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Kinder gehören nicht in Textilfabriken

Eines Tages hielt es Amrita (Name geändert) nicht mehr aus. Sie sprang von der Mauer, die das Fabrikgelände wie ein Gefängnis umzäunte, in die Freiheit. Das Mädchen ging zur Polizei – und fand von dort den Weg in das Projekt gegen Kinderarbeit unseres Partners Marialaya. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder übernehmen Sie eine Projektpatenschaft.

Boom auf Kosten der Kinder

Die 14-Jährige hatte in einer Fabrik im indischen Tirupur Hemden genäht. In der Stadt, bekannt als „T-Shirt-City“, brummt die Textilindustrie. Über 7.000 Fabriken, Spinnereien, Stickereien und Färbereien produzieren dort – auch für den Export. Doch Wohlstand für alle brachte der Boom nicht. Ein Viertel der Bevölkerung ist arbeitslos, drei Viertel sind verschuldet.

Von den Eltern „verpachtet“

Auch Amritas Eltern sind arm. So arm, dass sie ihre Tochter für fünf Jahre an die Fabrik „verpachteten“. Der Vermittler versprach ein besseres Leben für Amrita: Geld, Essen, Unterkunft. In Wirklichkeit landete sie in einer Art Arbeitsgefängnis. Angst und Gewalt prägte den Fabrikalltag. Die Mädchen und Jungen durften die Fabrik nicht verlassen, der Lohn wurde nicht ausgezahlt. Ihr Arbeitstag hatte zwölf Stunden. Pausen gab es kaum. Der Baumwollstaub, den sie einatmen mussten, ließ viele Kinder an Asthma erkranken.

Mädchen droht Missbrauch

Den Mädchen droht eine weitere Gefahr: sexueller Missbrauch. Es kann jederzeit passieren. Und wenn es passiert, wird ihr Schweigen oft mit etwas Geld erkauft. Für staatliche Behörden ist es nicht leicht, die Fabrikbesitzer zur Verantwortung zu ziehen. Bei Razzien entdecken sie die Kinderarbeiter oft nicht, weil sie vom „offiziellen“ Fabrikbetrieb isoliert werden.

Das tun wir konkret

Kinder gehören nicht in Fabrikhallen! Mit unserem lokalen Partner Marialaya kämpfen wir gegen die Kinderarbeit in der Textilindustrie von Tirupur. Unser neues Projekt richtet sich aktuell an 650 Mädchen und Jungen: an die viel zu jungen Textilarbeiter, an Schulabbrecher sowie an Kinder, denen Fabrikarbeit droht, weil ihre Familien sehr arm sind.

Schulförderzentren und Berufskurse

Die 650 Kinder besuchen an fünf Tagen pro Woche die 25 Schulförderzentren des Projekts. Schulabbrecher holen dort den Unterrichtsstoff nach und werden so auf die Re-Integration in die Schule vorbereitet. Schüler, die von Kinderarbeit bedroht sind, vertiefen den aktuellen Unterrichtsstoff und erfahren, wie wichtig ein Schulabschluss ist. Auch die Talente der Kinder werden geweckt, unter anderem mit Straßentheater und Umweltclubs.
Zudem wird den Kindern und Jugendlichen in berufsvorbereitenden Kursen eine echte Zukunftsperspektive geboten: als Bäcker, Krankenschwester und -pfleger, Computer-Experten, Altenpfleger oder im Gastgewerbe.

Aufklärung

Das Projekt kann nur wirksam sein, wenn wir die Eltern einbeziehen. Deshalb erfahren sie in Schulungen, wie sie ihr Familieneinkommen durch neue Geschäftsideen aufbessern können.
Außerdem vermitteln Projektmitarbeiter den Eltern ein Gespür dafür, wie wichtig es ist, dass ihre Kinder geschützt aufwachsen: ohne Fabrikarbeit, ohne Gewalt. Dafür mit Bildung, also mit Zukunft.

Das Thema "Kindesschutz" ist unserem Projektpartner ein großes Anliegen. Auch Kinder machen sich in Kindesschutz-Komitees für ihre Rechte stark und lernen in sogenannten Kinderparlamenten, selbst für Ihre Belange einzutreten. Vielen wird erst dadurch bewusst, dass sie gemeinsam sehr stark sind und vieles erreichen können. Die Kinder sind stolz auf ihreTeilnahme und kommen regelmäßig zu den begleiteten Treffen.

Bitte unterstützen Sie unsere Projektarbeit mit einer Spende oder übernehmen Sie eine Projektpatenschaft. Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 21720 (läuft bis: 30.9.2019)

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    Sie können Projekt-Anteile erwerben, ein Anteil hat einen Wert von monatlich 15 Euro. Ob Sie einen oder gleich mehrere Anteile übernehmen, bestimmen Sie selbst.

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pro Kind reichen für einen berufsvorbereitenden Kurs (z.B. Krankenpflege, Bäckerei).

pro Monat brauchen wir für den Betrieb eines Schulförderzentrums mit 30 Schülern.

sind für 1 Tag Aufklärung zum Thema Kinderrechte für 125 Teilnehmer nötig.

Ich spende einen anderen Betrag.

Meine Spende beträgt: 0 €


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