Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

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Luftangriffe auf Städte, Massaker, Plünderungen und Vergewaltigungen: Seit November 2020 herrscht in Äthiopien, mit rund 112 Millionen Einwohnern eines der bevölkerungsreichsten Länder Afrikas, Ausnahmezustand.

Der Machtkampf zwischen Äthiopiens Premierminister und der Führung der Region Tigray eskaliert zu einer humanitären Katastrophe. Hilfsorganisationen warnen vor einer Hungersnot. Vor allem Kinder sind bedroht: Ihnen werden Grundbedürfnisse wie Nahrung, Unterkunft und Kleidung vorenthalten, Bildung und medizinische Versorgung verweigert. Hinzu kommen die traumatischen Erlebnisse der Flucht und das Leben im Ungewissen, mit zigtausenden anderen Geflüchteten in Sammelunterkünften – weit weg von Zuhause…

Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort kämpfen wir in der Tigray-Region mit gezielten Nothilfe-Maßnahmen dafür, Leben zu retten! So erreichen wir derzeit rund 3500 Menschen.

Ernährung sichern: Im Fokus unserer Arbeit in Mekelle, Hauptstadt der Tigray-Region, sind 1400 Kinder und Frauen. Dort versorgen Projektmitarbeiter 500 Kinder und 500 Frauen mit Grundnahrungsmitteln wie Weizenmehl und Speiseöl. 400 Kinder unter fünf Jahren sowie 500 stillende und schwangere Frauen erhalten darüber hinaus Zusatznahrung. In einem weiteren Projekt in Norden der Region erhalten 150 Säuglinge sowie 300 Frauen Ernährungshilfen.

Bildungsangebote schaffen: In unserem Projekt in Afar Abeala, im Norden der Tigray-Region, sichern Mitarbeiter Bildung von 60 Vorschul- und 30 Grundschulkinder zwischen vier und sechs Jahren – in geschützter (Lern-)Umgebung. Jedes Kind wird mit Büchern und Lernhilfen versorgt. 60 weitere Mädchen und Jungen werden in sozialem und emotionalem Lernen geschult.

Traumata bekämpfen: Viele Mädchen und Jungen haben während der Flucht und danach Schreckliches erlebt. Sie haben Familienangehörige verloren und leben in ständiger Angst. Um Traumata besser verarbeiten zu können, erhalten 150 Kinder in unserem Projekt psychosoziale Unterstützung.

Auch Adu kann mit den Projektmitarbeitern über seine Ängste und Sorgen sprechen, Erlebtes spielerisch mit anderen Kindern verarbeiten. Im Projekt bekommt er außerdem regelmäßig zu essen, sodass er sich in der Schule konzentrieren und lesen, schreiben und rechnen lernen kann – Adus Chance auf ein besseres Leben in der Zukunft!
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Die Situation in Tigray

Auch nach dem im Juni einseitig erklärten Waffenstillstand und dem Abzug der äthiopischen Regierungstruppen bleibt die Situation in der Region Tigray in Äthiopien angespannt. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 2,1 Millionen Menschen auf der Flucht, rund 5,5 Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Zigtausende von ihnen leben gemeinsam mit Kriegsgeflüchteten auf engstem Raum und ohne Hilfe in Schulen und Sammelunterkünften. Es gibt Berichte über Choleraausbrüche. Unsere Partner vor Ort berichten, dass die wichtigsten Versorgungswege in die Region seit Monaten abgeschnitten, Nahrungsmitteln auf den lokalen Märkten begrenzt sind. Immer wieder kommt es zu Gewaltausbrüchen, Anschlägen, Plünderungen und sexuellen Übergriffen – besonders Kinder und Frauen leiden unter Bürgerkrieg und Hungersnot. Auch Stromversorgung und Telekommunikation sind zusammengebrochen. Neben Lebensmitteln wird auch Treibstoff knapp.

Im November 2020 hat sich ein Machtkampf zwischen Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed und der Führung der Region Tigray zugespitzt. Jahrzehnte war die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) herrschende Kraft im Land, bis sie 2018 durch Abiy politisch degradiert wurde und sich in ihre Region zurückzog. Als TPLF-Truppen im Herbst 2020 einen Stützpunkt der nationalen Armee überfielen, befahl Abiy eine Militäroperation zur Wiederherstellung von "Recht und Ordnung". Seitdem wütet in Tigray ein Bürgerkrieg, der in eine humanitären Katastrophe gipfelt. „Eine Isolierung der Region ist nur eine andere Art der Kriegsführung und kein Waffenstillstand. Hunger darf niemals als Waffe eingesetzt werden und gehört scharf verurteilt“, betont Peter Mucke, Geschäftsführer von Bündnis Entwicklung Hilft, dem auch die Kindernothilfe angehört.

Der Binnenstaat Äthiopien verzeichnete in den vergangenen Jahren ein starkes Wirtschaftswachstum, was mit einem deutlichen Rückgang der Armut in den Städten und auch auf dem Land einherging. Zudem galt Äthiopien international zunehmend als Stabilitätsfaktor am Horn von Afrika, nicht zuletzt durch die offizielle Friedenschließung mit Eritrea im Jahr 2018. Doch neben der Corona-Pandemie, starken Regenfällen und Überschwemmungen, einer anhaltenden Heuschreckenplage mit verheerenden Folgen für Landwirtschaft und Ernährungssicherung der Bevölkerung gefährdet der Bürgerkrieg in Tigray die positive Entwicklung des Landes seit Monaten dramatisch.
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Wichtige Infos rund um das Projekt

Beginn: April 2021

Projektregion: nördliche Tigray-Region

Ziel: Soforthilfe, die wirkt

Maßnahmen: Ernährungssicherung für rund 3500 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, Schulbildung, psychologische Hilfen für traumatisierte Mädchen und Jungen
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Erste Hilfsmaßnahmen der Kindernothilfe in Tigray

Humanitaere Hilfe in Tigray Kindernothilfe (Quelle: Kindernothilfe-Partner)
Humanitäre Hilfe in Tigray. Im Kindernothilfe-Projekt werden Opfer des Bürgerkriegs mit Nahrungspakten und anderen Hilfsgütern versorgt. (Quelle: Kindernothilfe-Partner)
Humanitäre Hilfe in Tigray. Geflüchtete im Projekt des Kindernothilfe-Partners (Quelle: Kindernothilfe-Partner)
Tigray Kindernothilfe Humanitaere Hilfe (Quelle: Kindernothilfe Partner)
Humanitaere Hilfe in Tigray Kindernothilfe (Quelle: Kindernothilfe-Partner)
Humanitäre Hilfe in Tigray. Im Kindernothilfe-Projekt werden Opfer des Bürgerkriegs mit Nahrungspakten und anderen Hilfsgütern versorgt. (Quelle: Kindernothilfe-Partner)
Humanitäre Hilfe in Tigray. Geflüchtete im Projekt des Kindernothilfe-Partners (Quelle: Kindernothilfe-Partner)
Tigray Kindernothilfe Humanitaere Hilfe (Quelle: Kindernothilfe Partner)

Wir sind gerne für Sie da

Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

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Das Verhältnis von Werbung und Verwaltungsausgaben (Quelle: Kindernothilfe)

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