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Tanzende Kinder. (Quelle: Jakob Studnar)

Kinder kämpfen für ihre Rechte

Sambia hat alle wichtigen international gültigen Menschenrechtsabkommen ratifiziert, unter ihnen die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen im Jahr 1990. Neben allgemeinen Menschenrechten umfassen sie z. B. auch das Recht auf Bildung, auf gewaltfreie Erziehung, auf Freizeit und Erholung. Die Realität sieht in vielen sambischen Städten jedoch ganz anders aus: Missbrauch, ausbeuterische Kinderarbeit, Gewalt, Vernachlässigung und Ausgrenzung von Kindern gehören nach wie vor zum schrecklichen Alltag vieler Mädchen und Jungen.

Oft fehlt es an der notwendigen Bildung, sodass die Kinder ihre Rechte gar nicht kennen. Sie wachsen auf in dem Glauben, alles erdulden zu müssen, was ihnen zustößt, und trauen sich oft nicht, davon zu berichten. Die Kindernothilfe macht sich deshalb mit ihrem Partner ZCEA seit 2009 stark für eine weitreichende Rechtsaufklärung und Stärkung der Kinder und Jugendlichen in Sambia, damit sie selbstbestimmt und frei von Angst für ihre Rechte

Kinder sitzen draußen im Kreis und diskutieren. (Quelle: Kindernothilfe-Partner)
Diskussion in einem Kinderrechteclub

Kinderrechte-Clubs

Das Projekt entwickelt und unterstützt Kinderrechte-Clubs an Schulen. Sie bieten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Rechte kennenzulernen und zu verstehen. Die Aktivitäten sind vielfältig: Die Projektmitarbeiter verteilen Broschüren zu Gesetzen, die Kinder betreffen, sie veranstalten Sportturniere, bei denen dann auch über Kinderrechte informiert wird. Auch lernen die Kinder Methoden und Fähigkeiten, sich selbst durchzusetzen und ihre Interessen wirkungsvoll zu vertreten. Schon 457 solcher Clubs mit durchschnittlich 20 Kindern arbeiten nun effektiv zu Kinderrechten – und es werden immer mehr!

Natürlich achtet unser Partner darauf, dass die Kinder auf altersgerechte, oft spielerische und kreative Art an die Thematik herangeführt werden. Sensible Themen wie sexueller Missbrauch, HIV-Infektion und Frühverheiratung werden z. B. in Theaterstücken oder Gedichten erarbeitet, Sport- und andere Freizeitaktivitäten bieten die Möglichkeit für ein spielerisches Lernen.

Besondere Aktivitäten

Magazine: Besonders wirkungsvoll ist das dreimal jährlich herausgegebene Magazin des Projekts, in dem die einzelnen Kinderrechte-Clubs über ihre Arbeit berichten können, Ausschnitte aus der  UN-Kinderrechtskonvention oder der Afrikanischen Kinderrechtscharta in verständlicher Sprache präsentiert und auch Themen wie HIV und Aids oder Kinderarbeit mit Praxisbeispielen aufgearbeitet werden. Mittlerweile trauen sich einige Kinder selbst zu berichten. Sie finden hier eine Gelegenheit, ihre Gefühle auszudrücken und Ängste zu teilen. In Gedichten schreiben sie von sexuellem Missbrauch, Ausbeutung oder ungewollter Schwangerschaft. Im einem Heft etwa berichtete eine junge Frau von ihrer Verheiratung mit nur zwölf Jahren. Sie konnte die Schule nicht beenden und leidet noch heute unter diesem Einschnitt, der ihr schlagartig die Kindheit raubte. Dem Erfahrungsbericht angeschlossen sind Ideen, wie sich die Kinder in ihren Clubs gegen Frühverheiratung starkmachen und dabei Eltern, lokale Führungspersonen und die Polizei mit einbeziehen können.

Jamboree Jugendparlament: Jedes Jahr kommen Kinder aus Kinderrechte-Clubs für ein paar Tage zusammen, um sich auszutauschen. 2014 waren es fast 80 Mädchen und Jungen. In Workshops, Gruppenarbeiten und Diskussionsrunden arbeiten sie die Idee und die Umsetzung der Kinderrechte-Clubs weiter aus, planen Aktivitäten und teilen ihre Erfahrungen. Sie entwickeln konkrete Forderungen an die Regierung: Radiostationen in ländliche Gebiete für Bildungsarbeit, mobile Arztstationen für bessere Gesundheitsversorgung und die Förderung junger Studierender sind Beispiele der vielen guten Ideen, die die Jugendlichen entwickelten.

Feiertage: Feiertage sind eine gute Gelegenheit, um spezielle Themen anzusprechen und Aktivitäten gezielt darauf auszurichten - z. B. der Welttag gegen Kinderarbeit: Das Magazin berichtet im Voraus darüber, beschreibt Ursachen und Hintergründe von Kinderarbeit. Einige Clubs haben als Aktion den Platz vor dem Landesparlament gereinigt, um so symbolisch auf Kinderarbeit aufmerksam zu machen. Danach haben sie mit selbstgemachten Bannern demonstriert: für die Beseitigung von Kinderarbeit, für die Chance auf Bildung und für das Recht, Kind zu sein.

Kinergurppe lacht und winkt. (Quelle: Kindernothilfe-Partner)

Optimismus für die Zukunft

Die Kinderrechteclubs haben nachhaltig Einfluss auf das Leben der Kinder. Ihr Selbstbewusstsein wird gefördert, und sie nehmen sich als selbstbestimmte Akteure wahr. Es gelingt ihnen, veraltete Rollenbilder zu durchbrechen: Mädchen trauen sich häufiger, im Mathematikunterricht aufzuzeigen, und die Kinder fordern ihr Recht auf bestmögliche Bildung ein. In vielen Schulen haben sich nach Einführung der Clubs Schülervertretungen gebildet, die nun die Interessen der Kinder gegenüber Lehrern durchsetzen. Durch das Verstehen ihres Rechts auf eine behütete Kindheit engagieren sie sich gegen Frühverheiratung und Schulabbruch, Kinderarbeit wird als Unrecht verstanden und das Recht auf Bildung eingefordert. Sogar das heikle Thema des physischen und psychischen Missbrauchs wird thematisiert und Missbrauchsfälle werden häufiger gemeldet.

Auf lange Sicht werden die Kinder befähigt, als eigenständige, aufgeklärte und selbstbewusste junge Erwachsene sich aktiv in der Gesellschaft einzubringen. Sie sollen so die Chance bekommen, einmal ein sorgenfreieres, besseres Leben zu haben und optimistisch in die Zukunft schauen zu können. 

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Projekt Nr. 61561

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