Suche
Jetzt spenden Pate werden

Indien

Mit 280 Projekten in Indien unterstützen wir etwa 80.300 Kinder. In Indien sind wir von allen Projektländern am längsten aktiv – seit 1959.

Indien

Gleiches Recht für alle

In Indien lebt mehr als ein Drittel der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Das Kasten-System ist noch immer tief in der Gesellschaft verankert und wirkt sich dementsprechend auf die Kinder aus. Besonders Mädchen haben es schwer.

Wir konzentrieren uns in unserer Arbeit auf die ländlichen Armutsregionen insbesondere in Nordindien und die Elendsviertel der Großstädte. Dort helfen wir u. a. mit Projekten für Straßenkinder, für von HIV/Aids betroffene Familien und sexuell missbrauchte Kinder, gemeindebasierte Reha-Programme für Kinder mit Behinderungen, Stipendienprogramme zur Berufsausbildung oder Bekämpfung von Kinderhandel und Tempelprostitution.

Die Herausforderungen

In Indien klafft die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinander. Beinahe ein Drittel der Bevölkerung muss jeden Tag mit weniger als einem US-Dollar auskommen. Vor allem Dalits, die „Unberührbaren“, und Adivasi, Nachfahren der indischen Ureinwohner, leben mittellos am Rande der Gesellschaft.

Ein Mädchen steht in Indien neben einer Tempelfigur. (Quelle: Pascal Amos Rest)
Mädchen stärken: Wir setzen uns gegen Tempelprostitution und Kinderarbeit ein.

Benachteiligt werden aber vor allem auch Mädchen und Frauen. Tempelprostitution oder Witwenverbrennungen sind im Land nach wie vor verbreitet. Kinder machen in Indien rund ein Drittel der Gesellschaft aus. Beinahe die Hälfte der bis Fünfjährigen ist unterernährt. Jedes Jahr sterben zwei Millionen Kinder an den Folgen der Unterernährung und an vermeidbaren Infektionskrankheiten.

Etwa 20 Millionen Straßenkinder leben in den Megacities wie Mumbay, Dehli, Kalkutta, Chennai oder Bangalore. Beunruhigend ist die Tatsache, dass der Anteil Sechs- bis Zehnjährigen unter den Straßenkindern wächst. Ebenfalls steigend ist die Zahl der Kinder die Opfer von Kinderhandel und sexuellem Missbrauch werden. Knapp 177.000 Jungen und Mädchen wurden 2011 offiziell als vermisst gemeldet. Diese Zahl gilt als Indikator für den Kinderhandel. Die Dunkelziffer ist vermutlich größer.

Auch wenn beinahe jedes Kind eingeschult wird, erreichen nur etwa 62 Prozent die fünfte Klasse. Stattdessen ist Kinderarbeit landesweit verbreitet. Auch hier sind besonders Dalit- und Adivasi-Mädchen benachteiligt, nicht einmal die Hälfte der indischen Frauen kann lesen.

  • Unser Einsatz im Land

    In Indien legen wir besonders viel Wert auf die Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Kinder aber auch ihre Eltern und Dorfgemeinschaften lernen wichtige Hygienegrundsätze und werden mit Impfungen versorgt. Auf diese Weise können viele der meist tödlich verlaufenden Infektionskrankheiten verhindert werden.

    Unsere Projekte begleiten auch Familien, die von HIV und Aids betroffen sind. Infizierte Mütter werden mit Medikamenten versorgt und lernen, wie sie ihre Kinder vor der Ansteckung mit HIV schützen können. In besonderen Zentren finden Aids-Waisen außerdem Zuflucht.

    In unseren Projekten ist uns aber auch die normale Schulbildung wichtig: Vor allem Straßenkinder und arbeitende Mädchen und Jungen bekommen mit unseren Projekten die Möglichkeit, endlich Lesen und Schreiben zu lernen. Nur so können sie den Teufelskreis der Armut durchbrechen. Kinder mit Behinderungen bekommen außerdem die Möglichkeit an speziellen Rehabilitationsmaßnahmen  teilzunehmen – um dann eine reguläre Schule zu besuchen und ein ganz normales Leben zu führen.

    Für Jugendliche fördern wir Programme zur weiteren Berufsausbildung. Weil Tempelprostitution noch immer ein Problem ist, versuchen wir mit Aufklärungsarbeit die Gesellschaft aufzuklären und diese Tradition endgültig abzuschaffen.

    Zahlen zu Indien

    • 1,2 Mrd. Menschen leben in Indien
    • 29 % aller Inder sind unter 15 Jahre alt
    • 43 % aller Kinder unter 5 Jahren haben Untergewicht
    • 12 % der Kinder müssen Kinderarbeit leisten
    • 1/3 der Bevölkerung gilt als arm
    • 2,1 Mio. Menschen sind mit Aids infiziert
  • Unsere Partner in Indien

    Wir arbeiten auch in Indien mit 70 lokalen Partnerorganisationen zusammen, die sich mit der Lage im Land besonders gut auskennen. Dazu zählen alle großen christlichen Kirchen und eine große Anzahl zivilgesellschaftlicher Akteure, vornehmlich christlich geprägte Nichtregierungsorganisationen aus der indischen Zivilgesellschaft, die sich gegen die Auswüchse der Kastengesellschaft und für die Gleichberechtigung der Daliths (Unberührbare) und Advasi (Nachkommen der Ureinwohner) einsetzen. 

Unsere Projekte in Indien
Reportage: Es tut sich was!

Reportage: Es tut sich was!

Im Bundesstaat Bihar im Norden Indiens müssen Tausende Jungen und Mädchen in Ziegeleien schuften. Doch es gibt neue Entwicklungen und Hoffnung für die Kinder im wohl rückständigsten Bundesstaat Indiens.

Mehr erfahren
Indien: Gegen Kinderarbeit

Indien: Gegen Kinderarbeit

Kinder gehören nicht in Fabrikhallen. Mit unserem lokalen Partner Marialaya kämpfen wir gegen die Kinderarbeit in der Textilindustrie von Tirupur.

Mehr erfahren
Tempelprostitution: schmutziges Geschäft mit Kindern

Tempelprostitution: schmutziges Geschäft mit Kindern

Helfen Sie Mädchen in Indien, die unter dem Deckmantel der Religion zur Tempelprostitution gezwungen werden. Helfen Sie ihnen, einem über seit 1000 Jahren bestehenden System zu entkommen.

Mehr erfahren
Indien: Hilfe für Verbrennungsopfer

Indien: Hilfe für Verbrennungsopfer

Grausame Praxis: Frauen und Mädchen werden verbrannt, wenn sie in den Augen der Männer "ungehorsam" waren. In Bangalore kümmern wir uns um Menschen, die ihr Gesicht im Feuer verloren haben.

Mehr erfahren
Indien: Hilfe für Bauernfamilien und Landlose. Aktion 1+3=4

Indien: Hilfe für Bauernfamilien und Landlose. Aktion 1+3=4

Unsere Projekt ist als Dürreregion eingestuft. Mit unserem Partner RCPDS helfen wir den Bauern ihre landiwirtschaftlichen Erträge zu steigern und somit ihre Lebensverhältnisse, sowie von deren Familien und Kindern zu verbessern.

Mehr erfahren
Ein Weg abseits der Müllkippe

Ein Weg abseits der Müllkippe

Auf der größten Müllhalde Delhis suchen jeden Tag zahlreiche Kinder nach Holz, Plastik oder Metall. Ein Kinderschutzzentrum soll ihnen den Weg in ein anderes Leben ermöglichen.

Mehr erfahren
Die Kinder von Bangalore

Die Kinder von Bangalore

Mit Ihrer Spende können Sie Kindern in Bangalore helfen, sich auf Dauer aus dem Umfeld von Missbrauch, Vergewaltigung und Prostitution zu befreien. Erfahren Sie mehr über unser Schutzhaus-Projekt und unterstützen Sie uns!

Mehr erfahren
Indien-Projekte im Kindernothilfe-Blog

Indien-Projekte im Kindernothilfe-Blog

Christoph Dehn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe, berichtet aus Bangalore und Chennai.

Mehr erfahren

Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen. Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Alle Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.