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Kenia

In Kenia unterstützen wir rund 146,600 Kinder und Jugendliche in 23 Projekten. Wir sind seit 1974 in diesem ostafrikanischen Land aktiv. Unsere Projekte liegen hauptsächlich in den Provinzen Western, Central, Eastern and Coast und werden von einheimischen Partnerorganisationen umgesetzt.

Kenia

Armut statt Arbeit für
Landflüchtlinge in Kenias Großstädten

In Kenia lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Armut. Besonders schwierig ist das Leben für die Landbevölkerung – durch den Klimawandel können viele Familien kaum vom Ertrag ihrer Arbeit leben. Regenperioden fallen aus, Ernten vertrocknen, Tiere verdursten. In der Hoffnung auf bessere Einkommensquellen flüchten Dorfbewohner in die Städte, landen dort aber meist in den Slums.

Wir bekämpfen die Armut, damit Menschen nicht mehr ihr Zuhause verlassen müssen. Wir unterstützen (Aids-)Waisen, schützen Straßenkinder vor Ausbeutung, vermitteln Grundbildung und berufliche Ausbildung, gemeindenahe Rehabilitation von Kindern mit Behinderungen und motivieren Frauen, Selbsthilfegruppen zu gründen.

Die Herausforderungen

Pressereise 2012 nach Kenia
Viele Kinder wachsen in Slums auf.

Kenia ist die leistungsfähigste Volkswirtschaft in der Ostafrikanischen Gemeinschaft. Insgesamt gesehen verdienen die Menschen hier mehr als die Einwohner von Tansania, Uganda, Burundi und Ruanda zusammen. Allerdings sind die Einkommen sehr ungleich verteilt: Rund 43 Prozent der Kenianer müssen mit weniger als 1,25 US-Dollar am Tag auskommen.

Der wichtigste Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, in der rund 75 Prozent der Bevölkerung arbeiten – teilweise mit sehr geringem Verdienst. Die einfachen Landbewohner profitieren nicht von den Exporterlösen – Kenia gehört zu den weltgrößten Tee-Exporteuren. Viele Landbewohner flüchten wegen der geringen Verdienstmöglichkeiten in die Städte. Ohne Ausbildung bekommen sie keinen vernünftigen Job, können sich die hohen Mietpreise nicht leisten und landen in Slums. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewaltanwendung in den Familien oder der Tod der Eltern durch HIV/Aids treibt immer mehr Kinder auf die Straße.

Dank immer besserer Präventionsangebote ist die Zahl der jährlichen HIV-Neuinfektionen in den letzten zehn Jahren gesunken. Aids ist trotzdem weiterhin das größte Gesundheitsproblem.

2003 hat die Regierung die Gebühren für den Grundschulbesuch abgeschafft – ohne für mehr Schulen und Lehrer zu sorgen. Überfüllte Klassenzimmer verhindern einen guten Unterricht. Das wiederum mindert die Chancen der Schüler auf eine gute Berufsausbildung.

  • Unser Einsatz im Land

    Wir möchten, dass Mädchen und Jungen ohne armutsbedingte Einschränkungen und als gleichberechtigte eigenständige Menschen aufwachsen. Das ist ihr gutes, von den UN verbrieftes Recht. Daher setzen wir uns in allen Projekten und Programmen für die Umsetzung der Kinderrechte ein. Von diesen Projekten und Programmen profitieren:

    • Jugendliche, die eine Berufsausbildung machen
    • Straßenkinder, die wieder in einer Familie leben und nicht mehr ausgebeutet werden
    • Kinder mit Behinderungen, die Fähigkeiten lernen, die ihnen vorher niemand zugetraut hatte
    • Frauen, die sich zu Selbsthilfegruppen zusammenschließen und ihre Familien aus der Armut holen
    • sexuell missbrauchte Mädchen, die durch Traumatherapie zurück zum Leben finden
    • Menschen in dürregefährdeten Gebieten lernen durch nachhaltige Landwirtschaft, zukünftige Dürreperioden besser zu überstehen.

    Damit alle unsere Partner am gleichen Strang ziehen, entwickeln wir in Workshops gemeinsam mit ihnen Strategien, wie wir unser Ziel erreichen können.

    Zahlen zu Kenia

    • 45 Mio. Menschen leben in Kenia
    • 43 % gelten als arm*
    • 1,6 Mio. Menschen leben mit HIV/Aids (weltweit Platz 4)
    • 2,6 Mio. Kinder sind Waisen, davon 1 Mio. durch Aids*
    • 2,1 Mio. Kinder müssen arbeiten (26 %)

    Quellen: World Factbook, *Vereinte Nationen

  • Unsere Partner in Kenia

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