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Ein ruandisches Kind im Feld mit einer Karotte. (Quelle: Jakob Studnar)

Kinderarmut bekämpfen – Zukunft schaffen

Trotz bemerkenswerter Fortschritte in den vergangenen Jahren leben gegenwärtig knapp 900 Millionen  Menschen weltweit in extremer Armut - die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Die Bekämpfung der Armut ist deshalb eines der zentralen Ziele der Kindernothilfe. Sowohl durch unsere Projektarbeit vor Ort als auch durch politische Lobbyarbeit setzen wir uns dafür ein, dass Armut und Hunger weltweit ein Ende haben und Kinder und Jugendliche eine faire Zukunftsperspektive erhalten.

Die weltweite Situation

Nach einer Definition der Weltbank leidet man unter extremer Armut, wenn man weniger als 1,90 US-Dollar am Tag zur Verfügung hat. Nach jüngsten Schätzungen der Weltbank sind gegenwärtig knapp 900 Millionen Menschen davon betroffen. 79 Prozent der extrem armen Menschen leben in zwei Regionen - Südasien und Afrika südlich der Sahara. In Afrika südlich der Sahara muss 43 Prozent der Bevölkerung mit weniger als 1,90 US-Dollar auskommen. In dieser Region stieg die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen an: von 290 Millionen (1990) auf 389 Millionen im Jahr 2012.

Die Ursachen

Die Ursachen für Armut weltweit sind vielfältig. Viele Menschen leben in Armut, weil sie keinen Zugang zu Bildung haben. Die Ausbreitung von Krankheiten wie HIV/Aids sowie unzureichende Gesundheitssysteme, Kriege und bewaffnete Konflikte aber auch fehlende Infrastruktur und mangelnde technische Ausstattung können Armut verursachen. Kulturelle oder religiöse Faktoren, rasantes Bevölkerungswachstum, eine korrupte Regierungsführung und eine hohe Staatsverschuldung kommen oft hinzu. Verstärkt wird Armut zusätzlich durch die Auswirkungen des Klimawandels. Anhaltende Dürreperioden, Überschwemmungen und Naturkatastrophen nehmen vielen Menschen die Existenzgrundlage.

  • Folgen für Kinder und Jugendliche

    Die Folgen von Armut sind für Kinder und Jugendliche besonders gravierend. UNICEF (2004) macht die Komplexität und Vielfalt von Kinderarmut durch folgende Definition deutlich:

    Definition Kinderarmut

    In Armut lebende Kinder erleben den Mangel an materiellen, geistigen und emotionalen Ressourcen, die sie zum Überleben und zu ihrer Entwicklung brauchen. Dadurch sind sie nicht fähig, ihre Rechte zu genießen, ihr Potenzial zu entwickeln und als gleichgestellte Mitglieder der Gesellschaft teilzunehmen. Quelle: UNICEF 2004

    Überproportional viele Kinder sind von extremer Armut betroffen: Obwohl Kinder und Jugendliche nur ein Drittel der weltweiten Bevölkerung stellen,  ist die Hälfte der extrem armen Menschen 18 Jahre oder jünger. Wachsen Kinder in Armut auf, leidet ihre physische und psychische Entwicklung. Viele müssen aufgrund von Armut schon in jungen Jahren schwer arbeiten, um das Überleben zu sichern und haben keine Chance, sich durch einen Schulabschluss die Perspektive auf eine bessere Zukunft zu schaffen. Kriege und Konflikte verschlimmern die Situation enorm, durch einen typischen Bürgerkrieg steigt die Kindersterblichkeit bereits um 13 Prozent. Mädchen werden tendenziell beim Zugang zu Nahrungsmitteln, Bildung und Gesundheit benachteiligt.

    Die Mehrheit der in Armut aufwachsenden Kinder lebt im südlichen Asien und Afrika, ganz überwiegend stammen sie aus ländlichen Gebieten und gehören ethnischen oder religiösen Minderheiten an. Auch kulturelle Faktoren sind entscheidend. So werden Kinder durch das Kastenwesen in Indien oft in Armut hineingeboren, der sie durch die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kaste kaum entkommen können. Auch in Industrieländern ist in den letzten Jahren ein Anstieg der Kinderarmut und Jugendarbeitslosigkeit in der Folge der Wirtschaftskrise zu verzeichnen.

  • Armutsbekämpfung in den Projekten der Kindernothilfe

    Armutsbekämpfung spielt auch in unseren Projekten eine wichtige Rolle. Bei uns sind vor allem Projekte wichtig, die die lokale Bevölkerung in die Planung und Durchführung einbeziehen. Diese Projekte haben die nachhaltige Entwicklung der Kinder und Familien zum Ziel.

    • Das wichtigste Ziel von Projekten zur Armutsbekämpfung ist die Befriedigung von Grundbedürfnissen. Dazu gehören zum Beispiel bessere Gesundheitsdienste, Trinkwasserversorgung oder eine ausgewogene Ernährung.
    • Das Recht auf Bildung wird durch den Zugang zu Grundbildung und schulischer Förderung verwirklicht.
    • Da Mädchen in vielen Bereichen immer noch diskriminiert werden, müssen Mädchen und junge Frauen gezielt gefördert werden.

    Wir wollen gesellschaftliche Rahmenbedingungen verändern und verstärkt die Interessen der Betroffenen in der Armutsbekämpfung vertreten. Den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen ist nicht einfach. Deshalb setzen wir an verschiedenen Punkten an. Wir versuchen gemeinsam mit den Eltern neue Einkommensoptionen auszuloten, die ein Leben in Selbstständigkeit ermöglichen. Gelingt dies, können sie eine gesunde Ernährung, Zugang zu Gesundheitsversorgung und den Schulbesuch ihrer Kinder ermöglichen. Kinder werden für ihre Rechte sensibilisiert, damit sie Unrecht erkennen, anklagen und ihre Lebensumstände auch aus eigener Kraft verbessern können. Spezielle Schul- und Berufsbildungsprogramme geben ihnen das nötige Rüstzeug, um langfristig auf eigenen Beinen zu stehen. Darüber hinaus nehmen wir gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort auch die Regierungen in die Pflicht. Sie müssen ein günstiges Rahmenwerk schaffen, das eine gesunde Entwicklung frei von Armut und Hunger möglich macht, die Erfüllung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung sicherstellt und ihre Rechte verwirklicht.

  • Millenniums-Entwicklungsziele - auf der Zielgeraden

    Im Jahr 2000 haben sich die Regierungschefs der Welt verpflichtet, die Armut deutlich zu reduzieren und hierfür acht messbare „Millenniumsentwicklungsziele“ (Millennium Development Goals, MDG) abgeleitet, die bis zum Jahr 2015 umgesetzt werden sollen. Neben den acht Hauptzielen wurden 21 Unterziele und 60 Indikatoren festgelegt, um die Umsetzung der MDG zu messen. Alle Ziele werden auf Basis der Daten von 1990 bemessen.

    Seit dem Millenniumsgipfel im Jahr 2000 wurden dank der MDGs bemerkenswerte Fortschritte erzielt, die auch die Lebensperspektiven vieler Kinder und Jugendliche in allen Regionen der Welt verbessert haben. So ist die extreme Armut in den vergangenen 20 Jahren deutlich zurückgegangen, die Zahl der Kinder im Grundschulalter, die keine Schule besuchen sank weltweit fast um die Hälfte. Ebenso sank die Sterblichkeitsrate der Kinder unter fünf Jahren von 90 auf 43 Sterbefälle je 1.000 Lebendgeburten. 2015 haben 91 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zu verbesserter Trinkwasserversorgung, gegenüber 76 Prozent im Jahr 1990.

    Trotz dieser Erfolge bleibt noch Vieles zu tun: Täglich sterben 16.000 Kinder unter fünf Jahren, zumeist an vermeidbaren Ursachen. Im globalen Süden ist die Müttersterblichkeitsrate 14-mal so hoch wie in den entwickelten Ländern. Gerade die Umsetzung der MDGs zu Müttergesundheit und Kindersterblichkeit bleibt also deutlich hinter den gesteckten Zielen zurück. Mehr als 160 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind für ihr Alter zu klein, weil sie nicht genug zu essen haben und 57 Millionen Kinder im Grundschulalter besuchen immer noch keine Schule. Hier können Sie den aktuellen Bericht zum Stand der Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele 2015 downloaden.

    Die Millenniumsentwicklungsziele

    Ziel 1: Hunger und extreme Armut beseitigen

    Der Anteil der Weltbevölkerung, der weniger als 1,25 US-Dollar täglich zur Verfügung hat, soll bis 2015 um die Hälfte gesenkt werden. Der Anteil der hungernden Menschen soll ebenfalls bis 2015 halbiert werden. Alle Menschen sollen eine produktive und menschenwürdige Beschäftigungsmöglichkeit erhalten.

    Ziel 2: Grundschulbildung für alle Kinder

    Bis zum Jahr 2015 soll sichergestellt werden, dass alle Kinder weltweit eine Grundschulbildung vollständig abschließen können.

    Ziel 3: Gleichstellung und stärkere Beteiligung von Frauen

    Die Geschlechterungleichheit in der Primär- und Sekundarschulbildung bis 2005 zu beseitigen, auf allen Bildungsebenen bis zum Jahr 2015.

    Ziel 4: Kindersterblichkeit verringern

    Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren soll bis 2015 um zwei Drittel gesenkt werden.

    Ziel 5: Die Gesundheit von Müttern verbessern

    Die Müttersterblichkeitsrate soll bis zum Jahr 2015 um drei Viertel gesenkt und der allgemeine Zugang zu Maßnahmen der reproduktiven Gesundheit sichergestellt werden.

    Ziel 6: HIV/Aids, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen

    Die Ausbreitung von HIV/Aids, Malaria und anderen schweren Krankheiten soll bis zum Jahr 2015 gestoppt werden und die Zahl der Neuinfektionen rückläufig sein. Bis 2010 sollen alle HIV-Infizierten umfassenden Zugang zu medizinischer Behandlung bekommen.

    Ziel 7: Nachhaltigen Umgang mit der Umwelt sichern

    Der Anteil der Weltbevölkerung, der keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen hat, soll bis 2015 um die Hälfte gesenkt werden. Die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung sollen in die Politik der einzelnen Länder eingebunden und der Verlust der biologischen Vielfalt verringert werden.

    Ziel 8: Aufbau einer weltweiten Partnerschaft für Entwicklung

    Die angestrebte globale Entwicklungspartnerschaft soll auf mehreren Ebenen ansetzen. Dabei geht es um einen angemessenen finanziellen Beitrag zur Entwicklungszusammenarbeit, Schuldenerlass für die ärmsten Länder, ein partnerschaftliches Handels- und Finanzsystem und Zugang zu unentbehrlichen Arzneimitteln sowie um neue Technologien aus den Bereichen Information und Kommunikation. Außerdem sollen sich Geber- wie Nehmerländer zu guter Regierungsführung verpflichten.

  • Die neue globale Entwicklungsagenda

    Wie soll es nach 2015 – nach dem Auslaufen der Millenniumsentwicklungsziele – weitergehen? Diese Frage stellte sich die Weltgemeinschaft. Eine Antwort war nicht leicht. Zum einen, weil einige Ziele nicht mehr erreicht wurden. Zum anderen, weil der Klimawandel, die die Wirtschafts-, Energie und Nahrungsmittelkrise die Weltgemeinschaft vor neue Herausforderungen stellen. Notwendig war ein neues Rahmenwerk, das die nachhaltige Bekämpfung von Hunger, Armut und Unterentwicklung in der Welt ermöglicht.

    Zur Erarbeitung einer neuen Entwicklungsagenda nach 2015 setzten die Vereinten Nationen einen umfassenden Prozess in Gang. So fanden in über 50 Ländern Konsultationen mit der Zivilgesellschaft statt und es wurden Expertengremien, wie das High Level Panel, eingerichtet, die erste Vorschläge für eine Entwicklungsagenda erarbeiteten. Parallel dazu wurde auf der UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung 2012 (Rio+20) beschlossen, globale Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) zu entwickeln. Die zu diesem Zweck ins Leben gerufene Open Working Group der UN-Generalversammlung legte im Juli 2014 ihren Bericht vor. Sie schlägt darin 17 Ziele vor. Das Sekretariat der Vereinten Nationen hat im Dezember 2014 im Synthese-Bericht "The Road to Dignity by 2030: Ending Poverty, Transforming all Lives, and Protecting the Planet" die bisherigen Arbeits-Ergebnisse der verschiedenen Arbeitsgruppen und Panel gebündelt und analysiert - und die beiden bis dahin parallel laufenden Prozesse zusammengeführt. Der Bericht bildete die Grundlage der nun abgeschlossenen zwischenstaatlichen Verhandlungen. Er räumt an vielen Stellen Kindern und Jugendlichen eine zentrale Rolle für eine nachhaltige Entwicklung  ein. Diese wichtige und richtige Botschaft muss Eingang in die Post 2015 Agenda finden  - und sich auch in den Zielen widerspiegeln. Dies forderte die Kindernothilfe unter anderem in ihrer Kommentierung zum Synthese-Bericht des UN-Generalsekretärs ein.

    Am 25. September 2015 wurde auf dem UN-Gipfel in New York die "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" verabschiedet.

    Synthese-Bericht "The Road to Dignity by 2030: Ending Poverty, Transforming all Lives, and Protecting the Planet"

    Bericht der Open Working Group:Open Working Group Proposal for Sustainable Development Goals

    Bericht “A New Global Partnership: Eradicate Poverty and Transform Economies through Sustainable Development”des High Level Panel

    VENRO Positionspapier zur Post 2015 Entwicklungsagenda (Deutsch) VENRO Positionspapier zur Post 2015 Entwicklungsagenda (Englisch)

  • Die Ziele für nachhaltige Entwicklung

    Die Weltgemeinschaft hat mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einen umfassenden Umsetzungsplan für nachhaltige Entwicklung vorgelegt. Darin einigten sich die Mitglieder der Vereinten Nationen auf 17 konkrete Ziele mit insgesamt 169 Unterzielen für nachhaltige Entwicklung, Armutsbekämpfung und Umweltschutz. Erstmals nehmen diese "Sustainable Development Goals" (SDGs) alle Länder - und damit auch Deutschland - in die Pflicht - und nicht die Länder des globalen Südens.

    Die 17 Ziele im Überblick:

    1. Armut beenden

    2. Hunger beenden; Ernährungssicherheit erreichen

    3. Gesundes Leben für alle Menschen gewährleisten

    4. Inklusive, gerechte und qualitativ hochwertige Bildung gewährleisten

    5. Geschlechtergerechtigkeit erreichen

    6. Wasser- und Sanitärversorgung gewährleisten

    7. Zugang zu nachhaltiger Energie sichern

    8. Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit fördern

    9. Belastbare Infrastruktur und  nachhaltige Industrialisierung fördern

    10. Abbau von Ungleichheit in und zwischen Staaten

    11. Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen

    12. Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster fördern

    13. Bekämpfung des Klimawandels

    14. Ozeane und Meeresressourcen erhalten und nachhaltig nutzen

    15. Landökosysteme, Wälder und Biodiversität schützen

    16. Friedliche und inklusive Gesellschaften fördern

    17. Umsetzungsmittel stärken; Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung

    Die nachhaltigen Entwicklungsziele bieten eine große Chance, weil sie die drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung, soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung gemeinsam betrachten und auch die Länder des Nordens in die Pflicht nehmen.

    Die Hälfte der Ziele nehmen Kinder und Jugendliche in den Blick. Die für die Lebenssituation von Kindern zentralen Themen Armutsbekämpfung, Ernährungssicherung, Gesundheit und Bildung haben weiterhin einen hohen Stellenwert auf der internationalen Entwicklungsagenda. Zielvorgaben zu Kindesschutz (16.2), Kinderarbeit und Kindersoldaten (8.7) wurden in eigenen Unterzielen verankert. Damit bietet die Agenda 2030 zentrale Anknüpfungspunkte, die Rechte von Kindern umzusetzen.

    Durch die Agenda 2030 muss jedes Land sich der Herausforderung stellen, sie mit Leben zu füllen und im eigenen Land umzusetzen.

  • Kampagne "Deine Stimme gegen Armut" beendet!

    Nach zehn Jahren Einsatz für globale Gerechtigkeit stellt VENRO die Kampagne "Deine Stimme gegen Armut" zum Jahresende ein.

    Die Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen, mehr zu deren Durchsetzung zu tun, waren zwei zentrale Ziele der Kampagne. Die Kindernothilfe hat sich, unterstützt von vielen Ehrenamtlichen, Schüler- und Studentengruppen, von Anfang an aktiv an der Kampagne beteiligt!

    Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass DEINE STIMME GEGEN ARMUT viel erreicht hat. Durch die Kampagne konnten VENRO und seine Mitgliedsorganisationen einen Beitrag dazu leisten, dass Themen wie Schuldenerlass, Gesundheit, mehr und bessere Entwicklungszusammenarbeit, das Menschenrecht auf Nahrung und menschenwürdige Arbeit in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wurden. Laut repräsentativer Umfragen aus den Jahren 2007 bis 2011 waren die MDG mindestens jedem zweiten Deutschen ein Begriff. Über die Jahre hinweg wurden Menschen für entwicklungspolitische Belange und den Zusammenhang zwischen den eigenen Verhaltens- und Konsummustern und dem Leben der Menschen im globalen Süden sensibilisiert. Im Laufe der 10 Jahre konnten wir gemeinsam mehr als zwei Millionen Stimmen gegen Armut sammeln und an Politiker und Politikerinnen übergeben. Unzählige Menschen haben wir so für unsere Themen sensibilisiert. Genau da muss die Transformation einer Gesellschaft beginnen: in den Köpfen der Menschen!

    Durch das Engagement vieler Prominenter, allen voran des Mit-Initiators Herbert Grönemeyer,  aber gerade auch durch viele kleine und große Aktionen, getragen von einer Vielzahl Aktiver, war dieser Erfolg erst möglich. Sie alle haben als menschliche „Lautsprecher“ gewirkt und viele Menschen dazu bewegt, aktiv zu werden.

    Ende September verabschiedeten die Staats- und Regierungschefs auf dem UN-Gipfel die Agenda 2030. Kernelement sind 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die die Millenniumsentwicklungsziele (MDG) ablösen. Die Agenda 2030 ist eine neue Chance, um eine umfassende Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft einzuleiten. VENRO und seine Mitglieder werden weiter – aber mit anderen Formaten – daran arbeiten, die Bundesregierung an ihre internationale Verantwortung zu erinnern und sie zu mehr Einsatz für globale Gerechtigkeit zu bewegen. Die Kindernothilfe ist dabei!

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