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Pakistan

In Pakistan fördern wir rund 29.390 Kinder in 25 Projekten. Wir sind seit 1977 im Land aktiv und fördern Projekte sowohl im städtischen als auch im ländlichen Bereich. Dabei arbeiten wir mit 13 einheimischen Partnern zusammen, die sich mit der Situation vor Ort bestens auskennen.

Pakistan

Bildung ermöglicht Zukunft

Pakistan liegt vor allem im Bereich Bildung ganz weit hinten im weltweiten Vergleich. Nur 60 Prozent der Pakistanis können lesen und schreiben. Das liegt auch daran, dass noch zu wenig Kinder eine Schule besuchen – und noch immer gehen deutlich weniger Mädchen als Jungen zur Schule.

Unser Schwerpunkt liegt deshalb auf Bildung für benachteiligte Kinder. Sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen ermöglichen wir in unseren Projekten Kindern den Zugang zu Schule. Seit einiger Zeit konzentrieren wir uns dabei auch auf arbeitende Kinder und Straßenkinder.

Die Herausforderungen

Pakistan ist von einer extrem ungleichen Einkommens- und Vermögensverteilung geprägt. Ein Fünftel der Bevölkerung ist arm, ein Großteil der Gesamtbevölkerung lebt in den Slums der großen Städte. Das Gesundheitssystem steht vor allem den öffentlich Bediensteten und Angehörigen des Militärs zur Verfügung – die ärmere Bevölkerung ist auf sich allein gestellt. Daher ist auch die Kindersterblichkeit eine der höchsten weltweit.

Ein Mädchen sitzt in Pakistan in einer Schule. (Quelle: Jens Großmann)
Wir fördern in Pakistan vor allem Bildung, damit Kinder eine Zukunft haben.

Frauen dürfen noch immer kaum am öffentlichen Leben teilhaben. Im Vergleich zu Männern stellen sie nur 13 Prozent der Erwerbsbevölkerung dar und können nur fast halb so häufig lesen und schreiben. Und auch heute werden nur halb so viele Mädchen wie Jungen eingeschult. So gehört Pakistan im internationalen Vergleich zu den Schlusslichtern im Bildungswesen.

Ein weiteres großes Problem ist zudem die Abhängigkeit vieler Menschen von Großgrundbesitzern. Oft arbeiten sie als Bauern für die reichen Besitzer und dürfen nur einen geringen Teil der Ernte als Lohn behalten. Für andere Anschaffungen wie Kleidung müssen sie Kredite bei den reichen Besitzern aufnehmen, die sie nicht abbezahlen können. Immer mehr Familienmitglieder versuchen die Schulden zu tilgen, können keiner bezahlten Arbeit nachgehen und geraten so immer weiter in die Schuld der Großgrundbesitzer – das nennt sich Schuldknechtschaft.

  • Unser Einsatz im Land

    Wir fördern in Pakistan vor allem Bildung – denn daran mangelt es besonders. Dabei erreichen wir vor allem arbeitende Kinder und Straßenkinder. In Schülerwohnheimen können Kinder leben, die in ihren Heimatdörfern nicht die Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen.

    Wichtig ist aber auch, die Kinderrechte im Land bekannt zu machen. Weil nach wie vor Mädchen benachteiligt sind, setzt dort ein großer Punkt unserer Arbeit an. Wir wollen die Mädchen stärken, um starke Gemeinschaften zu erschaffen. Denn die Förderung ganzer Dorfgemeinschaften ist auch in Pakistan ein wichtiger Teil unserer Arbeit – nur so können bestehende Strukturen langfristig verändert werden.

    Auch in Pakistan fördern wir das Selbsthilfegruppenprogramm. Frauen werden ökonomisch, sozial und politisch gestärkt. In ihren Gruppen setzen sie sich u.a. für bessere Bildung ein.

    Zahlen zu Pakistan

    • 1/3 der Pakistaner ist unter 15 Jahre alt
    • 32 % aller Kinder unter 5 Jahren haben Untergewicht
    • 58 % aller Pakistaner ab 15 Jahren können lesen und schreiben
    • 12% der Menschen in Pakistan gelten als arm
    • 7 % aller Pakistanis sind mit 15 Jahren verheiratet
  • Flut in Pakistan 2010

    Pakistan erlebte im Sommer 2010 die schwerste Flutkatastrophe in seiner Geschichte. Ein Fünftel des Landes wurde von den Wasserfluten überschwemmt. 3.400 Menschen kamen ums Leben, etwa 21 Millionen Menschen wurden obdachlos und verloren ihren Lebensgrundlage. Das Wasser zerstörte nicht nur die Häuser, sondern auch die Ernten und Lebensmittel. Dank enormer Spendenbereitschaft unterstützen wir etwa 140.000 Menschen mit Essen, sauberem Wasser und versorgten Kinder in Schutzzentren – 87 solcher Zentren haben wir seitdem erbaut. Einige der Zentren werden im kommenden Jahr als Schulen weiter bestehen, bis wir durch langfristige Entwicklungsprojekte nachhaltige Strukturen aufbauen können.

    Der Wiederaufbau wird sich noch über Jahre hinziehen. Eine erneute Überschwemmung, ausgelöst durch heftige Monsunregenfälle, traf 2011 südliche Teile des Punjab sowie den Sindh. Hier wurde eine Fläche so groß wie das Bundesland Hessen überflutet.

    Die Flut hat Dauerprobleme im Land wie Mangelernährung, Bildungsnotstand und Ausbeutung verschärft. Über 10.000 Schulen und andere Bildungseinrichtungen wurden durch die Flut zerstört. Die Gesundheits- und Ernährungslage von rund 3,5 Millionen Kindern ist weiterhin kritisch, viele sind schwer traumatisiert. Um mitzuhelfen, diese Probleme langfristig zu lösen, bauen wir nicht nur Schulen wieder auf, sondern stärken die Menschen auch wirtschaftlich und politisch mit unseren Projekten.

  • Unsere Partner in Pakistan

    Wir arbeiten auch in Pakistan mit lokalen Partnern zusammen, die sich mit der Lage im Land besonders gut auskennen:

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