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Eine Gruppe von Kinder aus Haitit lacht in die Kamera. Foto: Kindernothilfe

Kinder schützen 

Kinder haben das Recht auf Schutz vor schwerwiegenden Verstößen, die ihre Entwicklung nachhaltig beeinflussen. Dazu gehören Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung sowie wirtschaftliche und sexuelle Ausbeutung. Diese Schutzrechte bilden neben den Förder- und Beteiligungsrechten die erste von drei gleichberechtigten Säulen der UN-Kinderrechtskonvention.

In der Realität sind Kinder jedoch vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Misshandlung, Ausbeutung und Gewalt sind in vielen Ländern an der Tagesordnung. Kinder werden als Soldaten rekrutiert oder in bewaffneten Konflikten eingesetzt, sie sind Opfer von sexualisierter oder physischer Gewalt oder Missbrauch und schädlichen kulturellen Praktiken wie der Genitalverstümmelung ausgesetzt. Besonders gefährdet sind zum Beispiel Kinder mit Behinderungen aber auch Straßenkinder, die sich ohne ihre Eltern durchs Leben schlagen müssen.

Die Kindernothilfe bietet gemeinsam mit ihren Partnern Schutz für diese Kinder. Unser Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, das für Kinder sicher ist und in dem die Einhaltung der Kinder- und Menschenrechte gewährleistet wird. Betroffene Kinder erhalten psychosoziale Hilfe, medizinische Betreuung und Unterstützung bei der Gestaltung ihres Lebensweges. Sie lernen ihre Rechte kennen und werden darin bestärkt, sie einzufordern.

Auch durch unsere Kampagnen- und Lobbyarbeit im Rahmen von Netzwerken und Bündnissen tragen wir dazu bei, die Rahmenbedingungen für den Schutz von Kindern in Deutschland und der Welt zu verbessern. So setzen wir uns beispielsweise als Mitglied von ECPAT, einem Zusammenschluss von 29 Institutionen und Gruppen, dafür ein, Kinderpornografie, -prostitution und -handel weltweit ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Vergehen zu bekämpfen.

  • Kinderrechte

    Kinder haben ganz besondere Rechte. Etwa das Recht auf Bildung, auf gewaltfreie Erziehung, auf sofortige Hilfe in Katastrophenfällen – und auf Freizeit und Erholung. 1989 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet – und damit völkerrechtlich festgelegt: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sondern Menschen, die besonderen Schutz, besondere Förderung und besondere Beteiligung brauchen.

    Alle Staaten der Welt außer den USA haben das Dokument unterzeichnet. Damit haben sie sich verpflichtet, es in ihrem Land umzusetzen, um Mädchen und Jungen ein kindgerechtes Leben zu ermöglichen. Genau diese Umsetzung ist aber noch eine riesige Aufgabe. Denn weiterhin lebt eine Milliarde Mädchen und Jungen in Armut, sind rund 85 Millionen Kinder unter gefährlichen Bedingungen als Kinderarbeiter beschäftigt. Rund 168 Millionen Kinder werden ausgebeutet, über 200.000 in Kriegen und Konflikten als Kindersoldaten eingesetzt. Berichte über Kinderrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung, überall auf der Welt.

    Die Kindernothilfe hat sich zum Ziel gesetzt, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu verwirklichen – über die Projektarbeit mit lokalen Partnern und die Bildungs-, Kampagnen- und Lobbyarbeit in Deutschland. Und sie orientiert all ihr Handeln an den Menschenrechtsverträgen und vor allem an der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen.

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  • Kindesschutz

    Kinder vor Missbrauch und Misshandlung zu schützen, ist ein zentrales Thema der Entwicklungszusammenarbeit. Laut Weltgesundheitsorganisation werden zehn Prozent aller Jungen und 20 Prozent aller Mädchen weltweit Opfer von sexualisierter und häuslicher Gewalt oder Missbrauch in der Schule, in der Familie oder ihrem sonstigen Umfeld. Noch häufiger tritt Gewalt gegen Kinder auf, die in Institutionen gefördert oder anderweitig betreut werden. Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit sind deshalb zum einen gefordert, Programme zum Schutz von Kindern zu fördern – zum anderen müssen sie auch dafür sorgen, dass Mädchen und Jungen in all ihren Projekten vor Übergriffen geschützt sind.
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Jedes Jahr werden mindestens zwei Millionen Kinder Opfer von sexueller Ausbeutung. Wir setzen uns gegen Missbrauch und Gewalt ein.

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Weltweit arbeiten rund 168 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren, 85 Millionen von ihnen unter unzumutbaren Bedingungen. Das muss ein Ende haben.

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Schätzungen zufolge sind etwa 140 Millionen Frauen, Mädchen und Säuglinge Opfer von Genitalverstümmelung. Das muss ein Ende haben.

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