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Burundi

In Burundi unterstützen wir rund 75.200 Kinder und Jugendliche in 3 Projekten. Wir sind seit 2007 in dem ostafrikanischen Land aktiv. Unsere Projekte sind über das ganze Land verteilt und werden von einheimischen Partnerorganisationen umgesetzt.

Burundi

Hilfe zur Selbsthilfe

Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Seit den politischen Unruhen 2015 geht es den Menschen dort deutlich schlechter. In dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Land gibt es wenig Arbeit. Landwirtschaftliche Flächen sind kaum nutzbar, weshalb die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln eine große Herausforderung darstellt. Wirtschaft und Handel sind nahezu gänzlich zum Erliegen gekommen. Besonders benachteiligt sind in dieser Situation Frauen und Mädchen.

Frauen sind die Hauptakteure, wenn es um das Wohl der Kinder geht. Werden Frauen fortgebildet und gestärkt, verbessern sie die Situation der ganzen Familie. Deshalb setzen wir auf Selbsthilfegruppen. Frauen (teilweise auch Männer) organisieren sich in Gruppen, suchen gemeinsam nach Lösungen für ihre Probleme, sparen Geld, vergeben Kredite und überwinden so die Armut und soziale Exklusion.

Die Herausforderungen

Zwei nachdenkliche Jungen, die sich aneinanderlehnen. (Quelle: Karl Pfahler)
Für Tausende von Kindern in Burundi ist das Überleben ein Kampf.

Burundi hat aufgrund seiner Lage und seiner Ressourcenarmut wirtschaftlich mit vielen Problemen zu kämpfen. Zudem verschlechterte sich im April 2015 die politische Situation dramatisch, nachdem Präsident Pierre Nkurunziza eine weitere Amtszeit anstrebte und inzwischen auch wiedergewählt wurde (internationale Beobachter bezeichneten die Wahl als weder frei noch fair). 260.000 Menschen flohen ins Ausland, allen voran die intellektuelle Elite, wie Ärzte und Journalisten. Seit den gewaltsamen und blutigen Protesten liegt die Wirtschaft brach, die zu 90 % von der Landwirtschaft abhing. Die aktuellen Entwicklungen in Burundi haben zu einer Verschärfung bei der Verletzung von Grundrechten auch bei Kindern geführt. Vielen bleibt das Recht auf Bildung verwehrt, da sie für ihre Familien Geld zu verdienen müssen. Hinzukommt, dass durch mangelnde medizinische Versorgung viele Kinder, die an relativ harmlosen Krankheiten wie z. B. an Durchfall leiden, lebensbedrohlich gefährdet sind. Zusätzlich sind viele Kinder von der HIV-Pandemie betroffen: Einige haben ihre Eltern durch die Krankheit verloren und somit auch ihre soziale Sicherung. Die Zahl der Aidswaisen steigt weiter an. Meist bleibt den Kindern nur der Weg auf die Straße, wo sie leicht (sexueller) Ausbeutung zum Opfer fallen.

  • Unser Einsatz im Land

    Aufgrund der politischen Unruhen ist die Arbeit für die Kindernothilfe im Land sehr schwierig geworden. In den Projekten, die wir unterstützen, sinddie Einhaltung der Kinderrechte und Hilfe zur Selbsthilfe die Hauptaspekte.

    Der sogenannte Selbsthilfegruppen-Ansatz bietet der Gemeinschaft Raum zur Selbsthilfe und Selbstverwirklichung; der feste Glaube an das Potenzial der Gemeinschaft bietet die Basis für unseren Ansatz. Hierbei schließen sich die Ärmsten der Armen, in der Regel Frauen, in Gruppen zusammen. Gemeinsam sparen sie Kleinstbeträge und erhalten Schulungen in den für sie wichtigen Bereichen. Von dem angesparten Kapitalstock können sich die Frauen gegenseitig Kredite auszahlen und neu investieren, beispielweise für  die Eröffnung eines kleinen Geschäftes. So gelingt es den Frauen, ihre Armut zu überwinden und ihre sozio-ökonomische Lage für sich und ihre Familie zu verbessern. Kinder profitieren stark von Veränderungen und Erfolgen: Durch die Selbsthilfegruppen, die ihre Mütter besuchen, verbessert sich ihr Leben. Ihre Grundrechte z. B. auf Nahrung, Bildung und medizinische Versorgung werden gewahrt.

     

    Zahlen zu Burundi

    • 10,7 Millionen Menschen leben in Burundi
    • 56 Jahre ist die durchschnittliche Lebenserwartung
    • 67 % leben von weniger als 1 US-Dollar pro Tag
    • 29 % der Kinder unter 5 Jahre sind untergewichtig
    • 46 % aller Burundier sind jünger als 15 Jahre
    • 81 % gelten als arm

    Quellen: World Factbook

  • Unsere Partner in Burundi

    Vor Ort arbeitet die Kindernothilfe mit erfahrenen Partnern zusammen:

Burundi: Selbsthilfegruppen

Burundi: Selbsthilfegruppen

In Selbsthilfegruppen organisiert, schaffen es Burundis Mütter aus eigenem Antrieb, ihre Kinder zu versorgen.

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