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Das sind die Nominierten für den Medienpreis 2020

Die Gewinner und Nominierten des 22. Medienpreises „Kinderrechte in der Einen Welt“ stehen fest: Die Fach-Jury hat jeweils die drei besten Beiträge zu Kinderrechten und Kinderrechtsverletzungen in den Kategorien Print/Online, Hörfunk und TV ausgewählt. Bei den nominierten Beiträgen ist vor allem Gewalt gegen Kinder ein Thema, das die Autoren und Autorinnen in verschiedenen Situationen und Kontexten aufgreifen und behandeln. Außerdem erzählen die Beiträge von weltweiten Problemen wie Kinderarbeit, gefährdeter Gesundheit und einem fehlenden sicheren Zuhause für Kinder.

Herzlichen Glückwunsch an die diesjährigen Nominierten!

 

 

 

Kategorie: Print/Online

"Ein verwundetes Leben" 

Jan Rübel und Sascha Montag besuchen einen jungen Mann, der als Kleinkind schwer misshandelt und missbraucht wurde. Bereits vor elf Jahren schrieb der Autor über das Schicksal des Jungen und spricht nun mit ihm, seinen Pflegeeltern und einem Mediziner über die Zeit und seine aktuelle Situation.

Quelle: Stern (17.01.2019)

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Die Nominierten Jan Rübel Sascha Montag

"Weiterleben"

Dominik Stawski und Felix Schröder haben mit einer jungen Frau sowie mit ihrer Familie, Freunden und ihrem Arzt über ihren einstigen Suizidversuch gesprochen. Mit 18 Jahren wollte sich das Mädchen das Leben nehmen. Niemand in ihrem Umfeld hatte damit gerechnet.

Quelle: Stern (07.11.2019)

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Die Nominierten Dominik Stawski und Felix Schröder

"Doktor Gammel holt ein Kind"

Jonas Breng begleitet einen deutschen Arzt, der in den Irak fliegt, um einem kleinen Jungen zu helfen, der gefoltert, geschlagen und misshandelt wurde. Die Mutter und der kleine Junge sollen mit der Hilfe des Doktors nach Deutschland kommen, wo der Junge operiert werden soll.

Quelle: Stern (14.09.2019)

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Nominierter Jonas Breng

Kategorie: Hörfunk

"Blei-Recycling in Nigeria - tödliches Geschäft mit alten Batterien"

Petra Sorge berichtet in ihrem Beitrag von den Folgen des Blei-Recyclings in Afrika, mit Fokus auf Nigeria. Dort zerlegen die Arbeiter auch viele Autobatterien aus Deutschland. Wie ein 16-jähriger Junge, der mit 65 Mikrogramm einen so hohen Blutbleiwert hat, der bereits außerhalb eines offiziellen Messbereichs liegt. Kinder in der Umgebung können durch das gefährliche Recycling Probleme in ihrer Entwicklung bekommen.

Quelle: Deutschlandfunk Kultur (14.02.2019)

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Nominierte Petra Sorge

"Wohnung verzweifelt gesucht - obdachlos mit Kind"

Dorothea Brummerloh thematisiert Obdachlosigkeit von Eltern mit Kindern. Sie berichtet unter anderem von einem 17-jährigen Mädchen und ihrer Mutter, die aufgrund einer Zwangsräumung zunächst obdachlos und dann in einer Frauennotunterkunft untergebracht wurden. Nach einer schwierigen Suche haben sie eine kleine Wohnung gefunden und leben nun auf 18 Quadratmeter zusammen.

Quelle: Deutschlandfunk Kultur (23.12.2019)

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Nominierte Dorothea Brummerloh

"Zuhause gibt es keine Zukunft - jugendliche Landarbeiter in Guatemala"

Andreas Boueke stellt in seinem Beitrag jugendliche Landarbeiter in Guatemala vor. So etwa zwei 15-jährige Jungen, die beim täglichen Zuckerrohr-Schneiden ihre Gesundheit gefährden. Mit Aufputschmittel versuchen sie ihre harte Arbeit zu leisten und Geld zu verdienen. Dabei sei nach offiziellen Stimmen die Kinderarbeit in diesem Land vor einigen Jahren ganz abgeschafft worden.

Quelle: Rundfunk Berlin Brandenburg (31.03.2019)

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Nominierter Andreas Boueke

Kategorie: TV

"Story im Ersten: Kein Geld für kranke Kinder" 

Stefan Eberlein fragt sich, warum das deutsche Gesundheitssystem ausgerechnet kranke Kinder vernachlässigt. Pflegekräfte fehlen, weshalb auf einigen Stationen die Betten leer stehen müssen. Oft muss abgewägt werden, welches Kind als nächstes operiert werden kann.

Quelle: BR (04.11.2019)

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Nominierter Stefan Eberlein

"Der UN-Sexskandal - wenn Helfer zu Tätern werden" 

Sam Collyns und Ramita Navai erzählen in ihrem Filmbeitrag vom schockierenden UN-Sexskandal: Soldaten, die Menschen in Kriegsgebieten schützen sollten, haben sie stattdessen ausgebeutet und missbraucht. Tausende Kinder und Frauen sind Opfer dieser Taten geworden; fast alle Täter blieben unbestraft. Die Reporter gehen in den Gebieten der Frage nach, warum es dort trotz Maßnahmen der UN weiterhin solche Fälle gibt.

Quelle: Arte/NDR (18.06.2019)

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Die Nominierten Sam Collyns und Ramita Navai

"Heimkinder wider Willen - Jugendämter unter Druck" 

Detlef Schwarzer stellt sich in seinem Beitrag die Frage, warum immer mehr Kinder von Jugendämtern und Verantwortlichen in ein Heim gebracht werden. Er trifft unter anderem auf eine Mutter, deren junger Sohn für über ein Jahr in ein Heim musste. In dieser Zeit verschlechtert sich sein Zustand drastisch und er bekommt Suizidgedanken. Die Mutter versucht mit allen Mitteln, ihren Sohn zurückzubekommen.

Quelle: ZDFzoom (11.09.2019)

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Nominierter Detlef Schwarzer

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Die Jury

Die Jury des Medienpreises besteht in jedem Jahr aus hochkarätigen Journalisten. Sie ermitteln aus den Bewerbungen eigenständig und in einer unabhängigen Entscheidung die nominierten Beiträge und den oder die Gewinner.

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Preis der Kinderjury

Seit 2012 bewertet eine Kinderjury Beiträge von Journalisten, die sich in Kindermedien mit dem Thema Kinderrechte und deren Missachtung beschäftigen.

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Preisgelder

Die Preisgelder der Gewinner werden von engagierten Unterstützern bereitgestellt.

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