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Uganda

Seit 1981 sind wir in Uganda aktiv. Zurzeit unterstützen wir in dem ostafrikanischen Land rund 293.400 Kinder und Jugendliche in 20 Projekten, die über das ganze Land verteilt sind. Die Arbeit vor Ort läuft über 16 einheimische Partner.

Uganda

Wege aus Armut und Aids

Uganda zählt mittlerweile zu den wirtschaftlichen Hoffnungsträgern im östlichen Afrika. Die wirtschaftlichen Erfolge der vergangenen Jahre haben jedoch lediglich die Situation einer Bevölkerungsminderheit verbessert. Nach jahrelangen Fortschritten bei der HIV-Prävention steigt die Infektionsrate inzwischen wieder. 2,7 Millionen Kinder sind Waisen, davon bereits eine Million durch HIV und Aids. Sie leben bei Verwandten, allein mit ihren Geschwistern oder auf der Straße, gehen meist nicht zur Schule und werden auch als Erwachsene in Armut leben. Jedes vierte Kind muss arbeiten.

Die von uns unterstützten Projekte zeigen Kindern und ihren Familien Wege aus der Armut. Frauen-Selbsthilfegruppen tragen mit dazu bei, dass Waisen- und Straßenkinder in Dorfgemeinschaften geschützt und gefördert werden. Aufklärungsprogramme sensibilisieren bereits junge Menschen für den Schutz vor HIV und sind somit elementarer Bestandteil, um die Ausbreitung zu stoppen.

Die Herausforderungen

Ein kleines Mädchen trägt ein Baby auf dem Arm. (Quelle: Alexander Volkmann/Thüringer Allgemeine)
Tausende von Aidswaisen müssen selbst für ihre Geschwister sorgen.

In den vergangenen Jahren hat sich die wirtschaftliche Situation Ugandas verbessert – dank Unterstützung durch Weltbank, Internationalem Währungsfonds und anderen internationalen Gebern. Doch Korruption, das hohe Bevölkerungswachstum und die zunehmende Ausbreitung von HIV verhindern, dass alle Einwohner von den Fortschritten profitieren. Uganda war lange ein Musterbeispiel für eine erfolgreiche HIV-Aufklärung. Die Infektionsrate war niedriger als in vielen Nachbarstaaten, mittlerweile ist Uganda das einzige Land in Ost- und Südafrika, in der sie wieder steigt und viele Kinder zu Waisen geworden sind.

Neben den Problemen bei der HIV-Bekämpfung weist Uganda die typischen Merkmale von Unterentwicklung auf. Die meisten Menschen leben von der Landwirtschaft und sind somit von Wetterbedingungen abhängig. Weiterhin hat nur knapp über die Hälfte der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser. Durch verschmutztes Trinkwasser können sich Krankheiten leicht ausbreiten.

  • Unser Einsatz im Land

    Unsere Arbeit im Land ist auf Frauen, Jugendliche und Kinder fokussiert. Zum einen führen wir Projekte zur Nahrungssicherung durch. Hierbei erlernen Jugendliche effektive Anbaumethoden für ihre Felder. Zusätzlich legen sie Gärten in der Gemeinde an, die sie gemeinsam bestellen, um in Notsituationen die gesamte Gemeinde mit Nahrung versorgen zu können (Projekt 66111). In anderen Projekten stehen Waisen- und Straßenkinder im Mittelpunkt: Ihnen werden in den Projekten nicht nur Liebe und Wertschätzung entgegengebracht, sondern die Kinder werden zusätzlich in ihren Fähigkeiten bestärkt, um ihnen später eine Ausbildung zu ermöglichen (Projekt 66111; 66160; 66161).

    Den größten Teil der Arbeit macht die Arbeit mit Frauen im Rahmen des Selbsthilfegruppenansatzes aus. Sie werden ermutigt, sich in Selbsthilfegruppen zusammen zu schließen. Der Selbsthilfegruppen-Ansatz ist ein sehr erfolgreiches Instrument zur nachhaltigen Armutsbekämpfung. Der SHG-Ansatz erreicht die Ärmsten der Armen, mehrheitlich Frauen, und stärkt diese sozial, wirtschaftlich und politisch. Dadurch werden indirekt auch ihre Kinder erreicht, denen durch die Erfolge der Mütter ein Leben in Würde innerhalb der Gesellschaft ermöglicht wird.

    Zahlen zu Uganda

    • 37 Millionen Menschen leben in Uganda
    • 55 Jahre beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung
    • 1,1 Millionen Kinder haben durch HIV ihre Eltern verloren
    • 6 Kinder bekommt durchschnittlich jede Frau
    • 48 % der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre
    • 25 % aller Kinder zwischen 5 – 14 Jahren müssen arbeiten
               
    Quelle: The World Factbook
  • Unsere Partner in Uganda

    Um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, arbeitet die Kindernothilfe mit lokalen Partnern zusammen. Ihre Erfahrung mit den dortigen Gegebenheiten sorgt für nachhaltige Ergebnisse.

    Die Kindernothilfe arbeitet mit folgenden Partnern zusammen:

     

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Den Straßenkindern in der Stadt Lira ein neues besseres Leben zu ermöglichen ist das Ziel unseres Projektes. Helfen Sie uns bitte dabei, die Straßenkinder mit Essen, Kleidung, Medizin zu versorgen.

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Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe, hat Projekte unserer Partner in Uganda besucht. In unserem Blog berichtet sie von ihren Begegnungen und Erlebnissen.

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