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Jugendliche im Berufsausbildungszentrum in Mitrovica, Kosovo. (Quelle: Kindernothilfe)

Ausbildungszentrum für Jugendliche

Kosovo: Auch 16 Jahre nach Ende des Kosovo-Krieges ist die wirtschaftliche Situation nach wie vor bedrückend. Es gibt kaum Arbeitsplätze, die industrielle Basis ist zerstört und es sind kaum Neuinvestitionen in Sicht. Viele Jugendliche versuchen sich mit dem Betreiben eines Kleingewerbes oder als Tagelöhner über Wasser zu halten. Im früheren Bergbauzentrum Mitrovica sind laut der offiziellen Arbeitslosenstatistik ca. 60 Prozent der Bewohner arbeitslos. Unser Projekt will das ändern. Bitte helfen Sie mit einer Spende.

Jugendliche im kosovarischen Ausbildungszentrum. (Quelle: Kindernothilfe-Partner)

Ein Ausbildungszentrum für Jugendliche im Kosovo

Welche Perspektiven haben Jugendliche in einem Land mit mehr als 60 Prozent Arbeitslosen? Die Kindernothilfe unterstützt ein Ausbildungszentrum, dessen Arbeit Jugendlichen hilft, sich auf eigene Beine zu stellen.

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Opfer des Strukturwandels

Mitrovica war das Zentrum des Bergbaus im Kosovo. Im Industriekomplex Trepca waren ungefähr 25.000 Menschen beschäftigt, davon 12.000 aus der unmittelbaren Region Mitrovica. Dann kam der Strukturwandel: Trepca ist bis auf eine kleine Anzahl von 500 Menschen, die dort arbeiten, stillgelegt. Die Stadt befindet sich aufgrund der Schließung von Trepca in einem Strukturwandel mit einer Transformation vom industriellen Sektor hin zum Dienstleistungssektor.

Qualitativ hochwertige Berufsausbildungen, die zudem den Bedürfnissen der Arbeitgeber angepasst sind, sind im Kosovo nach wie vor rar. Die Zahl der Bewerbungen liegt bei jedem Ausbildungsgang weit über der Zahl der verfügbaren Ausbildungsplätze. Diese Resonanz zeigt, wie hoch der Bedarf an Ausbildungsmöglichkeiten im kriegsgeschüttelten Kosovo ist. Im Kosovo leben immer noch viele junge Menschen in Armut. Umso wichtiger ist es, Jugendlichen eine qualifizierte Ausbildung anzubieten. Zielgruppe der Ausbildungen sind benachteiligte junge Leute, darunter viele Voll-/Halb-Waisen und Jugendliche aus bedürftigen Familien.

Wandel erfolgreich gestalten

Jungendliche im Ausbildungszentrum (Quelle: Denker)
Jugendliche im Ausbildungszentrum.

Um diesen Wandel erfolgreich zu gestalten, müssen Ausbildungsangebote bereitgestellt werden. Das Ausbildungszentrum der Kindernothilfe schließt mit seinem breitgefächerten Angebot genau diese Lücke. Seit dem Jahr 2002 können Jugendliche in einer von der Kindernothilfe gegründeten Handwerkerschule eine Ausbildung machen. Das Programm umfasst Ausbildungsgänge unter anderem im Bausektor, der Elektroinstallation, der Lebensmittelverarbeitung und für junge Frauen Sprachkurse und Tätigkeiten im Verwaltungssektor. Seit 2010 führt die Kindernothilfe das Ausbildungszentrum unter dem Namen „Diakonie Training Center“ (DTC) gemeinsam mit der Diakonie Trier und ihrer „Tochter“ Diakonie Kosovo, die 2008 gegründet wurde. Die Hauptarbeitsgebiete der Diakonie Trier waren bisher die Unterstützung von rückkehrenden kosovarischen Flüchtlingen aus Deutschland in ihre Heimat und die Ausbildung von Traumatherapeuten in Kooperation mit dem kosovarischen Gesundheitsministerium und lokalen Frauenhäusern.

Ausbildung mit Konzept

Nach einer dreimonatigen Ausbildung im Zentrum, die Theorie und Praxis verbindet, schließt sich ein einmonatiges Praktikum in klein- und mittelständischen Betrieben in Mitrovica an. Danach besteht die Möglichkeit, entweder direkt eine Arbeitsstelle anzutreten oder noch einen Aufbaukurs zu besuchen. In Existenzgründerkursen lernen die Absolventen, wie sie den Weg in die Selbstständigkeit schaffen können und so auf eigenen Beinen stehen. Damit Menschen aus dem gesamten Kosovo eine Ausbildung an dem Projekt teilnehmen können, bestehen Übernachtungsmöglichkeiten direkt auf dem Gelände des Ausbildungszentrums eingerichtet. Die Kursteilnehmenden können sich dort in einer Küche selbst verpflegen und sparen die Anreisezeit sowie Fahrtkosten.

Stärkung einer jungen Gesellschaft

Das Kosovo ist eine extrem junge Gesellschaft: Das Durchschnittsalter beträgt 25 Jahre. Diese jungen Menschen stellen eine riesige Ressource – auch für Investoren – dar. Die Nachhaltigkeit der Ausbildungsgänge wird durch regelmäßige Marktanalysen sichergestellt, die den Bedarf nach Ausbildung und qualifizierten Mitarbeitenden in der Region ermitteln. Gespräche und Kooperationen mit Politikern und Frauenhäusern verbessern das Angebot immer wieder. So konnten in Gesprächen mit Vertreterinnen von Frauenorganisationen die Bereiche identifiziert werden, in denen ein spezieller Ausbildungsbedarf für Frauen besteht. Daraufhin wurden zwei neue Ausbildungsgänge gestartet: zur Schneiderin und zur Friseurin. Für beide Berufe besteht nach Aussagen von Fachleuten die Aussicht, dass die Frauen ihren Lebensunterhalt sichern können. Die Einrichtung der beiden Ausbildungslehrgänge erfordert eine Investition in die Ausbildungsstätten (Friseurin: Anschaffung von Waschbecken, Haartrockner, Scheren, Utensilien, etc. / Schneiderin: Nähmaschinen, Stoffe, Scheren, Garn, Utensilien, etc.). Das Ziel ist es, mit der Erweiterung des Ausbildungsangebots für Frauen, deren Position in der Gesellschaft zu stärken.

Bitte unterstützen Sie das Projekt mit Ihrer Spende. Herzlichen Dank!

Projekt Nr. 40021


Ja, ich möchte das Projekt „Kosovo: Ausbildungszentrum“ unterstützen mit:

genügen, um die Maschinen im Ausbildungszentrum 1 Monat zu warten.

tragen dazu bei, die laufenden Kosten für einen Schneiderkurs für 1 Monat zu übernehmen.

tragen dazu bei, das Kursmaterial für unterschiedliche Ausbildungen 1 Monat lang zu stellen.

Ich spende einen anderen Betrag.

Meine Spende beträgt: 0 €


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Rund 57 Millionen Mädchen und Jungen gehen weltweit nach wie vor nicht zur Schule. Jedes dieser Kinder droht in einen Teufelskreis zu geraten aus fehlender Bildung und Armut. Die Kindernothilfe hat Bildung deshalb zu ihrem Schwerpunktthema gemacht.

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