Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Kinderschutz in der Arbeit mit Geflüchteten

Sie engagieren sich in der Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen? Unser Schulungskonzept klärt auf und stärkt Ihre Kompetenzen für den Umgang mit den jungen Menschen.

Lernen Sie in den Schulungen die unterschiedlichen Formen von körperlichen und psychischen Misshandlungen kennen – und mögliche Anzeichen dafür. Ebenso lernen Sie, Risiken zu identifizieren und einzuschätzen und Präventivmaßnahmen zu erarbeiten. Weitere Schwerpunkte sind der Umgang mit Verdachtsfällen im Kontext des deutschen Rechtssystems. Ein interaktiver und praxisorientierter Methodenmix bereitet Sie darauf vor, die Schulungsinhalte unmittelbar in Ihr jeweiliges Arbeitsumfeld zu übertragen.

Beachten Sie auch unsere beiden weiteren Zusatzmodule: Traumata bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen sowie Der andere Blick – Vorurteilsbewusstsein in der Arbeit mit geflüchteten Menschen.

Unser Angebot

  • Schulungen für Haupt- oder Ehrenamtliche
  • unterschiedliche Intensität (1–3 Tage)
  • individuelle Inhouse-Seminare
  • zentrale Schulungsveranstaltungen für Teilnehmende unterschiedlicher Organisationen

Modul 1: Formen von Gewalt und deren Folgen verstehen

Ziel: Die Teilnehmenden reflektieren die Relevanz von Kinderschutz im Kontext ihrer Arbeit mit Geflüchteten und kennen unterschiedliche Formen von Gewalt und deren Folgen.

Lerneinheit 1: Einführung und interkultureller Kontext


1. Begrüßung und Ziel der Schulung
2. Gegenseitiges Kennenlernen und Austausch über kulturelle Vielfalt in der praktischen Arbeit
3. Zahlen, Daten und Fakten über die Herkunft und Situation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Lerneinheit 2: Verständnis von Kindeswohlgefährdung und Formen von Gewalt

1. Begriffsbestimmung Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
2. Fälle von Kindeswohlgefährdung
3. Grenzverletzung und Grenzüberschreitung

Lerneinheit 3: Traumata in der Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen

1. Traumata und posttraumatische Belastungsstörungen
2. Sensibler Umgang mit traumatisierten jungen Menschen
3. Unterstützung für die Eltern

Lerneinheit 4: Opfercharakteristika und Reflexion

1. Opfercharakteristika
2. Besondere Verletzbarkeit von geflüchteten Kindern und Jugendlichen
3. Klärung offener Fragen und Evaluation

Modul 2: Risiken erkennen und präventiv handeln

Ziel: Die Teilnehmenden sind sensibilisiert für Anzeichen und Risiken von Gewalt und sind in der Lage, verschiedene Präventivmaßnahmen umzusetzen.

Lerneinheit 1: Risiken, Anzeichen und Folgen von Missbrauch

1. Anzeichen von Kindeswohlgefährdung
2. Folgen von Kindeswohlgefährdung und Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche
3. Checklisten möglicher Kindeswohlgefährdung

Lerneinheit 2: Kommunikationsstrategien

1. Diversitätssensibler Umgang mit Geflüchteten
2. Kindergerechte Kommunikation
3. Erfahrungen aus der Praxis

Lerneinheit 3: Präventivmaßnahmen

1. Identifizierung von Gefährdungspotentialen
2. Risikofaktoren – Berichte aus der Praxis
3. Risikoprävention

Lerneinheit 4: Verhaltensgrundsätze und Reflexion

4. Verhaltensgrundsätze für Erwachsene
5. Verhaltensgrundsätze für Kinder
6. Klärung offener Fragen und Evaluation

Modul 3: Mit Verdachtsfällen umgehen

Ziel: Die Teilnehmenden kennen den rechtlichen Rahmen und die zuständigen Akteure des nationalen Kinderschutzsystems und wissen, wie sie sich gegenüber den sich anvertrauenden Personen angemessen verhalten.

Lerneinheit 1: Rechtliche Rahmenbedingungen

1. Ziele des (inter-) nationalen Kinderschutzsystems im Hinblick auf die besondere Situation geflüchteter Kinder und Jugendlicher
2. Verfahrenswege für die Meldung von Verdachtsfällen
3. Lokale Ansprechpersonen - Unterstützung für das Opfer

Lerneinheit 2: Akteure im Kinderschutzsystem


1. Hauptakteure im nationalen Kinderschutzsystem
2. Die Rolle des Jugendamtes
3. Erfahrungen aus der Praxis

Lerneinheit 3: Kommunikations- und Konfliktlösungsstrategien

1. Kultur des Schweigens
2. Gesprächsstrategien
3. Die Dokumentation von Gesprächen
4. Krisenleitfaden im Verdachts- oder Mitteilungsfall

Lerneinheit 4: Rechtliche Konsequenzen und Reflexion

1. Hilfe für die Eltern
2. Krisenleitfaden gegenüber dem*der Verdächtigen
3. Krisenleitfaden bei vermuteten Täter*innen im Kollegium
4. Rechtliche Konsequenzen, Strafverfolgung und psychosoziale Prozessbegleitung
5. Klärung offener Fragen und Evaluation

Kinderschutz in der Arbeit mit Geflüchteten

Lernen Sie unter den besonderen Voraussetzungen der Situation von Geflüchteten, Kindeswohlgefährdung zu erkennen, ihr vorzubeugen und mit ihr umzugehen.
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Vorurteilsbewusstsein in der Arbeit mit Geflüchteten

Kein Mensch ist vorurteilsfrei. Lernen Sie in dieser Schulung, sich der eigenen Vorurteile und Denkmuster bewusst zu werden, sie zu hinterfragen und zu reflektieren.
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Das sagen unsere Kunden

Lesen Sie hier, wie verschiedene Organisationen bereits von unseren Schulungen profitiert haben.
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