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Südafrika

In Südafrika unterstützen wir rund 16.070 Kinder und Jugendliche in 20 Projekten. Seit 1979 arbeiten wir hier mit festen Partnern – zurzeit 16 – zusammen. Unsere Projekte liegen hauptsächlich in KwaZulu-Natal, Limpopo und im Eastern Cape.

Südafrika

Ein Land im Umbruch

Südafrika ist die nach Nigeria die größte Volkswirtschaft Afrikas. Seit dem Ende der Apartheid 1991 hat es in vielen Bereichen enorme Fortschritte gemacht. Doch bei der schwarzen Bevölkerungsmehrheit kommen die Errungenschaften in erforderlichem Maße oft immer noch nicht an. Gewalt, Armut, Arbeitslosigkeit, mangelnde Bildungschancen, eine extrem geringe Lebenserwartung und vor allem HIV und Aids prägen ihren Alltag. Südafrika hat weltweit nach Indien die meisten Betroffenen, die mit HIV leben, 2,5 Millionen Kinder sind bereits Waisen.

Wir fördern HIV-Informations- und Präventionsprogramme, um Neuinfektionen besonders unter Jugendlichen vorzubeugen. Spezielle Projekte sollen Gewalt gegen Kinder verhindern. Ein wichtiges Ziel ist die Bekämpfung der Armut in ländlichen Regionen – zum Teil mithilfe von erfolgreichen Selbsthilfegruppen-Programmen.

Die Herausforderungen

Eine Großmutter sitzt mit ihrem Enkel, einem Aidswaisen, auf dem Bett in einer ärmlichen Hütte. (Quelle: Ralf Krämer)
Die meisten schwarzen Südfrikaner leben immer noch in Armut.

Südafrika ist die zweitgrößte Wirtschaftsmacht Afrikas. Es hat in den Ballungszentren eine hervorragende Infrastruktur, einen Finanzsektor auf Weltniveau, große Rohstoffreserven und ein gut entwickeltes Rechtssystem. Seit Ende des Apartheid-Regimes wurde über eine Million Häuser für Bedürftige errichtet und mehr Menschen als früher haben jetzt Zugang zu sauberem Wasser.

Doch nach wie vor lebt ein Großteil der schwarzen Bevölkerungsmehrheit in Armut. Manche öffentliche Dienstleistungen bleiben ihnen verwehrt. Ihre Schulen sind oft schlechter ausgestattet, Lehrer mangelhaft ausgebildet, viele Kinder halten gar nicht bis zum Ende der Grundschule durch. Ohne Schulabschluss ist der Weg in die Armut vorgezeichnet.

Südafrika hält mit 6,3 Millionen Menschen, die mit HIV leben, nach Indien einen traurigen Spitzenplatz. 2,5 Millionen Kinder sind Aids-Waisen. 

  • Unser Einsatz im Land

    Ein Schwerpunkt unserer Arbeit in Südafrika ist die Reduzierung der HIV-Infektionen unter Jugendlichen. Die Programme unserer Partner zielen darauf ab, dass junge Menschen aufgeklärt werden, wie sich HIV ausbreitet und wie sie durch geändertes Verhalten eine Ansteckung verhindern können. Außerdem wollen wir durch die Projekte und Programme erreichen, dass Mädchen und Jungen nicht länger diskriminiert werden – sei es aufgrund von Geschlecht, HIV und Aids, einer Behinderung oder weil sie Waisen geworden sind.

    Wir fördern Kindern in besonders schwierigen Lebenslagen – dazu gehören zum Bespiel Aidswaisen, Straßenkinder und Kinder mit Behinderungen. Sie sollen als eigenständige und wertvolle Persönlichkeiten respektiert und in die Gesellschaft integriert werden.

    Vorschul- und Schulkinder mit und ohne Behinderung in benachteiligten Ortsgemeinden sollen die Chance auf eine gute Schulbildung bekommen. So möchten wir sicherstellen, dass Mädchen und Jungen, die normalerweise durch das soziale Netz fallen würden, gute Startvoraussetzungen für ihr weiteres Leben erhalten.

    Zahlen zu Südafrika

    • 48,4 Mio. Menschen leben in Südafrika
    • -0,5 Prozent wächst die Bevölkerung (Minuswachstum wegen HIV und Aids - weltweit Platz 222 von 233)
    • 50 Jahre werden Südafrikaner im Durchschnitt alt (weltweit zweitniedrigste Lebenserwartung)
    • 6,3 Mio. Südafrikaner leben mit HIV (weltweit zweithöchste Rate nach Indien)
    • 19 % der 15- bis 49-Jährigen infizieren sich jedes Jahr mit HIV (weltweit Platz 4)
    • 4 Mio. Kinder sind Waisen, davon 2,5 Mio. durch Aids*

    Quellen: World Factbook, *Vereinte Nationen

  • Unsere Partner in Südafrika

Unsere Projekte in Südafrika
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