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Benefizkonzert für Ukraine-Geflüchtete
Benefizkonzert für Ukraine-Geflüchtete

Benefizkonzert„Falkensee hilft“ für Geflüchtete aus der Ukraine

Krieg in der Ukraine. Betroffen und doch sprachlos. Wie kann das sein? Was können wir in Falkensee tun? Aus dieser Gefühlslage heraus entstand die Idee, ein Benefizkonzert zu organisieren.

Text: Martin Eiselt

Ein Aktionsbündnis bildete sich. Klar war, dass wir die Chöre, Bands und Solisten der Falkenseer Schulen ansprechen werden. Und natürlich auch die Musik- und Kunstschule Havelland. Und wir wollten möglichst viele Zuschauer dafür gewinnen. 

Und so traf sich das Aktionsbündnis jede Woche, um das Benefizkonzert vorzubereiten. Die Stadt Falkensee stellte den Konzertsaal der Stadthalle kostenlos zur Verfügung und trat als Veranstalterin auf. Mit der Kindernothilfe wurde eine Partnerin gefunden, die ein geeignetes Hilfsprojekt aufgesetzt hatte, denn wir wollten gern etwas für die Geflüchteten tun, die wegen des Krieges die Ukraine verlassen hatten. Viele davon flüchteten in die Republik Moldau, ein Land, das selbst nicht viel besitzt und kaum Basis hat, Geflüchteten helfen zu können.

Die Kindernothilfe engagiert sich über eine Partnerorganisation in Moldau, und so waren wir uns im Aktionsbündnis schnell einig: Dieses Projekt verdient unsere Unterstützung. Die Spenden werden unter anderem für Medikamente, für Babynahrung und die Ausstattung und den Betrieb von Aufnahmezentren eingesetzt. Spenden waren als Bargeld, als Paypal-Online-Einzug, als herkömmliche Überweisung oder auch als Lastschrift möglich, und so fanden die ca. 500 Besucher auch alle eine für sie passende Möglichkeit zu spenden.

Künstlerisch gab es viele Highlights. Die Chöre und Orchester des Vicco-von-Bülow-Gymnasiums und des Lise-Meitner-Gymnasiums legten sich ins Zeug und begeisterten den Saal. Schülerbands standen dem nicht nach und ernteten Jubelstürme, und die Ensembles der Kunst- und Musikschule Havelland musizierten virtuos. Durchs Programm führten die beiden Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Julia Concu und Rainer Ganser.

Michael OˋConnor Kelly interpretierte Songs von Elvis Presley und Frank Sinatra und war auch im Vorfeld im Aktionsbündnis dabei, genauso wie die Musiklehrerinnen und -lehrer der Gymnasien, Frau Reichelt und Herr Biemer. Eines der Highlights des Abends war der Auftritt der Ukrainerin Olya Dmitrieva, die Anfang März mit ihrem knapp vierjährigen Sohn aus Charkiw geflüchtet war und in Falkensee in einem privaten Haushalt Aufnahme gefunden hatte. Ihr Lied Chornobryrtsy, ein Stück über die Studentenblumen und die Mutterliebe, ging zu Herzen, und mancher Gast bekam feuchte Augen.

Als Frau Brümann vom Arbeitskreis Potsdam-Falkensee der Kindernothilfe das Projekt in Moldau vorstellte, waren die Konzertgäste überzeugt: Hier sind die Spendengelder in den richtigen Händen. Und die Spenden flossen reichlich: Insgesamt gut 10.000 Euro wurden gesammelt. Als das Konzert nach vier Stunden zu Ende ging, waren sich alle einig: Es hat sich gelohnt, es zu organisieren, sich selbst zu beteiligen und es anzuhören und mit einer Spende den Geflüchteten zu helfen.

Wir können hier nicht alle Mitwirkenden erwähnen, die Schülerfirma der Kantschule soll aber noch genannt werden, die für das leibliche Wohl sorgte und den Erlös von 250 Euro ebenfalls spendete. Allen Mitwirkenden sei an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön gesagt.


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Kontakt

Porträt Petra Kalkowski (Quelle: Jakob Studnar)

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