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Evakuierung eines Hauses nach dem Vulkanausbruch. (Quelle: dpa)

Humanitäre Hilfe nach Vulkanausbruch in Guatemala 

Kindernothilfe stellt 100.000 Euro zur Verfügung

(Duisburg, 08.06.2018) Mehr als hundert Tote, weit mehr als hundert Menschen werden vermisst, ganze Dörfer wurden zerstört – rund um den Vulkan Fuego gilt der Notstand. Die Projekte der Kindernothilfe sind nicht betroffen. Einer unserer Partner arbeitet auch in der Katastrophenregion, wo die Menschen dringend auf Hilfe angewiesen sind. Die Kindernothilfe unterstützt seine Soforthilfemaßnahmen zunächst mit 100.000 Euro.

Beim Ausbruch des Vulkans Fuego in Guatemala am 3. Juni sind fast hundert Menschen umgekommen, 12.400 wurden evakuiert. Insgesamt sind 1,7 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen. Die andauernden starken Regenfälle verschärfen die Situation noch zusätzlich. Der Vulkanausbruch hat besonders die ärmsten Regionen des Landes getroffen, in denen vor allem die indigene Bevölkerung lebt. Obwohl sich die Katastrophe frühzeitig angekündigt hatte, wurden die staatlichen Sicherheitsmaßnahmen zu spät ergriffen und die Menschen konnten nicht rechtzeitig evakuiert werden.

Unsere Kollegin Judy Müller-Goldenstedt, Programme Manager für Guatemala und Honduras, ist zurzeit vor Ort und steht in direktem Austausch mit unseren Partnern. Kinder und Familien aus Kindernothilfe-Projekten sind nicht betroffen, berichtete sie uns. Das Kindesschutznetzwerk COINCIDIR, mit dem wir seit 2013 zusammenarbeiten, ist auch in der Katastrophenregion in Chimaltenango tätig. Dort brauchen die Menschen dringend Hilfe. Die Kindernothilfe hat COINCIDIR zunächst 100.000 Euro für Soforthilfemaßnahmen zugesagt, um die Kinder und ihre Familien vor Ort schnell mit dem Nötigsten zu versorgen. Darüber hinaus wird unser Partner dafür sorgen, dass traumatisierte Mädchen und Jungen psychosozial betreut werden. Außerdem wird er Saatgut verteilen, denn auch alles, was auf den Feldern und in den Gärten wuchs, wurde zerstört. Eine ganz wichtige Maßnahme wird die Präventionsarbeit sein, damit die Menschen beim nächsten Ausbruch besser vorbereitet sind und sich schneller in Sicherheit bringen können.

Die Kindernothilfe bittet für die Soforthilfemaßnahmen um Spenden.

Konto:
Kindernothilfe e.V.
Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank)
Stichwort: WW0019, Nothilfe Guatemala
IBAN: DE92 350 60 190 0000 45 45 40

Kontakt:
Angelika Böhling, Pressesprecherin
Telefon: 0203.7789-230