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Guatemala

Guatemala gehört zu den ärmsten Länder Lateinamerikas. 1976 haben wir nach einem verheerenden Erdbeben die Arbeit vor Ort aufgenommen und betreuen heute rund 11.800 Kinder in 17 Projekten.

Guatemala

Drogenkriminalität und hohe Gewaltraten

In Guatemala sind die sozialen Ungleichheiten, vor allem beim Einkommen, dem Lebensstandard und der Bildung enorm. Die Hälfte der Bevölkerung ist arm bis sehr arm, den meisten Menschen fällt es schwer, aus eigener Kraft den Kreislauf der Armut zu durchbrechen, wovon nicht zuletzt auch Kinder stark betroffen sind. Aufgrund der Not ihrer Familien müssen viele Mädchen und Jungen arbeiten, was ihre Chancen auf Bildung, besseren Zugang zur Gesundheitsvorsorge und ihre Aufstiegschancen schmälert. Wir unterstützen verschiedene Partnerorganisation in dem Bereich Reduzierung der ländlichen Armut, Gewaltprävention und Verbesserung des Zugangs zu Bildung für Kinder aus armen Familienverhältnissen.

Die Herausforderungen

Hohe Gewaltraten und zunehmende Drogenkriminalität prägen das mittelamerikanische Land Guatemala, das von 1960 bis 1996 vom Bürgerkrieg beherrscht wurde. Bis heute herrscht ein starkes Gefälle zwischen Arm und Reich, der Reichtum konzentriert sich auf eine Minderheit, wohingegen über die Hälfte der Guatemalteken unterhalb der Armutsgrenze lebt. Besonders häufig betroffen ist die indigene Bevölkerung: beinahe ein Drittel gilt als extrem arm.

Ein Mädchen blickt lächelnd in die Kamera. (Quelle: Bastian Strauch)
Kinder in ländlichen Regionen müssen
besonders geschützt werden.

Die Gesundheitsversorgung ist vor allem in ländlichen Regionen des Landes sehr schlecht. Das öffentliche Gesundheitswesen leidet außerdem unter finanziellem Mangel und schlechter Ausstattung.

Auch der Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen in ländlichen Gebieten ist unzureichend. Dies führt zu starker Landflucht und zu einer Überbevölkerung der Städte. Da die meisten Menschen ihren Lebensstandard in der Stadt kaum verbessern können, leben sie weiterhin in großer Armut.

Das Bildungswesen ist personell und materiell schlecht ausgestattet. Die meisten Schulen befinden sich außerdem in der Stadt, während die meisten schulpflichtigen Kinder auf dem Land leben.

Durch die weit verbreitete Armut ist die Anzahl arbeitender Kinder sowohl in der Stadt als auch auf dem Land sehr hoch. Dies trägt dazu bei, dass Kinder wenig Zugang zu Bildung haben und sich so nicht aus dem Teufelskreis der Armut befreien können.

  • Unser Einsatz im Land

    Unsere Arbeit in Guatemala zielt insbesondere darauf, Kinder in ländlichen Regionen und in städtischen Randgebieten zu stärken, sie vor Gewalt zu schützen und ihnen Zugang zu ganzheitlicher Bildung zu ermöglichen. Wir konzentriert uns dabei auf folgende Schwerpunkte: Armutsreduzierung besonders im ländlichen Raum, Schutz vor Missbrauch sowie Förderung von ganzheitlicher Bildung. Die Arbeit bezieht neben den Kindern auch ihre Angehörigen und die Gemeinden ein. Unsere Partner unterstützen Kinder aus armen Familien mit auf sie zugeschnittenen Bildungs- und Förderprogrammen und leisten in den Gemeinden Aufklärungs- und Lobbyarbeit zur Bedeutung von Bildung. Kinder in ländlichen Regionen, insbesondere aus indigenen Familien, sind bei den Projekten besonders im Fokus. Sie werden in den Projektzentren über ihre Rechte informiert und lernen, diese einzufordern.

    Für Kinder und Jugendliche, die Opfer von Gewalt geworden sind, gibt es speziell auf sie abgestimmte Projekte. Dort wird den Kindern psychosoziale Beratung, Unterstützung für ihren Lebensunterhalt, Gewaltprävention sowie rechtlicher Beistand geboten. Langfristig sollen Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit dazu beitragen, das juristische und politische System zu verändern, um Gewalt einzudämmen. Täter sollen nicht mehr straflos davon kommen und die Opfer respektvoll behandelt werden.

    Zahlen zu Guatemala

    • 14,7 Mio. Menschen leben in Gutemala
    • 36 % aller Guatemalteken sind jünger als 15 Jahre
    • 4 % sind 65 Jahre alt oder älter
    • 21 % aller Kinder zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten
    • 13 % aller Kinder unter 5 Jahren haben Untergewicht
  • Unsere Partner in Guatemala

    • AGROS
    • CEIPA
    • Conacmi
    • PAMI
    • ASEDI
    • SADEGUA
    • ODHAG
    • Liga de Higiene Mental
    • COINCIDIR
Unsere Projekte in Guatemala
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