Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Kinder aus der Armut holen

Landkarte von Kenia (Quelle: Ralf Krämer)

Die Situation in Kenia - So helfen wir

Kenia ist die leistungsfähigste Volkswirtschaft in der Ostafrikanischen Gemeinschaft. Allerdings sind die Einkommen sehr ungleich verteilt, sodass viele Menschen in Armut leben. Der wichtigste Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, in der rund zwei Drittel der Bevölkerung arbeiten – teilweise mit sehr geringem Verdienst. Viele Landbewohner flüchten daher in die Städte. Ohne Ausbildung bekommen sie dort allerdings keinen vernünftigen Job, können sich die hohen Mietpreise nicht leisten und landen in Slums. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt in den Familien treibt immer mehr Kinder auf die Straße.

Seit vielen Jahren arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern daran, die Situation nachhaltig zu verbessern. In unseren Projekten ermöglichen wir Kindern und Jugendlichen in Slums und ländlichen Gegenden den Zugang zu grundlegender Bildung und Berufsausbildung. Wir unterstützen das Gemeinwesen durch Selbsthilfegruppen und schützen Straßenkinder und Kinder, die sexuelle Ausbeutung erfahren haben, vor Vernachlässigung und Missbrauch.
Treffen einer Selbsthilfegruppe draußen auf einer trockenen Wiese vor Bananen und anderen Bäumen, im Hintergrund ein großer Berg (Bildquelle: Silvia Beyer)

Starke Frauen, starke Kinder 

60 Prozent der Menschen in der Region Kitui in Kenia leben unterhalb der Armutsgrenze. Schuld daran sind vor allem wiederkehrende Dürren. Die Menschen wissen nicht, wie sie an den Klimawandel angepasste Landwirtschaft betreiben können und wie sie ihre Produkte gut verkaufen können. Ein fehlendes Einkommen gepaart mit einer hohen Rate an HIV-Infektionen und Aidserkrankungen lässt kaum Hoffnung auf einen Weg aus der Armut.
In unserem Projekt in Kitui werden die Frauen der umliegenden Gemeinden angeleitet, sich zu Selbsthilfegruppen zusammenzuschließen. In diesen Gruppen erfahren sie gegenseitige Unterstützung. Darüber hinaus sparen die Frauen gemeinsam Geld und geben sich gegenseitig kleine Kredite. Davon können sie eigene Geschäftsideen umsetzen, wie z.B. einen Marktstand oder Brotverkauf.
Zum Spendenformular

Infos zur Arbeit der Kindernothilfe in Kenia auf einen Blick

Beginn der Arbeit 1974
Anzahl der Projekte 15
erreichte Kinder 71.200

Länderinfo Kenia

Obwohl sich die Situation der kenianischen Bevölkerung in einigen Bereichen verbessert hat, erreichen diese positiven Veränderungen kaum die Kinder in ländlichen Regionen und sehr kleinen Gemeinden. Dort gibt es auch weiterhin unzählige Gründe dafür, dass Kindern ein Schulbesuch verwehrt bleibt und ein Leben auf der Straße als einzige Alternative erscheint. Die medizinische Versorgung ist trotz großer Anstrengungen immer noch unzureichend. Das trifft vor allem Kinder mit Behinderung.

Hinzu kommt die Problematik von HIV und Aids. Dank immer besserer Präventionsangebote ist die Zahl der jährlichen HIV-Neuinfektionen in den vergangenen zehn Jahren gesunken. Aids ist trotzdem weiterhin das größte Gesundheitsproblem. Die niedrige Lebenserwartung und der frühe Tod vieler Eltern lässt eine große Anzahl an Kindern ohne soziale Sicherung zurück. Sie werden zwangsweise auf die Straße getrieben und müssen sich dort ihren Lebensunterhalt erarbeiten.

Die Regierung hat zwar die Gebühren für den Grundschulbesuch abgeschafft, allerdings ohne für mehr Schulen und Lehrer zu sorgen. Überfüllte Klassenzimmer verhindern einen guten Unterricht. Das wiederum mindert die Chancen der Schüler auf eine gute Berufsausbildung. Vor allem arme Familien können sich den Schulbesuch für ihre Kinder auch trotz fehlender Gebühren nicht leisten, da sie die verpflichtende Schuluniform, Bücher und das Schulessen nicht bezahlen können. In unseren Projekten lernen die Eltern, wie wichtig es ist ihre Kinder zur Schule zu schicken. Durch die Selbsthilfegruppen bekommen die Familien zudem neue Perspektiven und können den Schulbesuch der Kinder finanzieren oder dafür einen Kleinstkredit aufnehmen.

Straßenkinder in Nairobi - zwischen Angst, Betteln und Klebstoff

Eindrücke aus unseren Projekten in Kenia

Peter Mweke, ehemaliges Patenkinder der Kindernothilfe (Bild: Lars Heidrich)

Vom Straßenkind zum erfolgreichen Rapper

Wenn Peter Mweke anfängt zu singen und zu rappen, dann kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, was dieser junge Mann als Kind so alles erlebt hat. Kurz nach seiner Geburt vor 25 Jahren in Nairobi, Kenia, wurde Peter von seiner Mutter verkauft. Von seiner Pflegefamilie verstoßen, landete er mit gerade einmal fünf Jahren auf der Straße. Der Junge musste dort selbst sehen, dass er etwas zu trinken und zu essen bekam oder irgendwo schlafen konnte. Zum Glück traf er auf Sozialarbeiter des Zentrums St. John’s. Dort gibt es eine Schule, Essen, Sportangebote und Erwachsene, die sich auch um Straßenkinder kümmern. Er träumte davon, Musik zu machen, und schrieb seine eigenen Texte, lernte Gitarre zu spielen und zu rappen. Heute ist er ein erfolgreicher Rapper und fördert Kinder, die ebenfalls Musiker werden wollen.
Trustbuehne 2020

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr unter 0203 7789 111.

Oder hinterlassen Sie uns hier eine Nachricht: 

Unterstützen Sie Kinder und ihre Familien auf ihrem Weg aus der Armut

Im Folgenden können Sie eine Spende für unsere weltweite Projektarbeit tätigen. Mit ihrem Beitrag helfen Sie auch Mädchen, Jungen und ihren Familien in Kenia sich aus der Armut zu befreien und sich mit Selbsthilfe ein besseres Leben aufzubauen.

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