiten.

  • Unser Einsatz im Land

    Wir haben unsere Arbeit nach dem Unabhängigkeitskrieg im Jahr 1971 in Bangladesch begonnen. Heute stehen in unseren Projekten vor allem die Förderung von Straßenkindern, Mädchen, Frauen und ganzen Gemeinschaften und die Katastrophenvorsorge im Vordergrund.

    Wir setzen uns vor allem für die Rechte von Mädchen und Frauen ein: Sie organisieren sich in Selbsthilfegruppen, um gemeinsam einen Weg aus der Armut zu finden. Unverheiratete schwangere Mädchen und Frauen sind in Bangladesch besonders gefährdet, sie finden Zuflucht in einem speziellen Schutzzentrum. Außerdem helfen wir mit unserer Arbeit im Land auch Straßenkindern.

    Gefördert werden ländliche Entwicklungsprogramme, Selbsthilfegruppen für Frauen und Kinder, ein Projekt für unverheiratete schwangere Mädchen und Frauen sowie eine Einrichtung für Straßenkinder und ein Katastrophenvorsorgeprojekt.

    Seit 2017 engagieren wir uns im Flüchtlingslager Cox Bazar für Rohingya-Kinder, vor allem durch Kinderzentren. Hier können Mädchen und Jungen spielen und auf andere Gedanken kommen. Die psychosoziale Betreuung im Kinderzentrum bietet den Kindern einen geschützten Raum und hilft beim Umgang mit dem, was ihnen widerfahren ist. Hier gibt es auch Unterstützung für Schwangere, Stillende und  junge Mütter, und die Mitarbeitenden werden zum Thema Kinderrechte trainiert. Unbegleitete Kinder leben vorübergehend in einem sogenannten „Safe House“ und werden nach Möglichkeit zurück in ihre Familien vermittelt, oder es werden Pflegefamilien für sie gesucht.

    Zahlen zu Bangladesch

    • 166 Mio. Menschen leben in Bangladesch
    • 32 % der Bangladescher sind unter 15 Jahre alt
    • 35 % aller Kinder unter 5 Jahren haben Untergewicht
    • 13 % der Kinder müssen Kinderarbeit leisten
    • 32 % der Menschen in Bangladesch gelten als arm
  • Unsere Partner in Bangladesch

    Wir arbeiten auch in Bangladesch mit lokalen Partnern zusammen, die sich mit der Lage im Land besonders gut auskennen:

    • BBS-SHED - Bangladesh Baptist Sanghu - Social Health Education Department
    • BNM - Bangladesh Nazarene Mission
    • CMCY - Christian Ministry for Children and Youth
    • DAM - Dhaka Ahsania Mission
    • DSK - Dushtha Shasthya Kendra
    • PARI - Participatory Action for Rural Innovation
    • SATHI - Sustainable Association for Taking Human Development Initiatives
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