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Lena Gercke mit müllsammelnde Kindern in Delhi. (Quelle: RTL / Daniel van Moll)

Lena Gercke bei Müll sammelnden Kindern in Indien: "So ein Leben hat kein Kind verdient"

Beim RTL-Spendenmarathon ruft die Moderatorin Lena Gercke zur Unterstützung von Kindern in Indien auf, die Müll sammeln müssen, um zu überleben. Lesen Sie hier über das Leben der Kinder, und wie wir ihnen helfen. Auch Sie können mit einer Spende mithelfen.

Von Josephine Herschel

Indien: Bengali Basti, ein Slum Delhis, direkt neben der größten Müllhalde der Millionenstadt. Es sind 40 Grad im Schatten, Millionen Fliegen schwirren um Augen und Nase, der Gestank ist unerträglich. Ein lärmender Laster fährt vor, wirbelt meterhoch Staub und Dreck auf und lädt Tonnen von Müll ab. Nur in Sandalen stürzen sich Sunita (10) und Naghma (12) auf den stinkenden Berg. Und sie sind nicht allein: Zahlreiche Jungen und Mädchen suchen in den Abfällen nach Verwertbarem. Mit bloßen Händen wühlen die Kinder in den giftigen Dämpfen, Lebensmittelresten und Tierkadavern nach Dingen wie Holz, Plastik oder Metall.

"Es ist nicht zu ertragen"

Mädchen beim Müllsammeln. (Quelle: Josephine Herschel)
Müll sammeln als Lebensunterhalt.

Die Kindernothilfe-Botschafterin Lena Gercke beobachtet fassungslos diese Szenen: „Mir fehlen die Worte. Anzusehen, wie die Kinder hier für einen Euro  pro Tag den Müll sortieren, ist fast nicht zu ertragen." Die Moderatorin, die als Patin von der "Stiftung RTL - Wir helfen Kindern" nach Delhi gereist ist, begleitet Sunita und Naghma bei ihrer täglichen Arbeit. Dabei lernt sie auch die Lebenssituation der Kinder abseits der Müllkippe kennen: In Bengali Basti wohnen die Kinder mit ihren Eltern und bis zu fünf Geschwistern in kleinen Hütten - ohne fließend Wasser, Strom oder Toiletten. „Kein Mensch auf der Welt, sollte unter diesen Bedingungen leben müssen – vor allem kein Kind. Ich selbst bin gut behütet aufgewachsen, habe im Garten gespielt und bin zur Schule gegangen", so Gercke.

Den Teufelskreis durchbrechen

Mit einer Population von über 18 Millionen Menschen gehört die indische Hauptstadt zu den am dichtesten besiedelten Städten in Indien und verzeichnet eine konstant steigende Anzahl von Zuwanderern mit geringer Schulbildung. Daraus resultiert eine ständige Vermehrung von Elendsvierteln innerhalb der Stadt. Aus Mangel an Arbeitsangeboten ist für viele Familien das Sortieren von Müll die einzige Möglichkeit zu überleben. Schätzungsweise 843 Familien, davon etwa 500 Kinder und Jugendliche, die in Slumvierteln rings um Delhis größte Müllkippe leben, müssen sich als Müllsammler verdingen und so zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen. Die Arbeit auf der Müllkippe birgt viele Gefahren: Die Kinder können sich leicht an Metall- oder Plastikresten schneiden und sich so gefährliche Infektionen zuziehen.
Die Chance, diesem Leben zu entfliehen, ist gering. Den Jungen und Mädchen fehlt es an Bildungsangeboten, um eine Arbeit mit weniger gesundheitlichen Risiken und besserem Verdienst zu finden.

Ein Kinderschutzzentrum als Ausweg

Zwei Mädchen in Bengi Basti. (Quelle: Josephine Herschel)
Die Kinder in Bengali Basti sollen alle lachen können.

Gemeinsam mit dem Projektträger "Deepti Foundation" und "RTL - Wir helfen Kindern" setzen wir uns für diese Kinder ein. Ein Kinderschutzzentrum soll den Kindern einen Ausweg aus ihrem Leben als Müllsammler ermöglichen. In dem Zentrum sollen rund 60 müllsammelnde Kinder und Aidswaisen ganzheitlich gefördert und medizinisch und mit Nahrung versorgt werden. Außerdem können sie umliegende Schulen besuchen und an Förderklassen teilnehmen. Das Zentrum bietet einen Schutzraum für die individuelle Entfaltung der Kinder. In dieser kindgerechte Umgebung können sie Familienangehörige regelmäßig treffen sowie an lokalen Festivitäten, Freizeitaktivitäten etc. teilhaben. Ziel ist es, dass die Kinder durch die zahlreichen Bildungsangebote einmal einen Beruf erlangen können, mit dem sie sich selbst und ihre Familie versorgen können.
Auch Lena Gercke unterstützt das Projekt. Beim RTL-Spendenmarathon im November 2015 wird das Model zu Spenden für das Projekt aufrufen. "Ich wünsche mir so sehr, dass wir etwas bewirken, dass wir diesen Kindern eine Zukunft geben können. Sie sollen ohne zu hungern und arbeiten zu müssen aufwachsen. Sie sollen zur Schule gehen und spielen dürfen. So ein Leben hat kein Kind auf dieser Welt verdient.“

Bitte unterstützen Sie unsere Projektarbeit mit einer Spende. Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 22016


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