Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Red Hand Day am 12. Februar:
Weltweiter Aktionstag gegen den Einsatz von Kindern als Soldatinnen und Soldaten

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Kinder in Kriegsgebieten brauchen Schutz!

Kindernothilfe-Advocacyarbeit: Red Hand Day-Aktion im Bundestag (Quelle: Frank Mischo)
Motiv: Kindernothilfe
Kindernothilfe-Advocacyarbeit: Red Hand Day-Aktion im Bundestag (Quelle: Frank Mischo)
Motiv: Kindernothilfe

(Berlin, 09.02.2024) Am 12. Februar 2002 ist das Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention zu Kindern in bewaffneten Konflikten in Kraft getreten, das den Einsatz von unter 18-Jährigen in bewaffneten Konflikten verbietet. Jedes Jahr am "Red Hand Day" ruft das Deutsche Bündnis Kindersoldaten gemeinsam mit zahlreichen Organisationen auf der ganzen Welt zu Aktionen mit dem Symbol der roten Hand auf. Auch im Bundestag haben mehr als 400 Bundestagsabgeordnete unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin Paus die Forderungen des Red Hand Days durch ihren roten Handabdruck unterstützt. Bisher haben mehr als 400.000 Menschen in über 50 Ländern mit ihrem Handabdruck gegen den Missbrauch von Kindern als Soldatinnen und Soldaten protestiert.

Weltweit werden in bewaffneten Konflikten etwa 250.000 Kinder als Soldaten und Soldatinnen eingesetzt. "In vielen Ländern rekrutieren sowohl nichtstaatliche Rebellengruppen als auch reguläre Armeen Kinder und Jugendliche", erklärt Frank Mischo, Kindernothilfe-Experte und Sprecher des Bündnisses. "Wir fordern die Bundesregierung auf, sich gegen die Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen einzusetzen, Reintegrationsprogramme und psychosoziale Unterstützungsprogramme zu fördern und Minderjährigen, die vor Zwangsrekrutierung fliehen, Schutz und Asyl zu gewähren. Sonst erleben Kinder nur eine Welt voll Krieg und Gewalt und erlernen, dass es für sie in ihr keine Zukunft gibt."

"Auch in vergessenen bewaffneten Konflikten wie in Myanmar müssen Kinder und Jugendliche besonders geschützt werden", sagt Ralf Willinger, Referent für Kinderrechte bei terre des hommes. Hier führt die illegale Militärjunta einen brutalen Krieg gegen die eigene Bevölkerung, vor allem in den Gebieten ethnischer Minderheiten wie dem Karen-Staat. "Die Militärjunta lässt Dörfer bombardieren und anzünden, flüchtenden Menschen werden attackiert. Dabei sterben jedes Jahr Hunderte von Kindern, Tendenz stark steigend. Außerdem rekrutiert die staatliche Armee jedes Jahr Hunderte Minderjährige als Soldatinnen und Soldaten, in geringerem Ausmaß tun dies auch mehrere nichtstaatliche bewaffnete Gruppen. terre des hommes und seine Partner im Land und im thai-burmesischen Grenzgebiete schützen Kinder, Jugendliche und ihre Familien und helfen mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, Bildungsprogrammen, Gesundheitsversorgung und Traumahilfe. Der Zugang zu den Menschen in Not ist oft sehr schwierig und muss dringend verbessert werden. Deutschland und die internationale Gemeinschaft müssen hier unbedingt stärker unterstützen. Die Not ist sehr groß, die staatlichen Hilfsmittel sind bisher klein."

Mitglieder des Deutschen Bündnis Kindersoldaten:
Aktion Weißes Friedensband, Deutsche Friedensgesellschaft DFG-VK, Kindernothilfe, Dt. NK des Lutherischen Weltbundes, missio, pax christi, terre des hommes, World Vision


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