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Nordhorn: Mit Marmelade Menschen glücklich machen

Swenna Busch aus Nordhorn verkauft Marmelade aund Sirup auf dem Wochenmarkt (Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Lüken/Grafschafter Nachrichten)
Swenna Busch aus Nordhorn verkauft Marmelade aund Sirup auf dem Wochenmarkt (Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Lüken/Grafschafter Nachrichten)

Swenna Busch (84) unterstützt seit mehr als 30 Jahren Patenkinder und Projekte der Kindernothilfe. Selbst gemachte Marmelade spielt dabei eine wichtige Rolle. Unter anderem für dieses Engagement erhielt sie 2021 vom Land Niedersachsen eine „Medaille für besondere Verdienste um den Nächsten“.

„Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu anderer Glück, denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eigene Herz zurück.“ Dieses Zitat der Schriftstellerin Marie Calm ist einer der beiden Leitsprüche für Swenna Buschs Leben. Der andere lautet: „Reden kann man viel, wichtig ist, dass man was tut!“

Es fing an mit selbst gemachten Trockengestecken, die sie im Bibelkreis verkaufte und den Erlös an die Kindernothilfe spendete. Weil sie aber auch für ihr Leben gern Marmelade, Gelee, Saft, Sirup und Likör fabriziert – für sich, die Familie, für den Freundes- und Bekanntenkreis –, ist Swenna Busch auch in diese Produktion eingestiegen. Seit 1995, von April bis Oktober, baut sie morgens um 7 Uhr ihren Stand auf dem Nordhorner Wochenmarkt auf. Viele Rezepte hat sie von ihrer Mutter übernommen, dann aber fing sie an, mit eigenen Mischungen zu experimentieren und ihr Sortiment zu erweitern: So entstanden Kompositionen wie Heidelbeer-Rhabarber-, Erdbeer-Johannisbeer-, Himbeer-Heidelbeer-, Holunder-Brombeer-Apfel-Marmelade, außerdem zum Beispiel auch Erdbeer-Holunder-Sirup, um das Mineralwasser an einem heißen Sommertag aufzupeppen. Swenna Busch hat viele Stammkundinnen und -kunden, die ihr auch schon mal Marmeladengläser oder Obst vorbeibringen, damit die Produktion weitergehen kann.

Viele Jahre ist sie selbst losgezogen, um auf dem Feld Erdbeeren zu pflücken oder in Itterbeck Blaubeeren zu suchen. Jetzt erntet sie nur noch aus dem eigenen Garten – Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Himbeeren und Johannisbeeren, Kürbisse, rote Beete – oder verarbeitet gespendetes Obst, das ihr liebe Menschen vorbeibringen.

Vor drei Jahren dann erlitt die engagierte über 80-Jährige einen Herzinfarkt und wurde ins künstliche Koma versetzt. Es sah nicht gut aus, die Ärzte wussten nicht, ob sie jemals wieder die Alte sein würde. Mithilfe ihrer drei Töchter und einem unbändigen Lebenswillen kämpfte sich Swenna Busch ins Leben zurück - und sie wollte natürlich auch wieder Marmelade kochen! Jetzt steht sie wieder zeitweise mit dem Tapeziertisch auf dem Wochenmarkt und erfreut die Kundschaft mit selbst geschaffenen, leckeren Kreationen.

„Meine Mutter hat dies eigentlich immer im Stillen und Bescheidenen gemacht“, schrieb uns Tochter Sigrid. „Ihre langjährigen Kundinnen und Kunden haben dann den Stein ins Rollen gebracht und versucht, dass sie z. B. von der Stadt eine Auszeichnung als Ehrenamtlerin bekommt.“ Im kleinen Kreis überbrachte ihr der Bürgermeister der Stadt diese Anerkennung. Als sich später dann die niedersächsische Staatskanzlei meldete und ihr als Auszeichnung für ihr jahrelanges Engagement die „Medaille für vorbildliche Verdienste am Nächsten“ überreichen wollte, ermutigten Swenna Buschs Töchter ihre Mutter, die Preisverleihung in einem kleinen, feierlichen Rahmen zu begehen. „Obwohl sie lieber alles rückgängig gemacht hätte, hat sie die Medaille in Empfang genommen – und erinnert sich heute gerne an den Nachmittag. Und wenn sie nun den einen oder anderen Anruf von Menschen bekommt, die liebe Worte zu ihr sagen, dann gibt ihr dies viel Kraft für den Alltag.“

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Kontakt

Porträt Petra Kalkowski (Quelle: Jakob Studnar)

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