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WAZ Spendenaktion
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Rekordspenden: 333.268 Euro für die Flüchtlingskinder

Text: Hubert Wolf, Fotos: Knut Bry, Kindernothilfe

Das ist Rekord: Bei der Weihnachtsspendenaktion von WAZ und Kindernothilfe haben Sie über 333.000 Euro gegeben. Eine Bilanz aus 16 Jahren Hilfe.

Reporter sind die, die etwas zurückbringen. Sie gehen in ein Flüchtlingslager, zu einem Tatort, einer Großdemonstration, einem Freudenfest; sie sehen, hören, fragen und fühlen dort und kommen mit einer Geschichte zurück. „Reportare“, lateinisch: „etwas zurückbringen.“

In diesem Jahr ging das wieder nicht. Corona. Bis 2019 waren WAZ-Reporter immer an einen, einen der zu vielen Elendsorte dieser Welt gereist und hatten die Notlage der Menschen anschließend beschrieben. Das ist die Basis der gemeinsamen Weihnachtsspendenaktion von WAZ und Kindernothilfe (KNH). So waren wir im Herbst 2021 sehr skeptisch, wie das klappen sollte auf der Basis von Interviews per Internet, Beschreibungen, Filmen, Fotos, Fallstudien, Mails. Doch Sie, liebe Leser und Leserinnen, haben uns auch 2021 die Treue gehalten.

„Die Mitmenschlichkeit ist nicht im Lockdown“

Über 333.000 Euro. Ein neuer Rekord. Für Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos, für die Arbeit der lokalen Hilfsorganisation „Lesvos Solidarity“, gab es „insgesamt 2408 Spenden, davon 39 in der Höhe von 1000 Euro und mehr. Was für ein sensationelles Ergebnis!“, sagt Angelika Böhling, die Sprecherin der Kindernothilfe: „Die Finanzierung für das Themidos-Gebäude steht, die Renovierung kann nun sehr bald starten.“

In dem Gebäude, dem zentralen Ziel der Hilfsgelder, werden Menschen Zuflucht, Unterkunft und Hilfe finden. Vor allem alleinstehende Mütter mit ihren Kindern: den Kindern von Kara Tepe, dem Lager, dem sie nun entrinnen werden. Und das haben Sie erreicht, nur Sie! Der Satz von Katrin Weidemann, der Vorstandsvorsitzenden der KNH, ist nicht mehr ganz neu, aber er ist schön, und vor allem gilt er offensichtlich weiter: „Die Mitmenschlichkeit ist nicht im Lockdown.“ Wir danken Ihnen dafür!

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Kinder aus Aethiopien bei WAZ Reise 2017
Äthiopien 2017: Sebrina, Zenash und Genet (von links) freuen sich über Hilfe fürs "Canu", ein Zentrum für auf der Straße aufgegriffene Kinder. (Quelle: Jakob Studnar)
Kinder aus Aethiopien bei WAZ Reise 2017
Äthiopien 2017: Sebrina, Zenash und Genet (von links) freuen sich über Hilfe fürs "Canu", ein Zentrum für auf der Straße aufgegriffene Kinder. (Quelle: Jakob Studnar)

2,8 Millionen Euro kamen bei den Spendenaktionen zusammen

Rund 2,8 Millionen Euro haben Sie in 16 Jahren im Zuge der Weihnachtsspenden-Aktion von WAZ und Kindernothilfe gegeben, halfen damit Kindern und Müttern in Afrika, Südasien, Lateinamerika und Osteuropa. Ja, das alles begann mit Russland, mit St. Petersburg 2006. Doch lesen Sie selbst.

2006: 145.000 Euro für die Kinder aidskranker Mütter im russischen St. Petersburg und für einen Kindergarten. 2007: 105.000 Euro für den Ausbau eines Schutzzentrums für behinderte Kinder in Recife in Brasilien. 2008: 122.000 Euro für den Neubau eines Mädchenwohnheims in Bangladesch. Dort werden junge Mütter aufgefangen, die meist nach Missbrauch ungewollt schwanger und deshalb verstoßen wurden.

Die Nothilfe für die Philippinen hat die Leser besonders angesprochen

2009: 148.000 Euro für ein Projekt in Indien, das jungen Brandopfern nicht nur medizinisch hilft. 2010: 87.000 Euro für arme Menschen in der Provinz Ntchisi im afrikanischen Malawi. Dort baut die Kindernothilfe Schulen und leistet Hilfe zur Selbsthilfe. 2011: 118.500 Euro für misshandelte und missbrauchte Kinder in Guatemala. Ein Projekt unterstützt die Kleinsten mit Therapien, Rechts- und Familienhilfe.

2012: 100.500 Euro für Selbsthilfegruppen im afrikanischen Ruanda. Frauen lernen dort, ihre Familien selbstständig zu ernähren. Dadurch müssen weniger Kinder arbeiten. 2013: 260.000 Euro für den Wiederaufbau von Schulen und Kinderschutzzentren auf den Philippinen. Nach dem Wirbelsturm „Haiyan“ war dies unsere erste Weihnachtsspenden-Aktion, die unmittelbar nach einer Katastrophe half.

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Ein Kind in einem Dorf in Guatemala mit einem Drachen
Guatemala 2018: In San Andrés entsteht ein Schutzzentrum für Kinder und Jugendliche, die Gewalt erlebt hatten oder davon bedroht waren. (Quelle: Fabian Strauch)
Ein Kind in einem Dorf in Guatemala mit einem Drachen
Guatemala 2018: In San Andrés entsteht ein Schutzzentrum für Kinder und Jugendliche, die Gewalt erlebt hatten oder davon bedroht waren. (Quelle: Fabian Strauch)

Gleich zweimal gaben Sie große Summen für syrische Kinder im Libanon

2014: 210.000 Euro für syrische Kinder im Libanon. Mit dem Geld werden Therapien bezahlt, und es wird ein Kinderschutzzentrum finanziert für jene, die es gerade über die Grenze in Sicherheit schaffen. 2015: 236.000 Euro erneut für die syrischen Flüchtlingskinder im Libanon. Hunderten wird damit der Schulbesuch ermöglicht.

2016: 106.000 Euro für Schutzhäuser in Bangalore in Indien. Dort gibt es Therapien, Behandlung und Bildung für Kinder und junge Mädchen, die missbraucht, vergewaltigt oder zur Prostitution gezwungen wurden. 2017: 177.100 Euro für Straßenkinder in der äthiopischen Großstadt Dire Dawa. Mit dem Geld werden sie von der Straße geholt, in Schutzzentren aufgefangen und in die Schule geschickt. Auch Familien bekommen Unterstützung, damit die Kinder nicht arbeiten müssen.

2018: 129.000 Euro für ein Schutzhaus für Kinder und Jugendliche, die Gewalt erfahren hatten oder davon bedroht waren. Es steht in San Andres in Guatemala. 2019: Über 301.000 Euro für die Kinder der Rohingya. Hunderttausende wurden aus ihrer Heimat Myanmar vertrieben und leben im größten Flüchtlingslager der Welt, in Kutupalong Extension bei der Stadt Cox’s Bazaar in Bangladesch.

2020: Wegen Corona reisen wir nicht, sondern besuchen Kinder und Projekte der vergangenen Jahre nochmals - über den Bildschirm. Sie, liebe Leser und Leserinnen, spenden über 219.000 Euro.

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Über den Autor

WAZ Reporter Hubert Wolf
Hubert Wolf
Hubert Wolf ist seit 1989 Journalist bei der WAZ und war mit der Kindernothilfe bereits in Brasilien, Malawi, Indien, Guatemala, Bangladesch und auf den Philippinen.

Helfen Sie geflüchteten Frauen und ihren Kindern auf Lesbos

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