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Vermeidung von Tempelprostitution (Quelle: Ralf Krämer)

Vom Ritual zur Sexarbeit

„Dienerin Gottes“ wird Amrita* genannt, doch sie ist unter dem Deckmantel der Religion eine der vielen Tempelprostituierten in Indien.

Mädchen wie Amrita benötigen dringend Ihre Hilfe, um diesem über seit tausend Jahren bestehenden System zu entkommen. Sie brauchen Zugang zu medizinischer Versorgung, berufliche Schulung und alternative Verdienstmöglichkeiten.

Ursprünglich war es Aufgabe dieser Devadasi-Mädchen, Tempeldienst zu verrichten, zu musizieren und Tänze aufzuführen. Doch heute werden sie zur Prostitution gezwungen, obwohl das Devadasi-System offiziell verboten ist.

Kastensystem begünstigt Mädchenhandel

Die Mädchen, die dieses Schicksal erleiden, sind Angehörige der untersten Kaste, der Dalits. Sie gelten zwar wegen ihres niedrigen Status als „unberührbar“, werden jedoch von Menschenhändlern in die Großstädte gebracht und als Prostituierte in Tempeln und Bordellen misshandelt. Das Kastensystem, die Armut und fehlende Bildung der Dalits begünstigen den Weg der Mädchen und Frauen in die Prostitution, wo sie unter anderem der Ansteckung mit HIV ausgesetzt sind.

*Name zum Schutz des Kindes geändert.

Indische Mädchen im Kindernothilfe-Projekt (Quelle: Ralf Krämer)
Indische Mädchen im Kindernothilfe-Projekt
(Quelle: Ralf Krämer, Kindernothilfe)

Der „Makel“ der Geburt als Dalit

Die Kinder dieser Frauen wachsen in einer Umgebung auf, die höchst sexualisiert und von Gewalt geprägt ist. Viele dieser Kinder sind daher traumatisiert, gehen meist nicht zur Schule. Oft bleibt ihnen nichts anderes übrig, als ihren Müttern in die Prostitution zu folgen. So wird der „Makel“ der Geburt als Dalit von Generation zu Generation weitergegeben.

Das tun wir konkret vor Ort

Mit unserem Projekt helfen wir 445 Devadasi-Mädchen und -Frauen in zehn Dörfern im südindischen Bundesstaat Karnataka. Auch ihre Kinder beziehen wir ein, um sie vor der Prostitution zu bewahren.

Schulbildung: Die Kinder der Tempelprostituierten brauchen in erster Linie Bildung, um aus dem Teufelskreis aus Armut und Chancenlosigkeit ausbrechen und sich eine bessere Zukunft aufbauen zu können. Deshalb erhalten Kinder, die nicht regelmäßig in die Schule können, weil sie auch arbeiten müssen, Nachhilfestunden. Wer die Schule abbricht, nimmt an nonformalem Unterricht teil.

Ausbildung: Jugendliche Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren, die die Schule bereits endgültig abgebrochen haben, sollen mit Hilfe einer Ausbildung ihren Lebensunterhalt verdienen können: zum Beispiel durch ein kleines Geschäft, durch Rinderzucht oder Schneidern.

Neue Einkommensquellen: Frauen bekommen die Chance, neue Einkommensquellen jenseits der Tempelprostitution zu finden – sie lernen in den Kursen des Projekts etwa das Weben indischer Saris oder Tierzucht. In Selbsthilfegruppen sparen sie gemeinsam Geld für kleine Geschäftsideen.

Medizinische Hilfe: Die Tempelprostituierten und ihre Kinder werden mit Medikamenten versorgt und ärztlich untersucht. Kinder mit Mangelerscheinungen erhalten Nahrungsergänzungsmittel.

 

Helfen Sie Mädchen und Frauen aus der Tempelprostitution!

Helfen Sie diesen Teufelskreis zu durchbrechen und spenden Sie für dieses Kindernothilfe-Projekt (Nr. 23102)!


Ja, ich möchte das Projekt „Tempelprostitution: schmutziges Geschäft mit Kindern“ unterstützen mit:

reichen für die berufliche Schulung eines Mädchens.

brauchen wir, um 35 Mädchen und junge Frauen medizinisch zu versorgen.

sind für einen Aufklärungskurs für Mädchen und Frauen nötig

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