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Kind schaut aus Fenster. (Quelle: Ralf Krämer)

Ein Ausweg aus bitterer Armut

Swasiland: Zwei Drittel der Bevölkerung Swasilands leben in bitterster Armut. Besonders Kinder, aber auch Familienangehörige leiden an Unterernährung und Infektionskrankheiten, die durch verschmutztes Trinkwasser verursacht werden. Gemeinsam mit unserem Partner Africa Co-operative Action Trust (ACAT) wollen wir die Lebensumstände dieser Menschen verbessern. In Seminaren lernen die Familien ökologische Anbaumethoden. Diese Kenntnisse können sie für den Anbau ihrer eigenen Nahrung gut verwenden. In anderen Unterrichtsstunden lernen sie, sich in Gruppen zu organisieren, mit Geld umzugehen und sich vor HIV / Aids zu schützen. Die Aufklärung über HIV / Aids ist besonders wichtig, da Swasiland die höchste HIV-Infektionsrate weltweit hat. Bitte unterstützen Sie unsere Projektarbeit vor Ort mit einer Spende.

Situation vor Ort

Aidswaisen in Swasiland. (Quelle: Ralf Krämer)
Viele Kinder verlieren ihre Eltern durch Aids und müssen selbst für sich sorgen.

Während Mswati III als absoluter Monarch im Königreich Swasiland verschwenderisch mit Staatsgeldern umgeht, lebt die Bevölkerung in großer Armut: Zwei Drittel der Menschen leben von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. In den weit voneinander entfernten Siedlungen im Süden Swasilands gibt es weder ausreichend Nahrungsmittel noch sauberes Trinkwasser. Die Menschen sind stark unterernährt. Außerdem leiden sie an Infektionskrankheiten. Die gesunde Entwicklung der Schwächsten der Gesellschaft - der Kinder - ist aufgrund ihrer Unterernährung gefährdet. Hinzu kommt, dass viele Jungen und Mädchen in den südlichen Regionen Swasilands noch nicht einmal die Grundschule abschließen. Grund dafür sind die hohen Kosten für den Transport, Schuluniformen und Materialien für den Unterricht. Sie sind vielmehr darauf angewiesen, dass ihre Kinder im Haushalt mithelfen oder arbeiten gehen. Daher nehmen viele Kinder eine Arbeit an, um zur Versorgung der Familie beizutragen. Über 70.000 Aidswaisen müssen auf diese Art ihre kleinen Geschwister versorgen. Dabei steigt die Zahl der Aidswaisen jedes weitere Jahr an. Circa 26 Prozent der Bevölkerung sind HIV-infiziert. Damit hat Swasiland die höchste HIV-Infiziertenrate der Welt.

Hilfe zur Selbsthilfe

Gemeinsam mit der christlichen Organisation Africa Co-operative Action Trust (ACAT) versucht die Kindernothilfe, die Lebensumstände von (Aids-)Waisen und besonders Bedürftigen zu verbessern. Eine langfristige Verbesserung der Lebensumstände ist aber nur möglich, wenn die Menschen lernen, sich selber in Gemeinschaften zu organisieren, sich zu finanzieren und sich selbstständig zu verwalten. Um dies zu erreichen, schult unser Partner vor Ort die Dorfbewohner.

Die Menschen schließen sich zu Gruppen zusammen. In eine gemeinsame Kasse zahlt jedes Mitglied monatlich einen Betrag ein. Gruppenmitglieder können auf Bitten einen Kleinkredit erhalten, wenn sie ihn z. B. für die Eröffnung eines kleinen Ladens benötigen. In Raten und nur mit geringen Zinsen muss der Kredit später zurückgezahlt werden. Bis Projektende sollen 170 solcher Gruppen mit insgesamt etwa 6.250 Mitgliedern bestehen.

Ernährungssicherung

Gemüseanbau in Swasiland. (Quelle: Ralf Krämer)
Dank des ökologischen Anbaus können Familien ihre Ernährung sichern.

Die Dorfbewohner legen Gemüsegärten an. Dadurch können sie ihre Familie mit Nahrungsmitteln eigenständig versorgen. Den Rest verkaufen sie und verdienen somit noch ein wenig Geld dazu. Die Ernte hilft den Menschen, sich gesünder und regelmäßiger zu ernähren.
Der Kampf gegen HIV / Aids ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. 160 Freiwillige reisen durch die einzelnen Dörfer und klären über die Krankheit auf. In Schulungen durch die Mitarbeiter unseres Partners vor Ort lernen sie, wie sie Erkrankte und Angehörige von Aids-Erkrankten betreuen können.

Bitte unterstützen Sie unsere Projektarbeit vor Ort mit einer Spende. Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 74701


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