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Honduras

In Honduras sind wir seit 1979 präsent und dort mit einem Länderbüro vertreten. Insgesamt werden 13.500 Kinder in 13 Projekten betreut.

Honduras

Gewalt und Armut beherrschen das Land

Honduras ist das zweitgrößte Land Zentralamerikas und ist von starker Ungleichheit, Gewalt und mangelhafter medizinischer Versorgung geprägt. Unterernährung, Arbeitslosigkeit, Kindersterblichkeit und Analphabetentum prägen das Land, das noch unter den Folgen des Militärputsches 2009 zu leiden hat. Besonders Kinder aus armen Familien erhalten oftmals keine Schulbildung, da sie zum Lebensunterhalt der Familie beitragen müssen. Der schlechte Zustand des Gesundheitswesens bewirkt, dass Kinder häufig von Durchfall- und Atemwegserkrankungen sowie von Mangel- und Unterernährung betroffen sind.

Wir arbeiten mit lokalen Partnern zusammen und setzen uns gemeinsam mit ihnen für die Verwirklichung und Wahrung der Kinderrechte ein. Schwerpunkt unserer Arbeit sind die Bereiche ländliche Armut und Gewaltprävention. Die Projekte dienen der Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern aus extrem armen ländlichen Regionen.

Die Herausforderungen

Honduras hat insgesamt 8,6 Millionen Einwohner, von denen 60 Prozent unterhalb der Armutsgrenze leben. Unterernährung, Arbeitslosigkeit, Kindersterblichkeit, mangelhafte Bildungsmöglichkeiten und dadurch eine hohe Analphabetenrate sind vor allem im südlichen und östlichen Teil des Landes anzutreffen. Kinder und Jugendliche machen einen Großteil der Bevölkerung aus und sind besonders von den problematischen Strukturen in Honduras betroffen. Der Staat tut zu wenig für ihren Schutz; meist ist der Mangel an Ressourcen der Grund, warum Aktionspläne nicht umgesetzt werden können.

Drei Kinder stehen vor einer Häuserwand. (Quelle: Michaela Dacken)
Gute medizinische Versorgung ist häufig Mangelware.

Gewalt und Kriminalität sind eines der größten Probleme – das Land hat eine der höchsten Mordraten weltweit. Dies wird durch Maras, kriminelle Jugendbanden, und außerdem durch die hohe Straflosigkeit und die fragilen staatlichen Strukturen verstärkt.

Die medizinische Versorgung ist in vielen Regionen unzureichend: Vielen Familien ist der Zugang zu Gesundheitszentren aufgrund fehlender Transportmittel und finanzieller Mittel verwehrt. Es stehen zu wenig Personal, Ausstattung und Medikamente zur Verfügung. HIV/Aids ist ein Gesundheitsrisiko, auch Unter- und Mangelernährung (Sieben Prozent der Unterfünfjährigen sind unterernährt) sowie Durchfall- und Atemwegserkrankungen sind häufige Krankheiten.
Die Armut in Honduras ist eng mit dem niedrigen Qualitätsniveau des Bildungssystems verknüpft, ganz besonders im ländlichen Raum. Auf dem Land sind die Ausstattung und Infrastruktur der Schulen und die Unterrichtsqualität äußerst mangelhaft und die Anzahl der eingeschriebenen schulpflichtigen Kinder sowie die Schulabbruchsquoten in der Regel viel höher als in städtischen Schulen.

Oft haben die Erwachsenen keine Schulbildung genossen, und sehen darum keine Notwendigkeit einer guten Bildung für ihre Kinder. Laut Gesetz ist es Kindern unter 14 Jahren verboten zu arbeiten, doch werden Kinder schon früh zur Mitarbeit am Lebensunterhalt herangezogen. Sie arbeiten als Schuhputzer, Straßenhändler und als Autowäscher. Dies betrifft ca. 16 Prozent der Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 14 Jahren. Da sie nicht durchgehend die Grundschule besuchen, sind ihnen weitere Ausbildungen verwehrt.

  • Unser Einsatz im Land

    Kleinbauernfamillien wird gezeigt, wie sie effizienter wirtschaften können. Es gibt praxisorientierte Workshops zu Geflügelzucht und Kochkurse, in denen gesundes Kochen vermittelt wird. Die Gesundheit von Kindern ist ein wichtiges Ziel der Arbeit: Die Mädchen und Jungen werden regelmäßig medizinisch untersucht, die Bevölkerung wird in Hygiene und Krankheitsvorsorge geschult. Wohnbedingungen werden verbessert: Fußböden verlegt, Latrinen gebaut, offene Feuerstellen durch Kochstellen ausgetauscht. Kindern werden in den Projekten früh ihre Rechte vermittelt, die sie einfordern können. Besonders Kinder im ländlichen Raum sind besonders stark von Kinderrechtsverletzungen betroffen. Die für diesen Zweck gegründeten Gemeindekomitees aus Kindern, Jugendlichen, Lehrern und lokalen Verantwortungsträgern machen sich für die Einhaltung nationaler und internationaler Kindesschutz-Gesetze stark. Kinder und Jugendliche nehmen an Gemeinderatssitzungen teil, um ihre Interessen darin zu vertreten.

    Besonders gefährdet sind Kinder auch von der alltäglichen Gewalt im Land. Daher werden Präventions- und Schutzprojekte für Kinder und Jugendliche besonders gefördert; mit den Partnern wurde außerdem ein Konzept zur Gewaltpräventionsarbeit entwickelt.

    Unser Partner setzt sich vor Ort dafür ein, die Bildungssituation zu verbessern; er arbeitet mit lokalen Akteuren, staatlichen Institutionen und anderen Organisationen zusammen.

    Zahlen zu Honduras

    • 9.587.522 Menschen leben in Honduras. (World Bank, 2018)
    • 31,0 %  sind unter 15 Jahre alt. (World Bank 2018)
    • 18 Kinder (pro 1.000 Lebendgeburten) sterben vor ihrem 5. Lebensjahr (BMZ 2017)
    • 129 Mütter (pro 100.000 Lebendgeburten) sterben während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes. (BMZ 2015)
    • 84,7 % der Kinder schließen die Grundschule ab. (BMZ 2017)
    • 10,5 % der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren arbeiten. (offiziell BMZ 2014)
    • 14,1 % der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten in Honduras. (UNICEF 2017/2016).
    • 17,2 % (2017)
    • 17,2 % leben in extremer Armut. (BMZ 2017)
    • 61,9 % leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze. (BMZ 2018)
    • 15,3 % sind unterernährt (BMZ 2016)
    • 7,1 % der Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt. (World Bank 2016)
    • Weniger als die Hälfte der Kinder im schulfähigen Alter besucht die Sekundarschule (UNICEF 2017), nur etwa 30 % schließen die Sekundarschule ab. (UNICEF 2017/Daten 2012)
    • 70,8 pro 1.000 Jugendlichen haben bereits Kinder. (UNDP 2017)

    Quellen: https://data.worldbank.org/, http://hdr.undp.org/en/data, https://data.unicef.org/, https://www.unicef.org/about/annualreport/files/Honduras_2017_COAR.pdf, https://www.bmz.de/de/laender_regionen/lateinamerika/honduras/index.html

  • Unsere Partner in Honduras

    Partner in Honduras

    Asociación para una Sociedad mas Justa (ASJ)

    • Casa Alianza Honduras (CAH)
    • Centro de Atención Integral Getsemaní (GETSEMANI)
    • Coordinadora de Instituciones Privadas Pro las Niñas, Niños, Adolescentes, Jóvenes y sus Derechos (COIPRODEN)
    • Comisión de Acción Social Menonita (CASM)
    • Organización para el Desarrollo de Corquín (ODECO)
    • Vecinos Honduras (VH)
    • Asociación Proyectos e Iniciativas Locales para el Autodesarrollo Regional de Honduras (PILARH)
    • Asociación para  el Manejo Integrado de Cuencas de La Paz y Comayagua (ASOMAINCUPACO)
    • Fundación Intibucana de Desarrollo (FUNIDE)
Unsere Projekte in Honduras
Gewaltprävention Impacto Juvenil

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Armut, Perspektivlosigkeit und Straflosigkeit sind Nährboden für Kriminalität und Gewaltverbrechen. Kinder geraten in Jugendbanden und versinken im Drogensumpf. Wir bieten Kindern und Jugendlichen aus den Armenvierteln einen Ausweg.

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Honduras: Gewaltprävention in den Bordos

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Armut und Perspektivlosigkeit sind Nährboden für Kriminalität und Gewaltverbrechen. In Workshops lernen Kinder, Konflikte ohne Gewalt zu lösen.

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Gemeinsam für die Entwicklung der Kinder

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Der Süden Honduras wird regelmäßig von Naturkatastrophen heimgesucht - mit verheerenden Folgen für die Kinder und Jugendlichen: Sie leiden an Unter- und Mangelernährung und vermeidbaren Krankheiten.

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Auf der Flucht in die USA

Der gefährliche Weg nach Norden

Seit Monaten flüchten Menschen aus Zentralamerika vor der allgegenwärtigen Gewalt, Armut und Verfolgung Richtung USA.

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