Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Kollektenabkündigung und Fürbitte zu Ihrem Kindernothilfe-Wunschprojekt

Sie möchten gerne in Ihrem Gottesdienst ein Kindernothilfe-Projekt unterstützen und sind auf der Suche nach einem Abkündigungs- oder Fürbittentext? Dann sind Sie bei uns genau richtig! Wir unterstützen Sie dabei, Ihr Wunschprojekt zu finden und stellen Informationen für Sie bereit: zum Beispiel Projektinformationen, Aktionsmaterialien wie Poster, Luftballons oder Spendenboxen.
Selbstverständlich unterstützen wir Sie ebenfalls bei der Arbeit mit Konfirmandinnen oder Konfirmanden, Chören, Frauen- oder Seniorenkreisen oder Kinder- oder Jugendgruppen, wenn Sie ein spezielles Kindernothilfe-Projekt im Auge haben. Die Bandbreite möglicher Aktivitäten ist groß und reicht von Benefizkonzerten, Flohmärkten bis hin zu Aktionen auf dem Gemeinde- oder Erntedankfest. Bitte zögern Sie nicht, telefonisch oder per Mail mit uns Kontakt aufzunehmen.

Im weiteren Verlauf haben wir für Sie exemplarisch ein Projektbeispiel, eine Beispiel-Fürbitte sowie Kollektenabkündigung zusammengestellt.


Konkret helfen: Projektvorschlag "Die Kinder der Rohingya"

„Wenn wir zurückkehren, werden sie uns töten!“

Rashed ist neun Jahre alt. Im September 2017 kam er mit seinen Eltern von Myanmar nach Cox‘s Bazar, Bangladesch. Rashed ist unterernährt – das hat sich auch auf sein körperliches Wachstum ausgewirkt: Auf seinen Beinen kann er kaum richtig stehen. Auch seine geistige Entwicklung ist nicht altersgerecht. Er leidet sehr unter den Erinnerungen an die Gewalt in Myanmar. Rashed besucht eines unserer Kinderschutzzentren. Seine Psyche ist sehr instabil: Kleine Probleme machen ihn schnell wütend. Im Kinderschutzzentrum arbeitet deshalb ein Psychologe mit ihm. Rashed weiß, dass Bangladesch nicht seine Heimat ist und dass er jederzeit nach Myanmar zurückgeschickt werden kann. Der Gedanke daran macht ihm Angst: „Wenn wir zurückkehren, werden sie uns töten!“ Wie seine Zukunft aussieht, weiß er nicht. Dennoch denkt Rashed positiv: „Ich fühle mich gut, wenn ich ins Zentrum komme. Ich spiele gerne, zeichne Bilder und bekomme Früchte und Snacks. Ihr passt alle gut auf mich auf.“

Unsere Kinderschutzzentren – sichere Zufluchtsorte

Alle Flüchtlingskinder haben schreckliche Dinge in ihrer Heimat und auf der Flucht erlebt. Wir haben in dem größten Flüchtlingscamp der Welt neun Kinderschutzzentren errichtet. Hier fühlen sich Kinder wie Rashed in Sicherheit. Hier vergessen sie die extremen Übergriffe, die brutale Vertreibung aus ihrer Heimat, den Tod von Familienangehörigen.Hier können sie lachen, spielen, basteln, singen, tanzen. Erfahrene Psychologen und Therapeuten kümmern sich um die Mädchen und Jungen und beginnen mit der Aufarbeitung der Fluchttraumata. Die Gespräche helfen den Kindern, besser mit ihren seelischen Verletzungen umzugehen – zum Beispiel dem Verlust von Familienangehörigen.

Wie helfen wir den Familien?

Gemeinsam mit drei Partnerorganisationen verteilen wir in Cox‘s Bazar warme Mahlzeiten, bohren Brunnen, bauen Toilettenhäuschen und Waschplätze. Die hygienischen Verhältnisse im Flüchtlingslager sind katastrophal. In Hygiene-Schulungen lernen Familien, wie wichtig z.B. Händewaschen ist, um Krankheiten zu vermeiden. In den Kinderschutzzentren gibt es Unterstützung für Schwangere, Stillende und junge Mütter. Unbegleitete Kinder leben vorübergehend in einem sogenannten „Safe House“ und werden nach Möglichkeit wieder mit ihrer Familien vereint, oder es werden Pflegefamilien für sie gesucht.


Beispiel-Fürbitte zu unserem Projekt in Bangladesch

Himmlischer Vater,
der du in der Not nah bist,
dich bitten wir:
Für die geflohenen Rohingya Familien in Bangladesch.
Besonders denken wir an die Kinder und Jugendlichen,
die oft allein auf der Flucht und ganz besonderen Gefahren ausgesetzt sind.
Herr, wir bitten dich,
erreiche die Herzen der Verantwortlichen,
lass sie erkennen,
dass Kinder eines ganz besonderen Schutzes bedürfen,
dass ihnen ihre besonderen Rechte nicht verwehrt werden dürfen,
dass ihnen keine Gewalt angetan werden darf
und das ihnen ihre Zukunft nicht genommen wird.
Herr, schenke uns offene Ohren und Augen
für das Leid der Flüchtlinge.
Gib du ihnen eine Heimat, in der Frieden herrscht
Und zeige uns, wo wir dazu beitragen können.
Amen

Kollektenabkündigung "Hilfe für geflohene Rohingya Familien"

Rashed musste seine Heimat verlassen. Viele Tage war er gemeinsam mit seiner Familie zu Fuß unterwegs. Jetzt ist er in Sicherheit – in einem der größten Flüchtlingscamps der Welt. Schon seit vielen Jahren fliehen Menschen aus Myanmar in das Nachbarland Bangladesch. Sie gehören den Rohingya an – eine muslimische Minderheit, die in Myanmar wegen ihrer Religion verfolgt und unterdrückt wird. Im August 2017 wurde die Gewalt extrem schlimm. Immer mehr Rohingya mussten fliehen. Seitdem kamen hunderttausende Frauen, Männer und vor allem viele Kinder in die riesigen Lager aus Zelten. Die Flüchtlingscamps sind überfüllt und die Verhältnisse chaotisch. Rashed weiß, dass Bangladesch nicht seine Heimat ist und er jederzeit nach Myanmar zurückgeschickt werden kann. Der Gedanke daran macht ihm Angst. Wie seine Zukunft aussieht, weiß er nicht.

„Hier ist es viel besser, als vorher“, erzählt Rashed. Er kommt gerade von der Essensausgabe. „Wir bekommen Reis, Gemüse, Früchte und Snacks.“ Nebenan befindet sich eines der neun Kinderschutzzentren der Kindernothilfe, in dem die Mädchen und Jungen betreut werden. Hier kommen sie auf andere Gedanken. Sie spielen, malen, basteln, singen, tanzen und lachen! Erfahrene Therapeuten begleiten sie bei der Aufarbeitung der Fluchttraumata. Die Gespräche helfen den Kindern, besser mit ihren seelischen Verletzungen umzugehen. Denn die meisten haben schlimme Dinge erlebt. In den Kinderschutzzentren gibt es auch Unterstützung für Schwangere, Stillende und junge Mütter. Unbegleitete Kinder leben vorübergehend in einem sogenannten „Safe House“ der Kindernothilfe und werden nach Möglichkeit wieder mit ihrer Familien vereint, oder es werden Pflegefamilien für sie gesucht.


Kontakt

Petra Kalkowski (Quelle: Jakob Studnar)

Petra Kalkowski

Telefon: 0203 7789 164
petra.kalkowski@kindernothilfe.de
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