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Kindernothilfe kritisiert: ,,Inakzeptabler Beitrag für globale Bildung!‘‘

(Duisburg, 30.04.2018) ,,Deutschland leistet mit rund neun Millionen Euro im Jahr einen völlig inakzeptablen Beitrag für die globale Bildung, während 264 Millionen Kinder weltweit nicht zur Schule gehen können‘‘, äußert sich Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe, kritisch zu dem Beschluss der Bundesregierung, die Aufstockung des jährlichen Beitrags für die Globale Bildungspartnerschaft (GPE) abzulehnen. Bündnis 90/ Die Grünen wollten vergangene Woche mit einem entsprechenden Antrag eine Aufstockung des jährlichen Beitrags auf 50 Millionen Euro für die GPE erreichen.

Die Bundesregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, dass Bildungsmöglichkeiten gefördert und die entsprechenden Haushaltsmittel dafür wesentlich gesteigert werden sollen. So fordert auch die Kindernothilfe im Rahmen der Globalen Bildungskampagne eine Steigerung der Mittel auf 100 Millionen Euro. „Um Kinderrechte zu verwirklichen und Armut zu bekämpfen ist Bildung einer der wichtigsten Bausteine‘‘, sagt Katrin Weidemann. „Doch momentan investiert Deutschland mit rund neun Millionen Euro im Jahr einen kläglichen Beitrag für die Globale Bildungspartnerschaft.“ Der Betrag entspricht etwas weniger als zwei Prozent des Volumens der GPE. ,,Hier muss dringend nachgebessert werden‘‘, so Weidemann weiter.

Die Globale Bildungspartnerschaft (GPE) wurde 2002 mit dem Ziel gegründet, Bildungssysteme in den ärmsten Ländern zu verbessern, um insbesondere Kindern, die am stärksten von Armut und Konflikten betroffen sind, Zugang zu hochwertiger Bildung zu ermöglichen.

Als eine der größten christlichen Kinderrechtsorganisationen in Europa unterstützt die Kindernothilfe benachteiligte Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie fördert 741 Projekte und leistet Humanitäre Hilfe. Zurzeit schützt, stärkt und fördert die Kindernothilfe fast zwei Millionen Kinder und ihre Familien und Gemeinschaften in insgesamt 31 Ländern weltweit.

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