Kindernothilfe. Gemeinsam wirken.

Kinder- und Frauenrechte stärken in Ruanda

Landkarte von Ruanda (Quelle: Angela Richter)

Situation im Land - das tun wir

Wirtschaftlich befindet sich das „Land der tausend Hügel“ im Aufschwung, doch vor allem im Hinblick auf Kinderrechte müssen Pflichtenträger wie die Regierung, aber auch die Familien der Kinder, weiterhin zur Verantwortung gezogen werden. Die Mehrheit der Menschen in Ruanda lebt unterhalb der Armutsgrenze. Knapp 90 Prozent der Bevölkerung sind abhängig von der Landwirtschaft. Der Großteil der Ernte wird zur Ernährung der eigenen Familie verwendet, es gibt kaum Überschüsse. Vor allem viele Kinder sind mangelernährt. Zahlreiche Kinder können nicht zur Schule gehen und haben keine medizinsiche Versorgung. Für die meisten Familien ist bereits die Grundschule zu teuer. Bereits im Kindesalter fangen Mädchen und Jungen an zu arbeiten. Aufgrund der geringen Zahl an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sind Jugendliche später oft orientierungslos. Weitere Probleme sind auch Gewalt, (sexueller) Missbrauch und daraus entstehende ungewollte Schwangerschaften. Diese Themen werden von der Gesellschaft oft totgeschwiegen, statt die Täter zur Rechenschaft zu ziehen und die Betroffenen zu unterstützen. Unsere Projekte zielen darauf ab, dass Kinder und Jugendliche in menschenwürdigen Verhältnissen und einem friedlichen Miteinander aufwachsen.

Ein Treffen einer Frauen-Selbsthilfegruppe in einer Lehmhütte in Ruanda. (Quelle: Jakob Studnar)

Selbsthilfe versöhnt

In Ruanda gibt es zu wenig Land, um die stetig wachsende Bevölkerung zu ernähren. Der Klimawandel, der viele afrikanische Länder in Form von Dürren und Überflutungen heimsucht, zerstört regelmäßig Ernten und somit die Lebensgrundlage eines Großteils der Ruander. Die daraus resultierende Armut führt zu vermeidbaren Krankheiten, Spannungen und Gewalt und vor allem dazu, dass Kinder nicht zur Schule gehen können. Dabei ist genau sie die Grundlage dafür, dass es den Kindern der jetzigen Generation später einmal besser geht. Wir setzen uns dafür ein, die Einheit Ruandas zu fördern und Kinder wieder Kinder sein zu lassen. Wir befähigen Familien, sich selbst aus der Armut zu befreien und die tiefen Gräben, die der Völkermord zwischen Hutus und Tutsis aufgerissen hat, zu überwinden. Als erfolgreiches und nachhaltiges Instrument der Armutsbekämpfung gründen wir vor Ort Selbsthilfegruppen, in denen Frauen durch Sparen und gegenseitige Kreditvergabe ihre wirtschaftliche Situation verbessern und Methoden des ökologischen Landbaus kennenlernen können. Sie erfahren dort außerdem Solidarität und entwickeln ein gestärktes Selbstvertrauen.

Zum Spendenformular

Alle Infos zur Arbeit der Kindernothilfe im Land auf einen Blick

Beginn der Arbeit 1994
Anzahl der Projekte 10
erreichte Kinder 220.841

Länderinfo Ruanda

Der kleine Binnenstaat Ruanda in Ostafrika ist eines der Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte Afrikas. Mit großen Fortschritten in Aufschwung, Sicherheit und Versöhnung gilt das Land als Hoffnungsträger für den afrikanischen Kontinent und wird gemeinhin auch als die „Schweiz Afrikas“ betitelt – wirtschaftlich gesehen. Die Führung des ruandischen Präsidenten Paul Kagame zielt auf wirtschaftliches Wachstum und die Aufarbeitung des Völkermordes von 1994 ab, sein Regime gilt als effektiv, die Korruptionsrate ist niedrig. 2007 wurde unter Kagame sogar die Todesstrafe abgeschafft.
Auch in puncto Umweltschutz ist Ruanda Vorreiter Afrikas und hat bereits seit Jahren Plastiktüten verboten.
Das alles bedeutet jedoch nicht, dass in Ruanda keine Hilfe mehr erforderlich ist. Die Schere zwischen Arm und Reich ist nach wie vor groß und wird vom wirtschaftlichen Aufschwung nicht mitgenommen. Das Land leidet unter einer hohen Kindersterblichkeit von unter 5-Jährigen, einem geringen Zugang zum Bildungssystem und einer hohen Arbeitslosenrate, vor allem unter Jugendlichen. Ein Großteil der Bevölkerung lebt nach wie vor in Armut und ist zudem abhängig von der Landwirtschaft. Durch die hohe Bevölkerungsdichte kommt es vermehrt zu Landknappheit, welche somit vielen die Lebensgrundlage entzieht. Als Resultat zieht es viele in die Städte, doch auch dort gibt es keine Arbeit. In unseren Projekten zielen wir auf die Versöhnung der verschiedenen Kulturen und Aufarbeitung der Geschehnisse des Völkermordes ab, stärken Kinderrechte und sorgen für wirtschaftliches Empowerment, beispielsweise durch Selbsthilfegruppen in den ländlichen Regionen. Durch die Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage sind Familien wieder in der Lage, ihren Kindern eine bessere Zukunft zu bieten.

Eindrücke aus unseren Projekten in Ruanda

Mary mit einer ihrer Kühe. (Quelle: AEE Rwanda)

Mary hat wieder Hoffnung

Mary ist eine der Frauen, die nach dem Völkermord mit nichts da standen und trotz extremer Armut versuchten, ihre Kinder zu ernähren. Als der Kindernothilfe-Partner AEE Rwanda in ihr Dorf kam, halfen sie den Frauen, Selbsthilfegruppen zu gründen. In den wöchentlichen Meetings wuchsen die Frauen zusammen. „Durch die Gruppen fanden wir Freunde, diskutieren unsere Probleme  und helfen uns gegenseitig im Falle von Krankheit oder anderen Herausforderungen. In der Gruppe bist du niemals allein, und jedes wöchentliche Treffen war Therapie“, so Mary heute. Die Frauen sparten zunächst geringe Beträge an und vergaben untereinander kleine Kredite für unmittelbare Bedürfnisse; später auch für Investitionen. Heute vermietet Mary neun Zimmer und hat ein gutes und regelmäßiges Einkommen. Sie hat ihre Kinder zur Schule und auf die Universität schicken können und freut sich, dass sie es einmal besser haben werden, als sie es hatte.
Trustbuehne 2020

Seriös und effizient

Alles, was wir tun, ist darauf ausgerichtet, dass Ihre Spende sicher und direkt bei den Kindern ankommt. Dass wir unsere Aufgabe sehr gut erfüllen, bestätigt uns das unabhängige DZI-Spendensiegel jährlich - seit über 25 Jahren.

Wir sind gerne für Sie da

Gruppenfoto des Infoservice der Kindernothilfe (Quelle: Ludwig Grunewald)

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr unter 0203 7789 111.

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